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Amnesty International zeichnet drei WDR-Filme mit Medienpreisen aus





Drei Fernsehproduktionen des WDR sind am Samstag mit
dem Marler Medienpreis Menschenrechte der deutschen Sektion von
Amnesty International ausgezeichnet worden.

Die WDR-Dokumentation „My Escape – meine Flucht“ (Februar 2016)
bekam die Auszeichnung in der Kategorie Doku Inland. Der Film ist
eine Montage aus (Handy-)Videos von Flüchtlingen, die ihre
lebensgefährliche Flucht nach Deutschland selbst kommentieren. Zu
sehen ist ein eindrückliches Bild aus nächster Nähe, von Menschen,
deren Verzweiflung sie nach Europa treibt – ungeachtet aller
Gefahren. „My Escape“ ist eine Produktion des WDR, der Deutschen
Welle (DW) und von Berlin Producers. Buch und Regie Elke Sasse;
Redaktion Jutta Krug.

In der Kategorie Magazin Inland ging der Preis an den
MONITOR-Beitrag „Afghanistans ““sichere Gebiete““ – Das zynische Spiel
der Bundesregierung“ (17. März 2016). Die Autoren Nikolaus Steiner
und Jakob Paßlick zeigen darin, dass die vermeintlich „sicheren
Gebiete“ in Afghanistan, in die Bundesregierung Flüchtlinge
abschiebt, keineswegs sicher sind. „Dem Beitrag gelingt es dadurch in
besonderem Maße, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass die
Diskussion um Schutz und Asyl nicht allein aus einer
innenpolitischen, sondern vor allem aus einer humanitären Perspektive
geführt werden muss.“, so die Begründung der Nominierungsjury. Die
Redaktion hatte Andrea Miosga.

„Die Story im Ersten: Erstickt im LKW – Das Ende einer Flucht“
(22. August 2016) von NDR und WDR wurde als bester Film in der
Kategorie Doku Ausland geehrt. Der Film schildert das Schicksal der
71 Flüchtlinge aus Afghanistan, Irak, Syrien und dem Iran, deren
verwesten Leichnahme im August 2015 in einem Kühllaster auf einer
Autobahn bei Wien entdeckt wurden. Das Autorenteam recherchierte auch
im Netzwerk von Schleppern und Schleusern, lässt Ermittler und
Anwälte zu Wort kommen. „Akribisch wird ein Verbrechen aufgerollt und
am Ende wissen wir, warum Flucht zur Todesfalle werden kann. Mörder,
die mit Flucht Geld verdienen und Europas Politik der Abschottung
zerreibt auch die, die überleben. Die Leistung des Beitrages ist
auch, den Opfern die Anonymität zu nehmen, ihnen ein Gesicht zu
geben“, so die Begründung der Jury. Ausgezeichnet wurden die Autoren
Elena Kuch, Sebastian Pittelkow, Amir Musawy, Volkmar Kabisch, Georg
Heil. Die Redaktion hatten Britta von der Heide, Stephan Wels und
Dirk Neuhoff (alle NDR) und Petra Nagel (WDR).

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Erstellt von an 15 Okt 2017. geschrieben in Kultur. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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