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Die Neugierige Lavaeidechse





Planen Sie einen Urlaub auf den Galapagos-Inseln? Dann sollten Sie auf jeden Fall versuchen, die Bekanntschaft der vielfältigen Wildtiere zu machen. Von den langsamen Riesenschildkröten bis hin zu den weltweit einzigen Meeres-Leguanen gibt es auf dem ganzen Planeten keinen Fleck, den Naturbegeisterte und Tierliebhaber faszinierender finden.

Eine Fülle von Reptilien

An vielen Orten sind Säugetiere die vorrherrschende Klasse. Nicht so auf den Galapagos-Inseln: Reptilien sind hier am meisten verbreitet. Am häufigsten begegnet man Mitgliedern der Gattung Microlophus, auch bekannt als Lavaeidechse. Sieben Arten davon sind auf der Inselgruppe einheimisch.

Wo Man Lavaeidechsen Findet

Die Eidechsen befinden sich auf allen Inseln des Archipels, mit der Ausnahme von Wolf, Darwin und Genovesa. Sie sind leicht zu erkennnen und versammeln sich oft in großen Gruppen entlang der felsigen Küste, wo sie sich gerne sonnen. Die Galapagos Lavaeidechse ist auf zehn der Inseln beheimatet, während die anderen sechs Arten jeweils nur eine einzige Insel bewohnen (und auch nach ihnen benannt sind): San Cristobal, Pinta, Pinzon, Floreana, Espanola und Marchena.

Aussehen

Obwohl die Größe je nach Art abweicht, sind die Eidechsen im Allgemeinen recht klein, mit einer Länge von etwa 15 bis 30 Zentimeter. Sie haben lange, kegelförmige Körper mit spitzen Köpfen und Markierungen, die stark von Tier zu Tier variieren. Die Männchen können mit hellen, gelben Flecken oder Streifen versehen sein, während die Weibchen manchmal einen roten Hals und/oder Kopf aufweisen. Die Farbe der Eidechsen dient zur Tarnung – sie sind somit optimal an ihre Umgebung angepasst.

Sobald sie das Paarungsalter erreichen, entwickeln die Männchen entlang des Rückens einen Kamm aus stacheligen Schuppen. Weibchen sind viel kleiner als Männchen und besitzen keinen Rückenkamm.

Verhalten

Obwohl Lavaeidechsen Omnivoren sind, besteht ihre Hauptnahrungsquelle aus kleinen Insekten, Spinnen, Ameisen, Schnecken und Käfern. Ihr Verhalten ist auffallend territorital. Das kann am besten beobachtet werden, wenn sie sich gegen wahrgenommene Eindringlinge verteidigen. Sie machen mit ihreren Vorderbeinen mehrere Liegestützen, die kräftiger und energischer werden, sobald sich die Bedrohung nähert.

Männchen verteidigen ein Gebiet von ca. 400 Quadratmetern und sind rund um die Uhr damit beschäftigt – besonders in der Brutzeit. Sowohl Männchen als auch Weibchen machen die Liegestützen, obwohl erstere in ihrem defensiven Verhalten viel energischer sind – Schwanzpeitschen und Beißen inklusive. Wissenschafter haben entdeckt, dass sich das aggressive Auftreten interessanterweise von Spezie zu Spezie unterscheidet.

Die Eidechsen haben die Fähigkeit, ihre Farbe der Umgebung anzupassen. Sie sind auch dazu in der Lage, ihren Schweif bei Gefahr abzuwerfen. Obwohl der Schwanz wieder nachwächst, wird er nie so lang wie ursprünglich. Dies hat Auswirkungen auf die Paarung, da potenzielle Partner einen langen Schweif bevorzugen.

Ein Natur-Urlaub auf den Galapagos-Inseln

Die Lavaeidechsen sind zwar nicht so intensiv erforscht wie die Finken und Riesenschildkröten des Archipels, sind aber dennoch ein perfektes Beispiel für Darwins Theorie der natürlichen Zuchtwahl: Die Spezien der Inseln unterscheiden sich in Größe, Farbe und Verhalten. Wenn Sie einen Urlaub auf den Galapagos-Inseln geplant haben, bietet Ihnen die Lavaeidechse also eine weitere Möglichkeit, um die faszinierenden Wunder der Natur zu beobachten.

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Erstellt von an 25 Sep 2017. geschrieben in Reise/Touristik. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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