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Drei Rallyes in einer: Fiesta WRC-Piloten blicken Heimspiel von Ford optimistisch entgegen (FOTO)






 


– ADAC Rallye Deutschland (17. bis 21.8.) gilt als anspruchsvollste
Asphaltveranstaltung im Rallye-WM-Kalender; der Servicepark zieht
an den Bostalsee um
– Dreifacher Rallye-Deutschland-Sieger Sébastien Ogier will am Steuer
des Fiesta WRC die alleinige Führung in der Fahrerweltmeisterschaft
zurück erobern
– Interessant aus deutscher Sicht: Start des Rallye-Altmeisters Armin
Kremer im Fiesta WRC von M-Sport und Julius Tannerts Auftritt mit
dem Fiesta R2 in der Junior-WM

Die Rallye-Welt blickt am kommenden Wochenende auf Deutschlands
Südwesten: Lauf zehn der diesjährigen Rallye-Weltmeisterschaft sorgt
von Donnerstag bis Sonntag zwischen Saarbrücken und Trier für ein
Motorsportspektakel der Spitzenklasse. Ford fiebert dem
Asphalt-Höhepunkt der Saison mit großen Erwartungen entgegen. Mit den
vierfachen Weltmeistern Sébastien Ogier/Julien Ingrassia reist eine
Fiesta WRC-Crew als Tabellenführer an. Seit 2010 konnten die beiden
Titelverteidiger die Rallye Deutschland bereits drei Mal für sich
entscheiden. Zugleich liegt ihr Team M-Sport Ford nach zwei Dritteln
einer der am härtesten umkämpften Rallye-WM-Saisons aller Zeiten in
der Herstellerwertung mit 285 Punkten klar auf Platz eins.

Aus Sicht von Ford ist die Rallye Deutschland ohnehin ein
Heimspiel: Kein anderer WM-Lauf findet näher am Geburtsort des Ford
Fiesta statt. Zwischen dem neuen Start- und Zielort am Bostalsee und
der Halle Y im Werk Köln-Niehl liegen kaum 200 Kilometer. Der große
Bruder des erfolgreichen Kleinwagen, der Ford Focus, läuft im gut 60
Kilometer entfernten Saarlouis vom Band. Dennoch verbindet das Team
M-Sport, verantwortlich für die Entwicklung und den Einsatz des World
Rally Car auf Fiesta-Basis, so etwas wie eine Hassliebe mit der
anspruchsvollen Asphaltveranstaltung: Für die Mannschaft von Malcolm
Wilson ist es der einzige WM-Event, den die Briten noch nie gewinnen
konnten. Entsprechend scharf brennt der Ehrgeiz, diese Scharte in
diesem Jahr endlich auszuwetzen…

Tatsächlich stellt die Rallye Deutschland die Teilnehmer vor
überaus komplexe Aufgaben, denn ihre 21 Wertungsprüfungen (WP) über
insgesamt 309,17 Kilometer besitzen höchst unterschiedliche
Charakteristiken. Los geht es bereits am Donnerstagabend mit einer
Prüfung im Stadtzentrum von Saarbrücken, bevor am Freitag ganz
klassisch die verwinkelten Wirtschaftswege in den Weinbergen entlang
der Mosel folgen. Mit ihren selten einsehbaren, aber zum Teil rasant
schnellen Kurven stellen sie speziell den Aufschrieb und die
Beifahrer auf eine harte Probe. Großes Interesse bei den Fans, die zu
Hunderttausenden aus allen europäischen Nachbarstaaten erwartet
werden, dürften aber auch die insgesamt drei Durchgänge über den
Zuschauer-Rundkurs zwischen Wadern und Weiskirchen wecken.

Am Samstag stehen die beiden Marathonprüfungen auf dem
Truppenübungsgebiet Baumholder mit ihren brüchigen, von massiven
Panzersperren gesäumten Betonpisten im Mittelpunkt. Sie sind jeweils
41,97 Kilometer lang und bilden den Höhepunkt für den im WM-Kalender
einzigartigen Zuschauerbereich „Panzerplatte“, den die Rallye-Elite
im Laufe der zweiten Etappe gleich fünf Mal passiert. Die WP des
Sonntags stellen für die meisten Starter dann komplettes Neuland dar
und führen über die schnellen Landstraßen des nördlichen Saarlands.
Wechselhafte Witterung könnte die Herausforderung für Fahrer und
Teams zusätzlich erschweren.

„Die Rallye Deutschland war in der Vergangenheit nicht sehr nett
zu uns – als einzigen konnten wir diesen WM-Lauf noch nie gewinnen.
Aber in diesem Jahr haben wir eine große Chance, die Dinge endlich
geradezurücken“, lacht M-Sport-Teamchef Malcolm Wilson. „Tatsächlich
können unsere drei Fahrer bei dieser Rallye auf erfolgreiche Zeiten
zurückblicken. Für Sébastien Ogier gilt dies natürlich ganz
besonders, immerhin hat er diesen WM-Lauf bereits dreimal gewonnen.
Unser Fiesta WRC funktioniert sehr gut auf Asphalt, darauf konnten
wir bei den Testfahrten vor dieser Veranstaltung aufbauen. Ich rechne
mit intensiven Duellen um die Podestplätze. In dieser Saison können
alle Marken und sehr viele Fahrer im Kampf um den Sieg ein Wörtchen
mitreden, das ist wirklich großartig. Dennoch wollen wir am Ende die
Nase vorn behalten.“

Sébastien Ogier / Julien Ingrassia (Ford Fiesta WRC, Startnummer
1); WM-Rang: 1

Rallye-Deutschalnd-Starts: 8. Bestes Ergebnis: Platz 1 (2011, 2015
und 2016)

Die amtierenden Titelverteidiger wissen, worauf es bei der Rallye
Deutschland ankommt – gleich drei Mal gingen Sébastien Ogier und
Julien Ingrassia bei dieser Asphaltveranstaltung als Sieger hervor.
Damit gehören sie ganz klar zu den Favoriten. Besondere Motivation
ziehen die beiden Franzosen aus der aktuellen Tabellensituation: In
der Fahrerwertung liegen sie punktgleich mit Thierry Neuville/Nicolas
Gilsoul an der Spitze und wollen diesen Umstand natürlich
schnellstmöglich zu eigenen Gunsten beenden.

„Ich freue mich jedes Jahr auf die Rallye Deutschland – in dieser
Saison wird es aber nochmals spannender, da es im Kampf um die
WM-Krone so eng zugeht“, so Ogier. „Natürlich geben wir unser Bestes,
denn wir wollen die alleinige Führung in der Fahrerwertung zurück.
Schön, dass jetzt wieder Asphaltveranstaltungen auf dem Programm
stehen. Die Rallye Deutschland gehört diesbezüglich zu den
schwierigsten Aufgaben im WM-Kalender. Es kommt sehr darauf an, die
richtige Einstellung und die optimale Fahrwerksabstimmung für die
verschiedenen Streckencharakteristiken zu finden sowie eng und
vertrauensvoll mit unseren ,Schotterspionen““ zusammenzuarbeiten. Wenn
es regnet, wird es gleich noch komplizierter – denn Fehler verzeihen
diese Prüfungen nicht. Die neuen Prüfungen machen es für uns noch
interessanter. Aber der Ford Fiesta WRC wirkte bislang auf Asphalt
sehr konkurrenzfähig, Julien und ich freuen uns auf die
Herausforderung.“

Ott Tänak / Martin Järveoja (Ford Fiesta WRC, Startnummer 2);
WM-Rang: 3

Rallye-Deutschland-Starts: 6. Bestes Ergebnis: Platz 8 (2015)

Obwohl von ganzem Herzen Schotterspezialist, so blickt Ott Tänak
dennoch gerne auf die Rallye Deutschland zurück: 2011 gewann der Este
rund um Trier die S-WRC-Wertung und löste damit die Fahrkarte für
einen Werkseinsatz bei der französischen Rallye du Var – mehr oder
weniger der Startschuss seiner Profikarriere. Nach starken Auftritten
bei den beiden Asphaltläufen der aktuellen Saison sollten Tänak und
Beifahrer Martin Järveoja ohnehin nicht zu früh von der
Favoritenliste gestrichen werden.

„Auch wenn mir schnelle Schotterprüfungen sicher mehr liegen, so
freue ich mich dennoch auf die Asphaltherausforderung in
Deutschland“, betont Tänak. „Schon bei der ,Monte““ und auf Korsika
konnten wir das Tempo der Spitze mitgehen. Entsprechend interessant
wird es sein, was wir am kommenden Wochenende ausrichten werden. Die
Rallye Deutschland zählt definitiv zu meinen Lieblingsveranstaltungen
auf befestigten Straßen. Jede Prüfung ist anders. Es kommt wirklich
darauf an, wie schnell du dich auf die wechselnden Bedingungen um-
und einstellen kannst. Auch das Wetter sorgt in dieser Region gerne
für die eine oder andere Überraschung, entsprechend wichtig ist der
enge Kontakt zu unseren Meteo-Experten. Zudem hat die Geschichte
gezeigt, dass bei der Rallye Deutschland alles passieren kann. Wir
geben unser Bestes, um die Führung unseres Teams in der
Herstellerwertung auszubauen.“

Elfyn Evans / Daniel Barritt (Ford Fiesta WRC, Startnummer 3);
WM-Rang: 6

Rallye-Polen-Starts: 4. Bestes Ergebnis: Platz 4 (2014)

2014 konnte Elfyn Evans bei der Rallye Deutschland die erste
WP-Bestzeit seiner noch jungen WM-Karriere setzen, als er die
sogenannte „Power Stage“ gewann und dafür auch noch drei Extrapunkte
einheimste – zusätzlich zu den zwölf Zählern, die er für Rang vier in
der Gesamtwertung ohnehin bekommen hat. Nach Platz zwei bei der
Rallye Finnland schwimmt der Waliser auf einer Welle des Erfolgs, die
er am kommenden Wochenende bestätigen will.

„Die Rallye Deutschland gehört zu meinen Favoriten im WM-Kalender
– in den vergangenen Jahren sind mir hier immer wieder tolle Erfolge
gelungen“, betont der 28-Jährige. „Sie ist eine echte
Herausforderung, vielleicht gefällt sie mir deshalb so gut. Dieser
WM-Lauf wartet mit unheimlich vielen verschiedenen
Streckenbeschaffenheiten auf. Es kommt sehr darauf an, stets den
richtigen Rhythmus und das perfekte Set-up zu finden. Zugleich kennt
die Rallye Deutschland keine Gnade: ein kleiner Fehler, ein Moment
der Unkonzentriertheit, und du bekommst keine zweite Chance. Zugleich
spielt das Wetter eine entscheidende Rolle. Wenn es regnet, wird es
wirklich interessant. Nach unserer tollen Rallye in Finnland wollen
wir den Schwung für ein weiteres Spitzenergebnis nutzen…“

Drei, auf die zu achten ist: Armin Kremer, Teemu Suninen und
Julius Tannert

Vermutlich wäre es vermessen, ihn noch als Nachwuchsfahrer zu
bezeichnen – dafür übernimmt Armin Kremer (48) gerne die Rolle des
Talenteschrecks. Der dreifache Deutsche Rallye-Meister und ehemalige
Rallye-Europameister sorgt bei seinen Starts immer wieder für
Erstaunen unter den jungen Rallye-Hoffnungen und hat an
Grundschnelligkeit nichts eingebüßt. Für den deutschen WM-Lauf mietet
der Mecklenburger einen Fiesta WRC bei M-Sport an, den er gemeinsam
mit Beifahrer Pirmin Winklhofer gewohnt zügig bewegen will – da
können sich manche WRC-Routiniers schon einmal warm anziehen.

Ähnliches gilt für Finnlands neues Megatalent Teemu Suninen. Der
23-Jährige sorgte vor wenigen Tagen noch bei der Rallye Finnland für
eine Riesenüberraschung, als er bei seinem ersten zweiten Start mit
einem World Rally Car gleich um Platz zwei kämpfte – und erst nach
einem Hochgeschwindigkeitsdreher am letzten Rallye-Tag auf Rang vier
zurückfiel. In Deutschland sitzt Suninen wieder am Steuer eines Ford
Fiesta R5 und peilt den Klassensieg in der hart umkämpften WRC
2-Wertung an.

Nach eindrucksvollen Ergebnissen in der laufenden Junior-WM-Saison
blickt auch Julius Tannert der Rallye Deutschland mit großen
Erwartungen entgegen: Vor eigenem Publikum will der 27 Jahre alte
Sachse erneut den Sprung aufs Siegertreppchen schaffen – so, wie es
dem Zwickauer und seinem österreichischen Beifahrer Jürgen Heigl
bereits auf Sardinien gelungen ist. „Diese Rallye ist für mich das
Highlight des Jahres“, so Tannert. „Der WM-Lauf im eigenen Land ist
immer besonders. In diesem Jahr wartet die bisher wohl schwerste
Aufgabe auf mich. Die Konkurrenz wird auch hier sehr hart sein.
Dennoch möchten wir um den Sieg kämpfen. Die ADAC Rallye Deutschland
ist immer ein Reifenpoker. Das unbeständige Wetter macht es nicht
leicht, den richtigen Pneu für die teilweise schmierigen
Asphaltstraßen zu wählen. Die Prüfungen in den Weinbergen sind
einmalig und haben ihren besonderen Reiz.“

Ford-Werke GmbH

Die Ford-Werke GmbH ist ein deutsches Automobilunternehmen mit
Sitz in Köln. Das Unternehmen beschäftigt an den Standorten Köln und
Saarlouis mehr als 24.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Seit der
Gründung des Unternehmens im Jahr 1925 wurden mehr als 40 Millionen
Fahrzeuge produziert. Für weitere Informationen zu den Produkten von
Ford besuchen Sie bitte www.ford.de

Pressekontakt:
Hartwig Petersen
Ford-Werke GmbH
+49 (0) 221/90-17513
hpeter10@ford.com

Original-Content von: Ford-Werke GmbH, übermittelt durch news aktuell

Kurz-URL: http://www.88news.de/?p=1520089

Erstellt von an 14 Aug 2017. geschrieben in Auto/Verkehr, Bilder. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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