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Die IAA macht““s möglich: Messebesucher können zum ersten Mal in ihrem Leben vollautonom Auto fahren (AUDIO)





Auf der Agora, dem Freigelände der IAA kann jeder die
unterschiedlichen Formen des selbstfahrenden Autos ausprobieren
MANUSKRIPT MIT O-TÖNEN

Anmoderation:

Ich glaube, kaum einer von uns ist schon einmal vollautonom
gefahren. Ohne selbst Gas zu geben, ohne zu lenken oder beim Parken
mühsam zu kurbeln. Aber wissen würden wir es schon gerne, wie sich so
ein autonomes Auto fährt. Kein Problem: Auf der IAA in Frankfurt ist
es für jedermann möglich. Auf der Agora, dem Freigelände vor den
Hallen zwei, drei und vier sind Parcours angelegt, auf denen mit
verschiedensten Fahrzeugen das autonome Fahren ausprobiert werden
kann. Francesco Lopez, Ingenieur von Bosch betreut die Interessenten:

O-Ton Francesco Lopez

Wir sitzen jetzt in einem Golf GTE, mit der AEB Cyclist-Funktion,
das heißt eine Notbremsung auf kreuzende oder querende Fahrradfahrer.
Man muss sich das so vorstellen, wir fahren jetzt durch die Stadt,
der Parcours ist so aufgebaut und plötzlich kommt ein Fahrradfahrer
aus der Verdeckung, sprich ich sehe ihn gar nicht. Dann gibt es einen
kurzen Warnton, das heißt ichkönnte noch eingreifen, mach ich
natürlich nicht. Mein System erkennt, der Fahrer ist nicht aktiv.
Dann starten wir, beschleunigen auf ungefähr vierzig km/h, fahren
diese Landstraße entlang: Da kommt der Fahrradfahrer. Auto übernimmt
die Bremsung und Fahrradfahrer kommt heile davon. (0:39)

Ohne Zutun von Francesco Lopez kommt der Golf zum Stehen, der
Radfahrer kann ganz gemütlich an uns vorbeifahren. Als Beifahrer ist
das Ganze schon sehr ungewohnt. Unwillkürlich tritt man nämlich
beinahe das Bodenblech durch. Nächste Station: Mercedes. Bei Jürgen
Zachlot erleben die Mitfahrer, wie die Distronic funktioniert:

O-Ton Jürgen Zachlot

Wir stellen uns jetzt bitte einfach vor, wir fahren gemeinsam
durch den Stadtverkehr. Ich aktiviere einmal meinen
Abstandsregeltempomat auf eine Stadtgeschwindigkeit von vierzig km/h.
Ich nehme die Füße von der Pedalerie und vor uns taucht jetzt ein an
der Ampel wartendes Fahrzeug auf. Mein Fahrzeug bremst wunderbar
sanft, sehr komfortabel ab, bis zum Stillstand und hält an. Sobald
sich das vor uns wartende Fahrzeug wieder in Bewegung setzen würde,
startet auch mein Fahrzeug wieder rund fährt los. (0:31)

Eine Traum-Erfindung, für all jene Autofahrer, die häufig im Stau
stehen. Mit der Distronic kann der Autofahrer, das Anfahren,
Abbremsen, Neustarten ganz seinem Fahrzeug überlassen. Aber das ist
noch nicht alles. Eine im Mercedes verbaute Stereokamera erfasst die
Umgebung des Fahrzeugs und liest in Echtzeit Straßenschilder. Diese
Informationen werden dann auf dem Display im Wagen angezeigt und das
Auto passt die Geschwindigkeit automatisch dem Tempolimit an. Aber
die Kamera kann noch mehr:

O-Ton Jürgen Zachlot

Wir sind aber schon so weit, dass wir Verkehrsschilder situativ
erkennen und auswerten können. Hier vor uns zum Beispiel haben wir
jetzt ein Schild: Fußgängerüberweg, es würde auch reichen, wenn ich
einen Zebrastreifen hätte und an diesem Schild steht im Moment eine
Person. Leicht durchnässt, der steht schon den ganzen Tag da. Mein
Fahrzeug sieht das, ich bekomme sofort die Meldung in meinem
Head-Up-Display, in meinem Zentral-Display: Achtung Fußgängerüberweg.
(0:27)

In einer heute veröffentlichten Untersuchung wurde festgestellt,
dass 52 Prozent der deutschen Autofahrer sich sehr gut vorstellen
können, autonom unterwegs zu sein. Das hat selbst Fachleute
überrascht. Wobei autonomes Autofahren nicht nur den Stress im Stau
oder im Stadtverkehr abbauen hilft, sondern auch ein wichtiger
Schritt zum unfallfreien Autofahren ist, betont Francesco Lopez:

O-Ton Francesco Lopez

Vor allem in Großstädten sehen wir das häufig, dass Personen auch
einmal aus der Verdeckung kommen, sprich hinter parkenden Fahrzeugen
einfach hervorlaufen. Und wenn man da nicht gut oder rechtzeitig
reagiert, kommt es zwangsläufig zu einem Unfall. Genau diese
Situationen wollen wir minimieren und dafür sind solche Systeme
natürlich optimal geeignet. (0:19)

Abmoderation:

Wer sich selbst einmal in ein autonom fahrendes Auto setzen
möchte, kann das noch bis zum 24. September auf der IAA in Frankfurt
tun. Verschiedene Hersteller sind hier auf der Agora, dem Freigelände
der IAA, mit ihren Prototypen vertreten.

ACHTUNG REDAKTIONEN:

Das Tonmaterial ist honorarfrei zur Verwendung. Sendemitschnitt bitte
an ots.audio@newsaktuell.de.

Pressekontakt:
Ansprechpartner:
VDA, Eckehart Rotter, 030 897842 120
all4radio, Hermann Orgeldinger, Lydia Bautze, 0711 3277759 0

Original-Content von: VDA Verband der Automobilindustrie e.V., übermittelt durch news aktuell

Kurz-URL: http://www.88news.de/?p=1530254

Erstellt von an 15 Sep 2017. geschrieben in Auto/Verkehr. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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