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Bedrohung der Meerestiere auf den Galapagos-Inseln





Mit einer Gesamtfläche von 133.000 km2 beherbergt das weltberühmte Galapagos Marine-Reservat fast 3.000 Meeresarten. Für Naturliebhaber ist eine Kreuzfahrt zu den Galapagos-Inseln eine der erfüllendsten Arten und Weisen, diesen Meerestieren in ihrem geschützten Lebensraum zu begegnen.

Bekannt als eines der biologisch vielfältigsten Meeresarealen weltweit, setzte die UNESCO die Ozeane um die Inselgruppe im Jahr 2007 auf die Liste der bedrohten Standorte.

Bedrohungen des Meeresreservats

Es existieren verschiedene Lebensräume innerhalb des Reservats, und jeder einzelne ist mit zahlreichen Bedrohungen für die darin lebenden Arten konfrontiert, wie z.B. mit Schwarzfischerei, Neozoonen und der wachsenden menschlichen Bevölkerung. Glücklicherweise gibt es Maßnahmen, um eine Vielzahl der Bedrohungen zu reduzieren, und um so die Erhaltung dieser fantastischen Meereswelt zu gewährleisten. Leider ist jedoch der Großteil der Bedrohungen von globalen Handlungen abhängig.

Überfischung und Schwarzfischerei

Bis vor kurzem verursachte die Überfischung der Seegurken, Haie und Hummer eine Verringerung ihrer Populationen. Doch mit der Umsetzung einer Reihe von Bildungsprogrammen konnte die lokale Schwarzfischerei drastisch reduziert werden.

Weniger leicht zu kontrollieren ist die illegale Jagd / Fischerei der Schildkröten, Walhaien und Seelöwen. Mittlerweile gibt es schon ausgeklügelte Methoden, um nicht autorisierte Schiffe zu erkennen und so die Gewässer um die Inseln zu schützen. Leider konnten die illegalen Praxen aber bis heute noch nicht vollständig abgeschafft werden.

Müll in den Ozeanen

Eine weitere Bedrohung der Meerestiere ist Müll, der jedes Jahr seinen Weg in die umliegenden Gewässer findet. Neben der Erhöhung des Säuregehalts des Wasser besteht ein Großteil des Mülls aus Kunststoff (bis zu 75%), was zu unzähligen Problemen für Meerestiere führt. Zusammen mit den physischen Gefahren von Plastik (sich darin zu verwickeln) kann Plastik zu innerlichen Verletzungen führen, wenn es versehentlich verschluckt wird. Mikroplastik kann sogar Veränderungen der Hormone und DNA-Struktur begünstigen.

Das Thema ist so aktuell und dringend, dass es 2017 auf dem World Oceans Summit für einen neuen Maßstab gesorgt hat. Indonesien investiert nun jährlich 1 Milliarde Dollar, um Kunststoffverschmutzung zu verringern. Naturschützer auf der ganzen Welt drängen nun auch andere Länder, diesem Beispiel zu folgen.

Erhaltung und Ausgleich

Klimawandel und die Verschmutzung durch Plastikabfälle sind Probleme, die auf globaler Ebene angepackt werden müssen. Die ansässige Behörde des Galapagos Marine-Reservats hat ein erfolgreiches Programm umgesetzt, um das Gebiet zu schützen. Obwohl Hobbyfischen und andere Aktivitäten wie Tauchen, Schnorcheln und eine klassische Kreuzfahrt zu den Galapagos-Inseln erlaubt sind, gibt die Behörde eine Reihe von Vorschriften vor, und überwacht die Fläche mithilfe eines GIS (einem geographischen Informationssystem). Nur so kann sichergestellt werden, dass Touristen und Einheimische die Vorschriften auch einhalten.

Klimawandel

Viele der einzigartigen Tiere der Inseln, wie z.B. der Galapagos-Pinguin (der weltweit einzige Pinguin auf der nördlichen Hemisphäre), können nur aufgrund der konvergierenden Kälteströme überleben. Aber bei weiterhin steigenden Temperaturen der Ozeane ist der Vogel bald nicht mehr in der Lage, sich fortzupflanzen, was zu seinem Aussterben führen könnte. Für Meeresschildkröten ist der Klimawandel ebenfalls nicht ungefährlich. Der dadurch verursachte steigende Meeresspiegel könnten sie daran hindern, an Land ihre Eier zu legen.

Der Archipel ist bekannt für seine Tauch- und Schnorchelmöglichkeiten, aber steigende Temeperaturen und ein erhöhter Säuregehalt machen auch Korallen zu schaffen, was folglich das Überleben von unzähligen Fischarten beeinflusst.

Naturschutz ist eine Globale Verantwortung

Jeder, der das Gebiet auf einer Kreuzfahrt zu den Galapagos-Inseln besucht, trägt die Verwantwortung, das Weltkulturerbe zu wahren. Es zählen die Taten jedes Einzelnen, denn nur so kann das Bestehen dieser atemberaubenden Unterwasserwelt langfristig gewährleistet werden.

Kurz-URL: http://www.88news.de/?p=1524763

Erstellt von an 30 Aug 2017. geschrieben in Reise/Touristik. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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