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Heilbronner Stimme: Techniker Krankenkasse: Investitionen in Kliniken durch Kürzungen bei Pflegepersonal Krankenhausgesellschaft: Überdurchschnittliche Personalquote im Südwesten





Die Techniker Krankenkassen (TK) wirft den
Kliniken im Land Kürzungen beim Pflegepersonal vor: „Leider kommt es
vor, dass Krankenhäuser dazu übergehen, fehlende Mittel für
Investitionen durch Einsparungen im laufenden Betrieb – also auch
beim Pflegepersonal – zu kompensieren“, sagte Andreas Vogt,
Landeschef der Techniker Krankenkasse (TK), der Heilbronner Stimme
(Freitag). Dies führe zu Qualitätseinbußen in der Versorgung. Die TK
begrüße daher die Pflegeuntergrenzen in Krankenhäusern, gerade in
besonders pflegeintensiven Bereichen. Darüber, wie diese Untergrenzen
aussehen können, wird gerade auf Spitzenebene der Krankenhäuser und
Kassen diskutiert.

„Allein mit Pflegestellenförderprogrammen wird sich an der
Situation nichts nachhaltig verändern“, erklärte Vogt. Die Kassen in
Baden-Württemberg hatten zwischen 2009 und 2011 25 Millionen Euro für
zusätzliches Pflegepersonal investiert. Damit seien zunächst rund 500
zusätzliche Pflegestellen geschaffen. Vogt: „Nach Ablauf des
Programms hat sich die Zahl der Pflegekräfte allerdings deutlich
verringert – das Programm ist also verpufft.“

Matthias Einwag, Geschäftsführer der Baden-Württembergischen
Krankenhausgesellschaft (BWKG), hält dagegen. Die Personalquote in
der Pflege im Land sei vergleichsweise hoch: Laut Statistischem
Bundesamt arbeiteten in den Krankenhäusern in Baden-Württemberg schon
jetzt insgesamt gut fünf Prozent mehr Pflegekräfte als im
Bundesdurchschnitt. Trotzdem fordert Einwag mehr Geld für die
Refinanzierung weiterer Personalstellen. „Allein im Jahr 2016 haben
die Krankenhäuser im Land mehr als 400 Stellen für Pflegekräfte
zusätzlich geschaffen und neu besetzt. Und sie hätten noch deutlich
mehr Pflegepersonal eingestellt, wenn die überdurchschnittlichen
Lohnkosten im Land endlich finanziert würden“, sagte Einwag der
„Heilbronner Stimme“. Für die Finanzierung von Personalstellen sind
die Krankenkassen zuständig.

Nach einer Erhebung der Deutschen Stiftung Patientenschutz hat die
Zahl der Pflegekräften in den Kliniken in den vergangenen Jahren
abgenommen.

Pressekontakt:
Heilbronner Stimme
Chefredaktion
Telefon: +49 (07131) 615-794
politik@stimme.de

Original-Content von: Heilbronner Stimme, übermittelt durch news aktuell

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Erstellt von an 5 Okt 2017. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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