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Hausbau: Minimalismus – Downsizing ein neuer Trend






 

Wohlbefinden, Gelassenheit und Freude – großes Glück auf kleinstem Raum, der neue Trend zur Verwirklichung der eigenen vier Wände. Minimalistisch gepaart mit Eleganz und Nachhaltigkeit zeichnet den perfekten Wunsch von der neuen Wohntrendentwicklung aus. Heiko Brunzel, Bauunternehmer der Brunzel Bau GmbH aus Velten in Brandenburg führt aus, dass der Trend des Minimalismus im Besonderen dem Wunsch nach Individualität und Freiheit nachkommt. Ein glückliches Leben fernab vom anstrengenden Konsumdrang und von Überflüssigkeiten.

Wandel: Trends kommen und gehen

Bauunternehmer Brunzel bestätigt, dass die architektonischen Ansprüche aber trotzdem an den Bau steigen. Die Nutzung jedes Quadratmeters ist genauso Ziel, wie den ökologischen Fußabdruck zu minimieren und durch organische Architektur eine Harmonie Gebäude zur umgebenen Natur zu schaffen. Bauunternehmer Heiko Brunzel hat in seinen über zwanzig jähriger Erfahrung etliche Trends begleitet. Zahlreiche Bauten in den letzten Jahrzehnten, die durch sein Unternehmen geplant, erstellt und verwirklicht wurden verdeutlichen durch Art und Weise, Material und Architektur die unterschiedlichen Trendrichtungen. Unter den sozialen Erscheinungen spielt die Ästhetisierung des Lebensalltags eine tragende Rolle. Deutlich ist dieser Epochenwandel in Bezug auf Alltagsgegenstände zu erklären: „Subjekte sich im Alltag nicht mehr nur zweckorientiert, sondern werden zudem ästhetisch betrachtet und genutzt. Dieser Wandel verändert damit die Lebenswelt. Historisch betrachtet entstanden Gesellschaften aus der Not heraus, diese wurden durch Gesellschaften durch Überfluss abgelöst. Damit vollziehen sich Veränderungen in allen Lebensbereichen, das Überleben steht nicht mehr im Fokus für Gesellschaftsgründungen“, erläutert Heiko Brunzel.

Moderne Gesellschaft – Produktivität – Dienstleistung

Materielle Grundlage des Wandels ist die Entwicklung der modernen Gesellschaft, von der Mangel- zur Überflussgesellschaft. Studien bestätigen, dass insbesondere in den 60er- und 70er-Jahren des letzten Jahrhunderts die Masseneinkommen im Gleichschritt mit der Produktivität einen langen Zeitraum hindurch kontinuierlich zugenommen haben. Diese Entwicklung, aber auch der Auf- und Ausbau des Sozial- und Wohlfahrtsstaates führten dazu, dass die materielle Not und soziale Unsicherheit gemildert und die Versorgung der gesamten Bevölkerung mit Gütern und Dienstleistungen wesentlich verbessert werden konnte, gibt Heiko Brunzel zu bedenken.

Die ökonomische und politische Entwicklung hatte ganz zentrale Auswirkungen auf die Gesellschaft. Im allgemein ansteigenden Lebensstandard sind auch in den unteren sozialökonomischen Klassen materielle Notlagen weitgehend dahingeschmolzen. „Aus mittel- und rechtslosen Mitbürgern, die vordem tatsächlich nichts zu verlieren hatten als ihre „Ketten“ (ein Ausspruch von Karl Marx), sind kaufkräftige, souveräne Konsumenten und Bürgerinnen geworden. Dies mit einer Fülle von individuellen Rechten der politischen und der sozialen Teilnahme (Marshall, 1992). Bauunternehmer Heiko Brunzel verdeutlicht, dass gleichzeitig der Strukturwandel zu Dienstleistungs- und Informations- und Wissensgesellschaft, der Ausbau und die Öffnung des Bildungswesens neue Aufstiegschancen und damit ein Aufbrechen geschlossener Klassenwelten bewirkt haben. Auf diese Weise ist es zu einem nachhaltigen Schub der Individualisierung, Auflösung gekommen. Diese Entwicklung hat Veränderungen der Verhältnisse der Subjekte zu ihrer Umwelt und sich selbst ermöglicht.

Die Vereinfachung des Lebensstils: Erleben – Erfahren – Erlernen

Überfluss verändert die Gesellschaft, damit das individuelle Selbstverständnis. Heiko Brunzel diskutiert die Frage: Wie einen persönlichen Mehrwert schaffen – Zeichen in der Bauwirtschaft? Brunzel: „Der Minimalismus ist ein Weg, diese Frage zu beantworten. Welche Dinge bringen einen Mehrwert, die Vereinfachung des Lebensstils. Die Vorfahren hatten für den Alltag, was benötigt wurde und das oftmals auf geringem Platz. Betten, Schränke, Stühle, Tische und vieles mehr wurden mehrfach geteilt. Ein Raum (oftmals die Küche) wurde geheizt, das Sonntagezimmer an besonderen Tagen oder für besondere Feierlichkeiten. Die Überflussgesellschaft leidet an Reizüberflutung, Konsum und Unzufriedenheit.“ Die Bauwirtschaft erlebt diese Überflussreizung in Form von Downsizing. Die Erlebnisgesellschaft hat den Schwerpunkt in der Handlungsorientierung, aber nicht mehr in der instrumentellen Dimension des Verfügens, sondern in der ästhetischen Dimension des Erlebens. Durch den Trend Minimalismus erhofft sich die Erlebnisgesellschaft eine neue Wohlfühlformel für Zuhause und in der Arbeitswelt zu erlernen.

Kurz-URL: http://www.88news.de/?p=1543421

Erstellt von an 23 Okt 2017. geschrieben in Bilder, Bildung/Job. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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