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Gerresheimer im dritten Quartal: Leichte Verbesserung der Adjusted EBITDA-Marge





– Umsatz sinkt von EUR 350,4 Mio. im 3. Quartal 2016 auf EUR 331,5
Mio. im 3. Quartal 2017, organisch -4,3 Prozent. Adjusted
EBITDA-Marge auf 23,4 Prozent leicht verbessert (3. Quartal
2016: 23,2 Prozent)
– EBITDA-Leverage mit 2,6 wieder auf Niveau zum 30. November 2016
und damit deutlich besser als erwartet
– Emission eines Schuldscheindarlehens in Höhe von EUR 250 Mio.
erfolgreich abgeschlossen
– Prognose: Gutes 4. Quartal 2017 erwartet. Dennoch zeichnen sich
Umsatzrisiken in einer Größenordnung von EUR 30 Mio., bezogen
auf die letzte Erwartung für das Geschäftsjahr 2017 von EUR 1,4
Mrd., ab, mit negativen Auswirkungen auf das Adjusted EBITDA und
das bereinigte Ergebnis je Aktie

Düsseldorf, 11. Oktober 2017 – Die Gerresheimer AG sieht nach
verhaltenen neun Monaten eine Erholung des Umsatzes im vierten
Quartal. Obwohl der Umsatz im dritten Quartal 2017 rückläufig war,
konnte das Unternehmen dank striktem Kostenmanagement die Adjusted
EBITDA-Marge auf 23,4 Prozent leicht verbessern.

Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2017 (1. Juni 2017 bis 31.
August 2017) hat Gerresheimer einen Umsatz von EUR 331,5 Mio. erzielt
und lag damit um 5,4 Prozent unter dem Wert des Vorjahresquartals von
EUR 350,4 Mio. Organisch, d.h. bereinigt um Währungseffekte und um
Akquisitionen und Desinvestitionen, sank der Umsatz um 4,3 Prozent.
Im dritten Quartal setzte sich eine geringere Nachfrage nach
medizinischen Kunststoffsystemen bei einigen Pharmakunden fort, bei
denen Gerresheimer Alleinlieferant ist. Zusätzlich verstärkt wurde
dieser Effekt durch einen Nachfragerückgang im Inhalatorgeschäft,
welcher durch das neue Inhalatorprojekt im amerikanischen Peachtree
City im vierten Quartal 2017 nur teilweise kompensiert werden sollte.
Daneben wurden im dritten Quartal wie erwartet weniger Umsätze mit
Entwicklungsleistungen und Werkzeugen für medizinische
Kunststoffsysteme als im Vorjahresquartal gemacht. Temporäre
Schwankungen im Jahresverlauf sind üblich und im Wesentlichen durch
die Abrechnung von größeren Kundenprojekten bedingt. Hier erwartet
das Unternehmen im vierten Quartal 2017 eine deutliche Steigerung.
Das Geschäft mit Kunststoffverpackungen für feste und flüssige
Medikamente lag im dritten Quartal leicht über Vorjahr. Der Umsatz
mit Primärverpackungen aus Glas lag im dritten Quartal unter Vorjahr,
was insbesondere an rückläufigen Umsätzen in Nordamerika liegt.
Außerhalb Nordamerikas lagen die Umsätze mit Primärverpackungen aus
Glas nahezu auf dem Niveau des Vorjahres.

Das operative Ergebnis (Adjusted EBITDA) ist von EUR 81,2 Mio. im
dritten Quartal 2016 auf EUR 77,6 Mio. gesunken. Währungsbereinigt
betrug das Adjusted EBITDA EUR 79,0 Mio. Die Adjusted EBITDA-Marge im
dritten Quartal 2017 konnte aufgrund einer strengen Kostenkontrolle
sowie kontinuierlicher Fokussierung auf betriebliche Effizienz mit
23,4 Prozent leicht verbessert werden. Im dritten Quartal wies
Gerresheimer ein Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft von EUR
26,3 Mio. aus, im Vergleich zu EUR 31,3 Mio. ein Jahr zuvor. Das
bereinigte Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft betrug im
dritten Quartal 2017 EUR 32,1 Mio., nach EUR 37,0 Mio. im
Vorjahresquartal. Als Konsequenz ergibt sich damit das bereinigte
Ergebnis aus fortzuführendem Geschäft je Aktie nach nicht
beherrschenden Anteilen von EUR 1,00 im dritten Quartal 2017, nach
EUR 1,17 im Vorjahr.

Der Verschuldungsgrad (Adjusted EBITDA-Leverage), gemessen als
Nettofinanzschulden zum Adjusted EBITDA, betrug zum 31. August 2017
2,6 und lag damit wieder auf demselben Niveau wie zum Ende des
Geschäftsjahres 2016 und damit besser als erwartet.

Am 27. September 2017, also nach dem Stichtag des
Quartalsabschlusses, hat Gerresheimer ein Schuldscheindarlehen von
EUR 250 Mio. erfolgreich am Markt platziert. Das Schuldscheindarlehen
ist überwiegend mit fixer Verzinsung ausgestattet, bei fünf-, sieben-
und zehnjähriger Laufzeit beträgt der Zinssatz 0,82 Prozent, 1,25
Prozent bzw. 1,72 Prozent. Damit ist die Finanzierung der am 19. Mai
2018 auslaufenden Schuldverschreibung in Höhe von EUR 300 Mio.
bereits jetzt sichergestellt.

Im dritten Quartal 2017 investierte Gerresheimer EUR 28,9 Mio.
nach EUR 32,4 Mio. im Vorjahresquartal. Schwerpunkte der
Investitionen lagen auf dem Erwerb einer exklusiven Lizenz für ein
integriertes, passives Spritzensicherheitssystem sowie der Schaffung
von zusätzlichen Produktionskapazitäten zur Produktion von
Kunststoffverpackungen in den USA. Bei Primärverpackungen aus Glas
wurde im Wesentlichen in Formen, Werkzeuge und
Modernisierungsmaßnahmen investiert.

Ausblick

Für das Geschäftsjahr 2017 geht Gerresheimer von folgenden
Erwartungen aus, gemessen jeweils zu konstanten Wechselkursen sowie
ohne Akquisitionen oder Desinvestitionen. Dabei hat das Unternehmen
für den US-Dollar, der mit einem Anteil von rund einem Drittel am
Konzernumsatz in 2017 den größten Währungseinfluss auf die
Konzernwährung haben dürfte, eine Wechselkursannahme von rund USD
1,10 je EUR 1,00 zugrunde gelegt.

Gerresheimer erwartet ein gutes viertes Quartal 2017. Dennoch ist
der Ausblick beim währungsbereinigten Konzernumsatz von rund EUR 1,4
Mrd. im Geschäftsjahr 2017 aus derzeitiger Sicht eher schwer zu
realisieren. Interne Schätzungen gehen von einem Risiko von rund EUR
30 Mio. aus. Sollte sich das Risiko in den Umsatzerlösen in Höhe von
EUR 30 Mio. materialisieren, wovon derzeit tendenziell auszugehen
ist, kann das Adjusted EBITDA des Konzerns gegenüber der Erwartung
von rund EUR 320 Mio. etwa EUR 10 Mio. niedriger ausfallen. Damit
könnte das bereinigte Ergebnis aus fortzuführendem Geschäft je Aktie
nach nicht beherrschenden Anteilen um rund EUR 0,17, bezogen auf die
Erwartung von rund EUR 4,25 geringer sein. Dies auch vor dem
Hintergrund, dass Gerresheimer kumuliert bis zum Ende des dritten
Quartals 2017 bereits einen währungsbereinigten Rückstand von rund
EUR 48 Mio. gegenüber dem Vorjahr erwirtschaftet hat. Insgesamt
stellt die Auslieferung aller für das vierte Quartal 2017
eingegangenen Aufträge schon heute eine große Herausforderung dar.
Verstärkt wird dieser Effekt u.a. durch externe Faktoren wie die
Gesamtdynamik der Pharma-Kunden in Summe und insbesondere in Bezug
auf den US-Markt oder Supply Chain Unterbrechungen, die die
beschriebenen Risiken in der Umsatzrealisierung gegebenenfalls
verstärken könnten. Unverändert erwartet das Unternehmen, dass das
Investitionsvolumen des Geschäftsjahres 2017 rund 8 Prozent des
Umsatzes zu konstanten Wechselkursen betragen wird.

An der Prognose für 2018 hält das Unternehmen vom Grundsatz her
fest, basierend auf den Umsatzerlösen zum Jahresende 2017.

Den Quartalsbericht finden Sie unter:
www.gerresheimer.com/investor-relations/berichte

Pressekontakt:
Jens Kürten
Group Senior Director Communication & Marketing
Phone +49 211 6181-250
Telefax +49 211 6181-241
j.kuerten@gerresheimer.com

Original-Content von: Gerresheimer AG, übermittelt durch news aktuell

Kurz-URL: http://www.88news.de/?p=1539057

Erstellt von an 11 Okt 2017. geschrieben in Geld. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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