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FARBE UND EXPRESSION: Leopold Museum zeigt Anton Kolig – BILD





Das Leopold Museum eröffnete gestern Donnerstag, dem
21. September 2017, die erste umfassende Retrospektive zum Werk von
Anton Kolig (1886-1950) in Wien seit mehr als 50 Jahren. Leopold
Museum-Direktor Hans-Peter Wipplinger, Kurator Franz Smola und
Sammlerin Elisabeth Leopold präsentierten hunderten Eröffnungsgästen
die opulente Schau.

Zwtl.: Leopold Museum: kongenialer Ort für Kolig-Ausstellung

Für Direktor Wipplinger „ist das Leopold Museum für diese
Ausstellung zweifellos der kongenialste Ort, verfügt es doch über den
umfangreichsten Bestand an Gemälden Koligs, die in einer öffentlichen
Institution vereint sind.“ Die Ausstellung präsentiert die
wichtigsten Arbeiten von Anton Kolig und zeigt einen repräsentativen
Querschnitt durch das gesamte Schaffen des Künstlers, von den frühen
Arbeiten bis zum Spätwerk.

Zwtl.: Porträts, Allegorien, Jünglingsakte

Nach einem fast zweijährigen Studienaufenthalt in Frankreich, den
Kolig noch vor dem Ersten Weltkrieg absolvierte, folgten Erfahrungen
als Kriegsmaler und Porträtist. Franz Smola: „Das Porträt stellte für
Anton Kolig ein Genre dar, das ihn während seines gesamten Schaffens
kontinuierlich begleitete und von ihm stets eine außerordentlich hohe
Wertschätzung erfuhr. Besonders in den frühen 1920er-Jahren erhielt
Kolig wiederholt Aufträge von bedeutenden Vertretern der Wiener
Gesellschaft, etwa aus dem Bereich der Oper und der Aristokratie,
worauf er unumwunden stolz war.“ In der Folge schuf Kolig auch
Darstellungen des männlichen Aktes, und zwar sowohl in Form
allegorischer Kompositionen als auch in Form von Modellstudien. Vor
allem im zeichnerischen Werk spielte das Aktmotiv für Kolig
zeitlebens eine herausragende Rolle.

Der 1886 im mährischen Neutitschein (Nový Ji?ín) geborene Künstler
besuchte in Wien zunächst die Kunstgewerbeschule, wie damals zur
gleichen Zeit übrigens auch Oskar Kokoschka. Dann wechselte Kolig an
die Akademie der bildenden Künste, wo er die aus Nötsch in Kärnten
stammenden Studienkollegen Sebastian Isepp und Franz Wiegele
kennenlernte. 1911 heiratete Kolig Wiegeles Schwester Katherina, dem
Paar wurden fünf Kinder geschenkt. In Nötsch fand Kolig seinen
Lebensmittelpunkt. Die Tätigkeit von Wiegele, Isepp und Kolig in
Nötsch, zu denen später auch noch Gerhart Frankl stieß, sollte später
als „Nötscher Kreis“ in die österreichische Kunstgeschichte eingehen.

Bereits während des Studiums an der Akademie wurde Anton Kolig
Mitglied der von Egon Schiele 1909 gegründeten Neukunstgruppe und
zählte zur frühen Avantgarde in Österreich vor 1914. Dass Kolig zu
den innovativsten Künstlerpersönlichkeiten der ersten Hälfte des 20.
Jahrhunderts in Österreich zählt, unterstreicht Ausstellungskurator
Franz Smola: „Kolig schuf ein vielschichtiges Werk, das auf dem
Gebiet der Ölmalerei, Zeichnung und Wandmalerei gleichermaßen
Meilensteine setzte. Sein großes schöpferisches Talent erschließt
sich letztendlich auch dadurch, dass er in nahezu allen motivischen
Gattungen innovative künstlerische Aussagen zu treffen imstande war.“

Anton Koligs Karriere umfasste neben Personalen und
Ausstellungsbeteiligungen in Österreich und im Ausland (Deutschland,
Italien/Biennale Venedig, Niederlande, Schweiz, USA) eine langjährige
Professur an der Württembergischen Kunstakademie in Stuttgart und
mehrere öffentliche Aufträge, u.a. Gemälde für das Krematorium in
Wien, Wandmosaiken für das Salzburger Festspielhaus und Wandfresken
für das Landhaus Klagenfurt. 70 Jahre nach der ersten Einzelschau in
der Akademie der bildenden Künste in Wien und rund 50 Jahre nach
einer Schau im Wiener Künstlerhaus versammelt die Ausstellung im
Leopold Museum nun nach langer Zeit wieder alle Hauptwerke aus dem
umfangreichen Schaffen Anton Koligs.

Zwtl.: Die feierliche Eröffnung der Ausstellung im Beisein von
Koligs Nachfahren

Zur Eröffnung der Ausstellung begrüßte Leopold Museum-Direktor
Hans-Peter Wipplinger auch die Nachfahren Anton Koligs, allen voran
den Enkel des Malers, Künstler Cornelius Kolig mit zahlreichen
weiteren Familienmitgliedern. Zur Eröffnung kamen auch
Belvedere-Direktorin Stella Rollig, Christine Wetzlinger-Grundnig,
Direktorin des Museum moderner Kunst Kärnten und Thomas Trabitsch,
Direktor des Österreichischen Theatermuseums mit seiner Frau Johanna,
Leopold Museum-Vorstandsvorsitzender Helmut Moser mit seiner Frau,
die Leopold Museum-Vorstände Agnes Husslein-Arco und Werner Muhm und
Gabriele Langer, kaufmännische Direktorin des Leopold Museum. Aus
Koligs Geburtsort Neutitschein (Nový Ji?ín) nach Wien angereist war
Sylva Dvo?á?ková, Direktorin des Muzeum Novoji?ínska, die auch
Leihgaben zur Ausstellung beisteuerte. Ebenfalls zur Kolig-Eröffnung
kamen Leopold Museum-Freundevereins-Präsident Hans Raumauf, Sammlerin
Waltraud Leopold, der britische Botschafter Leigh Turner, der
deutsche Botschafter Johannes Haindl, Kolig-Experte Otmar Rychlik
gemeinsam mit seiner Gattin Andrea Jünger, die GaleristInnen Dagmar
Chobot, Elisabeth und Klaus Thoman und Christa Zetter, ORF-Kulturchef
Martin Traxl, Filmemacher Georg Riha, die Künstler Walter Vopava,
Florian Reither und Wolfgang Gantner von Gelitin, Thomas Palme,
Werner Reiterer und Peter Sandbichler, Schirn-Kunsthalle-Kuratorin
Martina Weinhart, Kunsthistorikerin Marianne Hussl-Hörmann,
Belvedere-Kurator Alexander Klee, Prof. Peter Baum, der ehemalige
Belvedere-Direktor Gerbert Frodl, Karol Winiarczyk, Leopold
Museum-Circle of Patrons-Lady Karin Kirste, Kunstexpertin Barbara
Kamler-Wild, Kathrein-Privatbank-Direktor Alexander Firon, Fotograf
Fritz Simak, Ali Reza Esmaeili, Filmemacherin Gerda Leopold,
Dorotheum-Expertin Ursula Rohringer, Leopold
Museum-Freundevereinsvorstand Leopold Birstinger, Klimt-Enkelsohn
Gustav Huber und seine Frau Christa sowie Franziska-Maria Lettowsky
vom Salzburger Festspielhaus.

Zwtl.: Der Katalog zur Ausstellung

Zur Ausstellung ist im Verlag der Buchhandlung Walther König,
Köln, ein 257 Seiten umfassender Katalog in deutscher und englischer
Sprache erschienen, herausgegeben von Hans-Peter Wipplinger, mit
Beiträgen von Elisabeth Leopold, Julia Müller, Otmar Rychlik und
Franz Smola, inklusive einer ausführlichen Biografie des Künstlers,
eines detaillierten Ausstellungs- und Literaturverzeichnisses und
einem Bestandskatalog aller Gemälde Anton Koligs des Leopold Museum;
Preis: Euro 29,90

Zwtl.: Rahmenprogramm

Zwtl.: Kuratorenführung

Begleitend zur Ausstellung findet am Donnerstag, 28.09.2017, um 18
Uhr eine Kuratorenführung mit Ausstellungskurator Franz Smola statt.
Mit gültigem Museumsticket ist die Führung kostenlos. Anmeldung an
der Kassa ab einer Stunde vor Führungsbeginn empfohlen (begrenzte
TeilnehmerInnenzahl).

Zwtl.: Überblicksführungen

Überblicksführungen zur Ausstellung finden jeden Samstag um 15 Uhr
statt (EUR 3,- Führungsbeitrag).

Führungen auf Anfrage, Führungen für Schulklassen und
Kindergärten, LEO KINDERATELIER

Buchbar sind auch individuelle Führungen mit Themenschwerpunkten,
in mehreren Sprachen, sowie Führungen für Schulklassen und
Kindergärten. Das LEO KINDERATELIER bietet Termine zur Ausstellung an
folgenden Sonntagen: 01.10., 08.10., 12.11.2017 und 07.01.2018,
jeweils ab 14 Uhr.

www.leopoldmuseum.org/fuehrungen www.leopoldmuseum.org/leo
www.leopoldmuseum.org/schulklassen-kindergaerten

Weitere Bilder unter: https://www.apa-fotoservice.at/galerie/9225

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM /
Originalbild-Service sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
Leopold Museum-Privatstiftung
Mag. Klaus Pokorny – Presse / Public Relations
0043 1 525 70 – 1507
presse@leopoldmuseum.org
www.leopoldmuseum.org

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/573/aom

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS – WWW.OTS.AT ***

Original-Content von: Leopold Museum, übermittelt durch news aktuell

Kurz-URL: http://www.88news.de/?p=1532930

Erstellt von an 22 Sep 2017. geschrieben in Kultur. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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