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Design-Sammlung Jensen bei Quittenbaum unterm Hammer





„Die Sammlung Jensen“ lautet das Motto der Auktion, die am 12. Oktober um 17 Uhr im Auktionshaus Quittenbaum, München, nicht nur in der deutschen Kulturszene für Furore sorgen dürfte. Sie umfasst über 200 Exponate aus dem Nachlass des im Jahr 2013 in Hamburg verstorbenen, dänisch-stämmigen Kunsthistorikers Prof. Dr. Dr. Jens Christian Jensen und seiner Frau Angelika, die im vergangenen Dezember nach schwerer Krankheit starb.

„Allein wegen der hohen Zahl hochklassiger Objekte dänischer Designikonen wie Georg Jensen, Louis Poulsen oder Poul Henningsen haben wir uns gemeinsam mit der Erbengemeinschaft dazu entschieden, dem Ehepaar Jensen eine eigene Auktion zu widmen“, sagt Askan Quittenbaum, Leiter des Auktionshauses.

Sensibles Arrangement im häuslichen Ambiente

So sei es nicht nur Weggefährten des Paares, sondern auch Außenstehenden möglich, das besondere Konzept der Sammlung zu erfassen und zu würdigen. „Die Sensibilität, mit der die Gegenstände im häuslichen Umfeld zueinander arrangiert waren, hat uns sehr ergriffen. Das wollen wir auch den hoffentlich zahlreichen Besuchern und Bietern der Auktion vermitteln“, so Quittenbaum.

Flankiert werden die Exponate dänischer Designer von französischen Gläsern des Jugendstils über Murano-Glas und Entwürfen aus dem Bauhaus. Zu den Highlights der Auktion zählen Original-Stahlrohrsessel von Mies van der Rohe (? 2.500), ein 32-teiliges Besteck ““Bernadotte““ aus dem Jahr 1939 von Georg Jensen, die Wandgarderobe ?Paimio““ von Alvar Aalto (?3.500-5.000), mehrere Tisch- und Stehleuchten von Louis Poulsen und Poul Henningsen (?500 – 1000) sowie ein Schreibtisch von Wells Coates von 1935 (?1.500-1.800),

Jens und Angelika Jensen starteten ihre Sammlung bereits Anfang der 70er-Jahre. Das Paar lebte damals in Kiel, wo Jensen von 1971 bis 1990 als Direktor der Kunsthalle zu Kiel und als geschäftsführender Vorsitzender des Schleswig-Holsteinischen Kunstvereins tätig war.

Jensen war im Herzen ein Däne – und das lebte er

Er war außerdem Autor zahlreicher kunsthistorischer Schriften. Einem größeren Publikum bekannt machten ihn vor allem seine Künstlerbiografien, die in hohen Auflagen erschienen, darunter wegweisende Werke über die Maler Caspar David Friedrich, Carl Spitzweg (erschienen im DuMont-Verlag) oder über Paul Wunderlich.

Dass sich Jensen vor allem der dänischen Kultur Zeit seines Lebens auf besondere Weise verbunden fühlte, hat vor allem biografische Gründe. Jensen entstammt einer dänischen Kaufmannsfamilie.

Die unprätentiöse, dabei lebensbejahende und pragmatische Kultur und Lebensart der Dänen entsprachen auch seiner eigenen Natur. Seine Sommer-Urlaube verbrachte er daher bevorzugt an der dänischen Küste. Gemeinsam mit seiner Frau durchstöberte der die Antiquitätengeschäfte des Landes, wo sie den Großteil ihrer Sammlung dänischer Designer erwarben.

Freund dänischer Künstler, Ritter des Dannebrogordens

Auch skandinavische Kunst stand bei Jensen hoch im Kurs. Im Laufe seiner Museumsarbeit in Kiel förderte er gezielt dänische Künstler, darunter den Maler Asger Jorn oder den Plastiker Robert Jacobsen. Wegen seiner Verdienste um die dänische Kultur wurde er mit dem Dannebrogorden geehrt. Auch seine Mitgliedschaft in der Det Kongelige Norske Videnskabers Selskab in Trondheim offenbarte seine enge Verbundenheit mit der Kultur Skandinaviens.

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Erstellt von an 4 Okt 2017. geschrieben in Kultur. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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