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Heilpraktiker sind ein unverzichtbarer Bestandteil des Gesundheitswesens





„Ich musste schmunzeln, als ich die Erklärung dieser Experten zum ersten Mal gelesen habe, denn aus meiner Sicht geht es den Unterzeichnenden mitnichten nur um das Wohl der Patienten, sondern viel mehr um das eigene Wohl“, sagt Nanete Leick. Die Gründerin und Inhaberin der anerkannten Curamus-Schule in Sinzig am Rhein bereitet seit vielen Jahren Menschen erfolgreich auf die Heilpraktikerprüfung vor. „Für mich liest sich das wie der Wunsch nach der kompletten Abschaffung der Naturheilkunde. Als fadenscheinige Begründung werden hier einige, tatsächlich streng zu verurteilende Einzelfälle von mutmaßlichen Kriminellen herangezogen, um damit die gute, sorgsame und sehr erfolgreiche Arbeit von tausenden Heilpraktikerinnen und Heilpraktikern zu diskreditieren.
Eine völlig untergeordnete Rolle scheint der Wunsch der Patienten zu spielen. Zwar wird anerkannt, dass Patienten von Heilpraktikern „Zuwendung und wohltuende Aufmerksamkeit“ bekommen, dies ist jedoch nach Meinung des Münsteraner Kreises offensichtlich kein Kriterium für eine ““gute““ Behandlung. Den Patienten wird die Kompetenz, für sich selbst zu entscheiden, welche Art der Therapie sie in Anspruch nehmen möchten komplett abgesprochen. „Die Tatsache, dass gerade Menschen, die unter chronischen Erkrankungen leiden oder ““austherapiert““ sind, sich für eine Behandlung bei einem Heilpraktiker entscheiden, wird völlig ignoriert. Ebenfalls ignoriert wird der Wunsch vieler Menschen, alternative Behandlungsmethoden als gute Ergänzung einer schulmedizinischen Versorgung zu nutzen. Der „Expertengruppe“ scheint das so unerträglich zu sein, dass für sie scheinbar nur das Weltbild der einzig wahren (Schul-) Medizin gelten kann“, so Nanete Leick.
„Offensichtlich haben die „Experten“ in ihrem Wunsch, einen Berufsstand zu verbieten, leider vergessen, einen Vertreter der Heilpraktiker einzuladen. Wenn ich ein Problem mit anderen Menschen habe, rede ich mit ihnen und nicht über sie.“, schließt Nanete Leick ihre Betrachtungen ab.

Das Ende der Naturheilkunde
Als Begründung ihrer Forderung nach Abschaffung des Berufes ““Heilpraktiker““ führt die „Expertengruppe“ Fehlbehandlungen und eine Gefährdung von Patienten an. Diese Behauptung wird jedoch mit keinerlei empirischen Daten belegt. „Stattdessen werden polemische Äußerungen und Einzelfälle genutzt, wo stichhaltige Argumente fehlen. Das vermeintliche Gefährdungspotenzial lässt sich schwer nachvollziehen, da die Gruppe an anderer Stelle von der Unwirksamkeit der Alternativmedizin, bestenfalls einem Placebo-Effekt spricht, was dann die Frage aufwirft: Wie kann etwas gefährlich sein, was keine Wirkung hat?“
Des Weiteren unterliegt jeder Heilpraktiker einer „arztgleichen Sorgfaltspflicht“ und darf Therapien nur anwenden, wenn er sie sicher beherrscht und „seine Fähigkeiten oder Kenntnisse ausreichen um eine ausreichende Diagnose zu stellen und eine sachgemäße Heilbehandlung einzuleiten…“ – so der Bundesgerichtshof. Diese Tatsache scheint der „Expertengruppe“ offensichtlich nicht bekannt zu sein, haben sie diese in ihrem Memorandum doch völlig außer Acht gelassen.
Eine neutrale Risikobewertung ergibt sich übrigens sehr schnell, wenn man sich anschaut, wie günstig eine Berufshaftpflichtversicherung für Heilpraktiker im Vergleich zu anderen Berufsgruppen ist.
Allen Heilpraktikern werden pauschal Kompetenzmangel, minimale Kenntnisse und mangelhafte Patientenaufklärung unterstellt, da nur eine „minimalistische“ Prüfung abgelegt werden müsse. Unterstützt wird diese Behauptung durch die Aussage des Vorstandes der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, es sei einfacher Heilpraktiker zu werden als Krankenpfleger. „Leider zeigen solche Äußerungen nur die absolute Unkenntnis über den aktuellen Standard der Heilpraktikerprüfung und die Anforderungen an das medizinische Grundlagenwissen, das ein Heilpraktiker haben muss, um die schriftliche, mündliche und praktische Prüfung durch den Amtsarzt zu bestehen“, ist Nanete Leick verärgert.

Verbesserte Ausbildung sogar wünschenswert
Natürlich kann man über Veränderung der Heilpraktikerausbildung diskutieren, meint auch Nanete Leick: „Ich würde mir wünschen, dass die Ausbildung weiter ausgebaut und angemessene Standards festgelegt würden. Wenn Schulen – ob klein oder groß – ihre Qualität zum Beispiel durch Veröffentlichung ihrer Bestehensquoten nachweisen müssten, wäre für maximale Transparenz gesorgt.

In der Zusammenarbeit liegt die Stärke
Die vom Münsteraner Kreis geschürte Panik ist völlig unbegründet und hilft den Patienten nicht. Es wäre im Gegenteil viel sinnvoller, wenn Ärzte und Heilpraktiker enger zusammenarbeiten und sich ergänzen würden, findet auch Nanete Leick: „Leider sehen einige Ärzte im Heilpraktiker offenbar eine unliebsame Konkurrenz, statt einer Bereicherung des medizinischen Angebots für Patienten. Hier wäre ein Umdenken und Kooperieren auf allen Ebenen die bessere Lösung – für alle und die Patienten im Besonderen.

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Erstellt von an 30 Aug 2017. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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