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Digitalisierung – Kreisliga oder Hochleistungssport?





Eine Ursache ist die Unsicherheit und das Abwarten in der oberen Leitungsebene. Viele Inhaber und Geschäftsführer stellen sich die richtigen Fragen: WAS genau heißt digitale Transformation für mein Unternehmen? WAS müssen wir tun? WIE kann das bei uns funktionieren? WIE fangen wir an? Und was sind die möglichen Konsequenzen? Aber wann lassen sie die Handbremse los?

Ein Geschäftsführer sieht die Notwendigkeit der Veränderungen. Die Wettbewerber sind schon weiter in ihrer Entwicklung. Ihm ist die digitale Welt fremd. Er nutzt digitale Angebote eher passiv, sein Smartphone zum Telefonieren und Abrufen seiner Emails. Er müsste sich – und seinen Mitarbeitern – gegenüber eingestehen, dass er das Thema nicht bearbeiten kann. Es fehlt ihm die digitale Kompetenz. Das kann und will er nicht öffentlich zugeben. Diesen Schritt geht er nicht.

Da jeder weiß, das der „Alte“ sich nicht kümmert, hat jede Abteilung quasi undercover für sich gearbeitet und entwickelt. Es gibt also digitale Insellösungen, keine abteilungsübergreifende Entwicklung. Dieses Handeln wird von der Leitungsebene stillschweigend geduldet. Die Organisation verharrt im Silodenken.

Einige wenige Führungskräfte in seinem Unternehmen sind schon einige Schritte weiter. Sie sind offen für die anstehenden Veränderungen und haben in ihren Abteilungen begonnen, ihre digitalen Inseln zu verbinden, Prozesse zu digitalisieren. Dieses Handeln wird geduldet, aber nicht gefördert.

Stagnation ist eine Folge.

Eine von vielen Fragen: was müssen wir tun?

ANFANGEN und diese Frage offen stellen. Es werden Antworten kommen. Es werden sich Menschen zeigen, die an diesem Thema interessiert sind, die Ideen haben. Daraus entsteht eine eigene Dynamik, die, wenn sie nicht unterbunden wird, Möglichkeiten, Notwendigkeiten aufzeigt.

…. So wie es nicht nur eine Frage gibt, sind auch die Antworten zahlreich. Es gibt nicht die eine Antwort.

Und – die Antworten ergeben sich, sobald sich ein Unternehmen auf den Weg macht?

Hier gibt es einen Zusammenhang zu wichtigen Führungsfragen. Es geht um das Loslassen, um Vertrauen, um Teambildung und Kommunikation.

Digitale Transformation betrifft das ganze Unternehmen, die gesamte Organisation. Es betrifft das Geschäftsmodell und die Strategie, es umzusetzen. Die Prozesse, die Kommunikation, alles und jedes muss auf den Prüfstand. Es ist nicht das Thema der Führung allein, aber sie muss den Anstoß geben, sie muss unterstützen, Ressourcen freigeben. Und sie muss die Unsicherheit aushalten, denn niemand weiß, wo die Entwicklung hinlaufen oder enden wird. Und gleichzeitig muss die Führung vertrauen, sich und dem Team. Sie muss bei aller Veränderung Sicherheit gewährleisten.

Von der Führung werden Höchstleistungen gefordert. Loslassen von Gewohntem und auch Erfolgreichem, Neugier, Offenheit für Veränderungen,

Sportlich gesprochen: Trippelschritte reichen nicht, es wird ein Spagat gefordert.

Ab Herbst 2017 erweitert das Steinbeis-Transferzentrum Strategisches Management – Innovation – Kooperation sein Angebot um den Lehrgang Digitale Transformation von Organisationen. Er stellt den Menschen ins Zentrum der Digitalisierung, klärt die Frage von Veränderungsbereitschaft und -fähigkeit und gibt zugleich konkrete Handlungsleitfäden zu den Themen Digitale Strategie und Umsetzung neuer Geschäftsmodelle.

Kurz-URL: http://www.88news.de/?p=1523257

Erstellt von an 24 Aug 2017. geschrieben in Bildung/Job. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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