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Ford Fiesta WRC-Team M-Sport freut sich auf Weitsprung-Spektakel in Finnland (FOTO)






 


– Tabellenführer Sébastien Ogier/Julien Ingrassia und Ott
Tänak/Martin Järveoja peilen mit ihren gut 380 PS starken
Fiesta WRC bei WM-Rallye Finnland Topergebnisse an
– Ford Fiesta WRC hat 2017 bereits drei WM-Rallyes gewonnen und
jeden einzelnen WM-Lauf mit mindestens einer Podiumsplatzierung
beendet
– M-Sport reist als Spitzenreiter in der
Hersteller-Weltmeisterschaft mit einem 22-Punkte-Vorsprung nach
Jyväskylä
– Finnland-Debüt im Ford Fiesta R2 für Junior-WM-Starter Julius
Tannert aus Zwickau

Für viele Fans und wohl auch die meisten Fahrer steht fest: Die
Rallye Finnland ist das Highlight einer jeden WM-Saison. Das von Ford
unterstützte Team M-Sport blickt dem auch „Schotter-Grand Prix“
genannten Flugfestival in den Wäldern rund um Jyväskylä mit großer
Freude entgegen. Die Mannschaft von Malcolm Wilson, der die
spektakuläre Veranstaltung aus Sicht des Fahrers und der des
Teamchefs kennt, fühlt sich mit ihrem gut 380 PS starken World Rally
Car auf Basis des in Köln produzierten Kleinwagenmodells Fiesta
bestens vorbereitet und will die 22-Punkte-Tabellenführung in der
Herstellerwertung ausbauen. Aktuelle Saisonbilanz des neuen Fiesta
WRC: drei Siege und eine ununterbrochene Serie von
Podiumsergebnissen.

Die einzigartige Charakteristik des neunten von 13 WM-Läufen
verspricht mit ihren ungezählten Sprungkuppen auch in diesem Jahr
wieder faszinierende Bilder, denn die Rallye Finnland ist schnell –
richtig schnell. Neun der zehn WM-Rallyes mit den höchsten
Durchschnittsgeschwindigkeiten in der Geschichte dieser
Motorsportkategorie fanden im Land der 1000 Seen statt. Lange Zeit
galten Schweden und Finnen auf diesem Terrain als unbezwingbar. Erst
dem Spanier Carlos Sainz gelang es 1990, die Skandinavier auf eigenem
Boden zu schlagen. Ein Kunststück, das seither nur Didier Auriol (F,
1992), Markko Märtin (EST, 2003, Ford Focus RS WRC), Sébastien Loeb
(F, 2008, 2011 und 2012) sowie Sébastien Ogier (F, 2013) und Kris
Meeke (GB, 2016) wiederholen konnten.

Für Fahrer, Beifahrer und ihre Turbo-Allradler haben es die 25
Wertungsprüfungen über insgesamt 315,62 Kilometer wahrlich in sich.
Bei Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h ist in den finnischen
Wäldern höchste Präzision gefragt: Auf den Kuppen, die oftmals in
Kurven liegen, muss die Linie zentimetergenau passen. Hierfür kommt
es auf präzise, exakt getimte Ansagen an. Und die World Rally Cars
sollten sich durch eine wohl ausbalancierte Abstimmung auszeichnen,
die viel Vertrauen bietet.

Los geht es bereits am Donnerstagabend um 19:00 Uhr mit der
beliebten Zuschauerprüfung „Harju 1“. Am Freitag folgen Klassiker wie
„Jukojärvi“, „Urria“, „Laukaa“ und „Lankamaa“. Der Samstag steht vor
allem im Zeichen der berühmten Wertungsprüfung „Ouninpohja“. Sie ist
in diesem Jahr 24,36 Kilometer lang, wird zweimal entgegen der
Richtung der vergangenen Saison gefahren und kehrt auf diese Weise zu
traditonellem Format zurück. Die Sonntagsetappe über noch einmal
33,84 Kilometer beendete die Rallye-Action mit der sogenannten „Power
Stage“, die 10,12 Kilometer lange „Oittila 2“.

„Es ist schon lange her, dass es in der Weltmeisterschaft vor der
Rallye Finnland so spannend zuging“, erläutert M-Sport-Teamchef
Malcolm Wilson, der diesen WM-Lauf 1986 zum ersten Mal als Fahrer
bestritten hat und direkt unter die besten Zehn fuhr. 1996 erkämpften
sich Jarmo Kytölehto/Arto Kapanen mit einem von Malcolm Wilson
Motorsport vorbereiteten Ford Escort RS Cosworth den dritten Platz,
in der folgenden Saison ernannte Ford den im britischen Cumbria
beheimateten Rennstall zum Werksteam. Seither hat M-Sport in
Finnlands Wäldern fünf WM-Laufsiege und 19 Podiumsränge errungen.

„Dieser Rallye fiebern alle entgegen: Fans, Fahrer und Teams
gleichermaßen“, fährt Wilson fort. „Und es liegt auf der Hand, warum:
Die Geschwindigkeiten und die Sprünge sind unfassbar. Und mit den
neuen World Rally Cars, die uns das Reglement seit diesem Jahr
erlaubt, dürfte es nochmals spektakulärer zugehen. Wir konnten in den
vergangenen Jahren in Finnland einige schöne Erfolge ernten und haben
alles darangesetzt, damit am kommenden Wochenende fortzufahren.
Leider mussten wir unsere Tests nach einem Unfall vorzeitig beenden,
aber Sébastien Ogier und Ott Tänak haben viel Vertrauen in den Fiesta
WRC gefunden und fühlen sich für diese speziellen Wertungsprüfungen
gut vorbereitet. Ich rechne an der Spitze mit ganz engen Duellen.“

Sébastien Ogier / Julien Ingrassia (Ford Fiesta WRC, Startnummer
1); WM-Rang: 1
Rallye-Finnland-Starts: 9.
Bestes Ergebnis: Platz 1 (2013)
Die amtierenden Weltmeister reisen als Tabellenführer mit einem
Elf-Punkte-Polster nach Jyväskylä und sind fest gewillt, diesen
Vorsprung auszubauen. Dass sie mit den besonderen Bedingungen des
„Großen Preis von Finnland“ umgehen können, stellten sie 2013 mit
einem Sieg unter Beweis.

„Die Rallye Finnland gehört definitiv zu den Höhepunkten der
Saison“, so Ogier. „Die Organisatoren wissen genau, wie es geht, und
die richtig schnellen Schotterpisten mit ihren Sprungkuppen bieten
unheimlich viel Grip – damit sind sie für den Rallye-Sport wie
maßgeschneidert, denn genau das lieben wir. Ich gehe davon aus, dass
wir um Zehntelsekunden kämpfen werden. Das Wetter könnte noch mit der
einen oder anderen Überraschung aufwarten. So oder so: Wir müssen
eine perfekte Performance ohne Fehler abliefern. Unser zweitägiger
Test in der vergangenen Woche endete leider vorzeitig, aber der
Fiesta WRC fühlte sich fantastisch an. Ich freue mich jetzt auf diese
Rallye. Wir wollen ein gutes Resultat für unsere Titelverteidigung
erzielen.“

Ott Tänak / Martin Järveoja (Ford Fiesta WRC, Startnummer 2);
WM-Rang: 4
Rallye-Finnland-Starts: 7.
Bestes Ergebnis: Platz 5 (2015)
Nachdem er bei der Sardinien-Rallye Italien seinen ersten WM-Lauf
gewinnen konnte, hätte Ott Tänak diesen Erfolg in Polen fast
wiederholt – bis ein Fahrfehler auf den letzten Metern den Esten
zurückwarf. In Finnland will der Fiesta WRC-Fahrer gemeinsam mit
Copilot Martin Järveoja den Anschluss an die Tabellenspitze mit einem
weiteren Topresultat halten. Selbst der höchste Platz auf dem Podium
ist nicht ausgeschlossen.

„In Polen lief es am Schluss nicht ganz so wie gewünscht, aber wir
haben gezeigt, dass wir schnell genug sind für einen Sieg – diese
Erkenntnis nehmen wir mit nach Finnland, eine weitere sehr schnelle
Rallye, die zu meinen Favoriten zählt“, betont Tänak. „Wenn du dort
in den richtigen Rhythmus findest und eine perfekte Prüfung
ablieferst, ist das ein einzigartiges Gefühl – und von dem möchten
wir am kommenden Wochenende möglichst viele genießen. Die Strecken
erlauben wirklich hohe Geschwindigkeiten. Viele Kurven und Kuppen
sind nicht einsehbar, hinzu kommt das immer wieder überraschend hohe
Griplevel. Das verlangt viel Mut und Selbstvertrauen. Wer sich seiner
Sache nicht absolut sicher ist, kann niemals bis an das endgültige
Limit gehen und verliert viel Zeit. Und die lässt sich in Finnland
nur mühsam wieder aufholen.“

Elfyn Evans / Daniel Barritt (Ford Fiesta WRC, Startnummer 3);
WM-Rang: 6
Rallye-Finnland-Starts: 6.
Bestes Ergebnis: Platz 7 (2014)
Schon in der Vergangenheit konnte Elfyn Evans bei der Rallye Finnland
immer wieder mit guten Zeiten glänzen. Gemeinsam mit Beifahrer
Daniell Barritt hofft der Waliser auf eine saubere und schnelle
Vorstellung, die für eine vordere Platzierung bei dieser besonders
prestigeträchtigen WM-Rallye reicht.

„Keine Frage: Kaum eine Rallye im WM-Kalender macht so viel Spaß
wie die finnische“, bestätigt der 28-Jährige. „Mit den neuen World
Rally Cars dürfen wir uns auf eine spektakuläre Veranstaltung freuen.
Die Prüfungen sind so schnell, dass es auch auf einen absolut exakten
Aufschrieb und großes Selbstvertrauen ankommt. Die hohen
Geschwindigkeiten in Kombination mit der geforderten Präzision
stellen fahrtechnisch höchste Anforderungen und lassen keinerlei Raum
für Fehler. Wenn es gut für uns läuft, ist vieles möglich.“

Teemu Suninen/Mikko Markkula (Ford Fiesta WRC, Startnummer 15)
Rallye-Finnland-Starts: 3.
Bestes Ergebnis: Platz 10 (2016, WRC 2)
Ebenfalls mit einem Ford Fiesta WRC von M-Sport startet der Finne
Teemu Suninen in Finnland. Für das 23 Jahre junge Supertalent ist das
Heimspiel die erst zweite WM-Rallye am Steuer eines World Rally Cars
– in Polen benötigte der Youngster gerade Mal sechs
Wertungsprüfungen, um seine erste Bestzeit zu setzen.

„Natürlich weckt ein Heimspiel die Vorfreude immer besonders, aber
jetzt sitzen wir am Steuer eines World Rally Cars!“, erklärt Suninen.
„Sicher bin ich mit diesen schnellen Straßen aufgewachsen, aber was
Viele vergessen: Ich habe mit nur drei Starts noch recht wenig
Erfahrung bei der Rallye Finnland und konnte auch kaum mit einem
Allradfahrzeug trainieren. ,Ouninpohja““ zum Beispiel bin ich noch nie
in der Richtung gefahren, die in diesem Jahr auf dem Programm steht.
Nichtsdestotrotz ändert das nichts an unseren Zielen. In Polen
wollten wir unter die ersten Sechs kommen, das ist uns gelungen –
auch wenn wir auf der letzten Prüfung noch eine Platzierung verloren
haben. In Finnland müssen wir von Beginn an auf Zack sein um zu
erreichen, was wir uns vorgenommen haben.“

Dritter Start in der Junior-WM für Julius Tannert aus Zwickau

„Die Rallye Finnland ist für mich so etwas wie der ,Heilige Gral““
– diesen WM-Lauf will jeder Rallye-Fahrer einmal in seinem Leben
bestreiten“, betont Julius Tannert aus Zwickau. Der 27-Jährige nimmt
gemeinsam mit seinem österreichischen Copiloten Jürgen Heigl am
Steuer eines Ford Fiesta R2 in der Junioren-Weltmeisterschaft teil.
Nach vierten, dritten und fünften Plätzen auf Korsika, Sardinien und
in Polen steht nun die legendäre „1000 Seen“ für den Nachwuchsfahrer
auf dem Programm. Wie schwierig die bevorstehende Aufgabe ist, weiß
Tannert: „Die Rallye Finnland ist für uns auch so etwas wie eine
charakterbildende Maßnahme“, lacht der ADAC-Förderpilot. „Auf den
schnellen Schotterprüfungen mit ihren zahlreichen Sprungkuppen ist
Erfahrung und Streckenkenntnis natürlich von großem Vorteil. Aber wir
sehen es als Chance und nehmen erneut eine Podiumsplatzierung ins
Visier.“

Zu den besonderen Herausforderungen, die in den finnischen Wäldern
auf den jungen Sachsen warten, zählt bereits die Erstellung eines
passenden Aufschriebs – denn abgefahren dürfen die Wertungsprüfungen
im Vorfeld nur zweimal werden, und das mit stark reduziertem Tempo.
„Die Gefahr, Sprungkuppen falsch einzuschätzen, ist groß“, so
Tannert, der sich auch mit dem Studium von Onboardvideos vorbereitet.
„Aber wir haben uns Gedanken gemacht, wie wir unsere ,Pacenotes““
verfeinern. Es kommt darauf an, das Auto vor dem Absprung richtig zu
positionieren und nicht zu weit zu fliegen. Keine Sorgen mache ich
mir um das Flugverhalten des Fiesta R2. Das ist gut ausbalanciert,
und auch die Landungen steckt das moderne Fahrwerk tadellos weg.“

Ford-Werke GmbH

Die Ford-Werke GmbH ist ein deutsches Automobilunternehmen mit
Sitz in Köln. Das Unternehmen beschäftigt an den Standorten Köln und
Saarlouis mehr als 24.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Seit der
Gründung des Unternehmens im Jahr 1925 wurden mehr als 40 Millionen
Fahrzeuge produziert. Für weitere Informationen zu den Produkten von
Ford besuchen Sie bitte www.ford.de

Pressekontakt:
Hartwig Petersen
Ford-Werke GmbH
+49 (0) 221/90-17513
hpeter10@ford.com

Original-Content von: Ford-Werke GmbH, übermittelt durch news aktuell

Kurz-URL: http://www.88news.de/?p=1513715

Erstellt von an 24 Jul 2017. geschrieben in Auto/Verkehr, Bilder. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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