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Frankfurter Rundschau: Kain und Abel





„Wir sind wie Kain und Abel“, hatte Anthony
Scaramucci als designierter Kommunikationsdirektor über Stabschef
Reince Priebus gesagt. Kain, so steht es im Alten Testament, hatte
aus Neid seinen Bruder Abel erschlagen. Tatsächlich war Priebus bald
erledigt. Doch Trump gefiel das von ihm angestoßene Schauspiel nicht.
Also wurde auch Scaramucci gefeuert. Nun sind Kain und Abel tot. Die
abgedrehte Reality-Show aus dem Weißen Haus mag unterhaltsam wirken.
Aber Trump schießt scharf. Jeden Tag beschädigt er das Ansehen seines
Amts und der Demokratie. Je weniger er politisch erreicht, desto
hemmungsloser diffamiert er Minderheiten, ermuntert zu Polizeigewalt
und schürt außenpolitische Konflikte. Die Selbst-Demontage eines
narzisstischen Dilettanten könnte die Welt gelassen verfolgen. Die
Beschädigung zivilisatorischer Werte aber muss sie alarmieren.

Pressekontakt:
Frankfurter Rundschau
Ressort Politik
Telefon: 069/2199-3222

Original-Content von: Frankfurter Rundschau, übermittelt durch news aktuell

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Erstellt von an 1 Aug 2017. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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