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Jubiläum für den SKODA 450: Vorgänger des FELICIA-Cabriolets feiert 60. Geburtstag (FOTO)






 


– Im September 1957 gab der 2+2-Sitzer mit Faltdach seine
Messepremiere in Brünn
– SKODA 450 war direkter Vorgänger des äußerst beliebten SKODA
FELICIA-Cabrios
– Insgesamt 1.010 Exemplare rollten vom Band, rund zwei Drittel
davon lieferte SKODA an ausländische Kunden, unter anderem in
den USA

SKODA AUTO feiert das Jubiläum eines wegweisenden Modells: Vor
genau 60 Jahren, im September 1957, debütierte der SKODA 450 auf der
Maschinenbau-Messe in Brünn. Der elegante Roadster verfügte über ein
Faltdach und zeichnete sich durch sein attraktives, sportliches
Design aus. Das Modell lief im Werk Kvasiny vom Band und war vor
allem für die anspruchsvollen internationalen Märkte bestimmt,
darunter Deutschland, Großbritannien und die USA. 1959 präsentierte
die tschechische Traditionsmarke mit dem SKODA FELICIA-Cabriolet den
äußerst erfolgreichen Nachfolger.

Im September 1957 zeigte der größte tschechische Automobilbauer
den mehr als 1,6 Millionen Besuchern der dritten tschechoslowakischen
Maschinenbau-Ausstellung in Brünn ein besonderes Highlight: den neuen
Roadster SKODA 450. Das Serienmodell lehnte sich eng an die Studie
SKODA 440 Roadster an, die der Automobilhersteller ein Jahr zuvor an
gleicher Stelle der Öffentlichkeit vorgestellt hatte. Im Oktober 1957
sorgte der SKODA 450 dann auch außerhalb der Grenzen der ehemaligen
Tschechoslowakei für Furore: Bei seinem Debüt auf der Automobilmesse
in London stand der Roadster gemeinsam mit der amtierenden Miss USA,
Charlotte Sheffield (1936 – 2016), im Rampenlicht. Der renommierte
Fotograf Vilém Heckel setzte den SKODA 450 und die Schönheitskönigin
gemeinsam in Szene. Diese Bilderserie zählt bis heute zum goldenen
Fundus tschechoslowakischer Werbefotografie.

Der SKODA 450 war die Topausführung der Baureihe 440-445-450. Die
Modellbezeichnung leitete sich aus der Anzahl der Zylinder und der
Motorleistung von 50 PS (36,8 kW) ab. Der längs eingebaute
Vierzylindermotor trieb die Hinterräder an. Aufgrund seines
innovativen Rahmenkonzepts mit Einzelradaufhängung profitierten die
Passagiere auch auf schlechten Straßen vom souveränen Fahrverhalten
des Roadsters. Zur großen Beliebtheit des 2+2-Sitzers trugen neben
seinem attraktiven Design auch der geräumige Innenraum sowie das
praktische Faltdach bei. Fahrer und Beifahrer nahmen auf einer
einteiligen Sitzbank Platz. Die einzeln klappbaren Sitzlehnen
ermöglichten den bequemen Zustieg zu den beiden hinteren Plätzen.

Mit einem Leergewicht von 930 Kilogramm beschleunigte der 4,07
Meter lange, 1,60 Meter breite und 1,38 Meter hohe SKODA 450 auf bis
zu 128 km/h. Der 1.089 Kubikzentimeter große Vierzylinder verfügte
über zwei Vergaser und begnügte sich im Durchschnitt mit neun Litern
Benzin pro 100 Kilometer. Die einzelnen Fahrstufen des
Vierganggetriebes konnten die Fahrerinnen und Fahrer mithilfe des
Schalthebels an der Lenksäule sortieren.

Bis Ende 1957 entstanden im Werk Kvasiny die ersten zehn
Vorserienmodelle des SKODA 450, die Serienproduktion lief im Sommer
1958 an. Bis zum Produktionsende fertigte SKODA insgesamt 1.010
Exemplare des Roadsters. Rund zwei Drittel aller hergestellten SKODA
450 gingen an Kunden im Ausland. Besonders bemerkenswert: SKODA
exportierte 408 Fahrzeuge dieses Typs in die USA – ein zu dieser Zeit
einzigartiger Erfolg für ein Produkt aus einem der damaligen
Ostblockstaaten. In der Tschechoslowakei läutete der SKODA 450 eine
Zeitenwende auf dem Automobilmarkt ein. Denn er war eines der ersten
Modelle, die Kunden auf dem freien Markt kaufen konnten, ohne wie
zuvor üblich mehrere Jahre auf den erforderlichen Bezugsschein warten
zu müssen. Der Preis für den SKODA 450 lag bei 42.000 Kronen. Damit
war der Roadster deutlich günstiger als die Modelle der Konkurrenz,
die ebenfalls ohne Bezugsschein angeboten wurden: Für einen GAZ 21
mussten Kunden 55.000 Kronen zahlen, der Tatra 603 kostete sogar
98.000 Kronen. Zudem überzeugte der SKODA 450 im direkten Vergleich
mit höherer Praktikabilität.

Zu Beginn des Jahres 1959 lief in Kvasiny mit dem SKODA FELICIA
der Nachfolger des 450 vom Band. Das neue Modell profitierte
sukzessive von mehreren technischen Weiterentwicklungen. So ersetzte
SKODA zum Beispiel die quer eingebauten Blattfedern an der
Vorderachse durch Schraubenfedern. Weitere Änderungen waren das neu
designte Armaturenbrett und die sportliche Mittelschaltung, die nun
auf dem Kardantunnel montiert war. Auch die damals modern gestalteten
Heckflossen an den hinteren Kotflügeln waren ein echter Hingucker.
Bis 1964 produzierte SKODA insgesamt 14.863 FELICIA. Hierzu zählte
auch die offene Sportwagenversion FELICIA SUPER, die wahlweise über
ein Faltdach oder ein Hardtop verfügte und vorwiegend für den Export
bestimmt war. Mit seiner Kombination aus zeitlosem, elegantem Design
sowie robuster und zuverlässiger Technik ist der FELICIA bis heute
eine der bedeutendsten Ikonen in der Unternehmensgeschichte von
SKODA. Das Modell zählt zu den begehrtesten Oldtimern der
tschechischen Nachkriegsgeschichte.

Pressekontakt:
Andreas Leue
Teamleiter Motorsport und Tradition
Telefon: +49 6150-133 126
E-Mail: andreas.leue@skoda-auto.de

Original-Content von: Skoda Auto Deutschland GmbH, übermittelt durch news aktuell

Kurz-URL: http://www.88news.de/?p=1533562

Erstellt von an 25 Sep 2017. geschrieben in Auto/Verkehr, Bilder. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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