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Gebrauchtwagen erzielen wieder höhere Preise






 

Bad Homburg, Juli 2016. „Die Marktpreise für Gebrauchtwagen und typische Leasingrückläufer lagen im ersten Halbjahr 2016 bis zu 0,6 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Seit einigen Monaten sind sie stabil bei 36,4 Prozent des unverbindlich vom Hersteller empfohlenen Neuwagenpreises zum Zeitpunkt der Anschaffung“, sagt Michael Velte, Vorstandsvorsitzender des VMF – Verband der markenunabhängigen Fuhrparkmanagementgesellschaften und Geschäftsführer der Deutsche Leasing Fleet GmbH. Das zeigt der aktuelle VMF-Restwert-Indikator. Der Index berücksichtigt dabei weiterhin die vom VW-/Audi-Abgasskandal betroffenen Dieselfahrzeuge nicht, da sonst eine negative Tendenz zu verzeichnen wäre. Das würde das Gesamtmarkt-Ergebnis verfälschen.

Der durchschnittliche Wert des VMF-Restwert-Index (RWI) von 36,4 Prozent der unverbindlichen Preisempfehlung (UPE) war im ersten Halbjahr nur marginal über- bzw. unterschritten worden. Für einen jungen, im Schnitt 40 Monate alten Gebrauchtwagen erzielt der auf dieser Basis ermittelte Händlereinkaufspreis aktuell, bei einem durchschnittlichen Neuwagenpreis von inzwischen mehr als 28.000 Euro, also rund 10.192 Euro. „Dieser tendenzielle Anstieg der Gebrauchtwagenpeise wird in einem klassischen Mehrmarkenfuhrpark allerdings in Summe schnell wieder wirkungslos, weil gleichzeitig die vom Abgasskandal betroffenen Fahrzeuge einen spürbaren Wertverlust in der Vermarktung aufweisen“, sagt Velte. Selbst VW Financial Services berichtet jetzt, dass in deren Bestand das Restwertrisiko nach Ausbruch der Krise um über 600 Millionen massiv angestiegen ist. Das hat natürlich auch für Fuhrparkbetreiber, die in einem eigenen Verwertungsrisiko sind, erhebliche Auswirkungen in der TCO Betrachtung nach Nutzung und Verkauf solcher Fahrzeuge.

Für den weiteren Verlauf des Jahres 2016 erwartet der VMF stabile Restwerte, sofern die Sondersituation bei betroffenen VW-/Audi-Dieselfahrzeugen ausgeblendet wird. „Fahrer und Betreiber sind nach wie vor durch den Dieselskandal sehr verunsichert, vor allem durch die mangelnde Transparenz und unklare Kommunikation“, ist der VMF besorgt. „Das hat natürlicherweise auch Konsequenzen für die Car Policies und die Markenwahl der Kunden am Anfang der Leasingzeit“. Schließlich wollen letztere unschöne Überraschungen am Ende der Vertragslaufzeit vermeiden.

Der VMF-Restwert-Indikator (RWI)
Der VMF-Restwert-Indikator ist ein Langzeitvergleich des Verbands markenunabhängiger Fuhrparkmanagementgesellschaften e. V. (VMF) und ein gutes Werkzeug zur Einschätzung der Marktlage. Aus einem regelmäßig (zuletzt im Oktober 2015) „eingefrorenen“ Bündel von circa 10.000 Fahrzeugen verschiedener Fabrikate, aktueller Modelle, Laufzeiten und Laufleistungen, also einem typischer Weise in einem gewerblichen Fuhrpark genutzten Mix, wird jeden Monat eine Bewertung zu Händlereinkaufspreisen durch unabhängige Marktbeobachter bspw. Schwacke sowie durch die aktuellen Erfahrungswerte aus den VMF Entwicklungen ermittelt. Durch diese monatliche Bewertung der theoretischen Vermarktung kann der Werteverlauf des Gebrauchtwagenmarktes sehr gut verfolgt werden. Das Ergebnis zeigt den durchschnittlichen Wiederverkaufswert, also den zu erzielenden Restwert der circa 36 bis 42 Monate alten Pkw.

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Erstellt von an 29 Jul 2016. geschrieben in Auto/Verkehr, Bilder. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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