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Kann die Anwendung von chemischen Reinigungsflüssigkeiten einen Rußpartikelfilter DPF zerstören?





Mittels Eintrag über eine Sprühsonde oder der Zugabe zum Kraftstoff, versprechen einige Anbieter eine vollkommene DPF Reinigung durch bspw. einer Senkung der Zündtemperatur des eingelagerten Rußes, oder dem herbeiführen einer chemischen Reaktion im Rußpartikelfilter DPF mit der sich dort befindenden Asche.

Doch was bewirkt eine Senkung der Zündtemperatur von Ruß durch Kraftstoffzusätze?

Moderne Dieselmotoren, entwickeln bei einwandfrei funktionierenden Komponenten und nach dem Erreichen der notwendigen Betriebstemperatur, einen mechanischen Wirkungsgrad von bis zu 45%. Dieser setzt sich aus zugeführter und abgegebener Leistung zusammen, wobei die zugeführte Leistung dabei immer höher sein sollte.
Dabei ist die Kraftstoffqualität ein ausschlaggebendes Kriterium. Bei Dieselfahrzeugen, wird diese mit der s.g. Cetanzahl bestimmt. Umso höher diese ist, desto zündwilliger ist der Kraftstoff.
Eine Zugabe von Zusätzen zum Kraftstoff, kann die Cetanzahl negativ beeinflussen. Durch eine Veränderung der Kraftstoffqualität, kann es zu Zündverzug, schlagartiger Verbrennung und dem s.g. Dieselnageln kommen. Die Folgen sind ein unvollkommener Verbrennungsprozess mit erhöhter Rußentwicklung. Eine “ Senkung der Zündtemperatur “ würde technisch bedeuten, dass ein Dieselmotor ständig zu kalt läuft und damit nicht zuletzt an Wirkungsgrad verlieren würde.

Was können chemische DPF Reinigungsflüssigkeiten verursachen?

Chemische Reinigungsflüssigkeiten, werden meist über einen demontierten Temperatursensor, mittels Sprühsonde auf die DPF Oberfläche aufgetragen. Bei einer anschließenden Probefahrt, oder dem herbeiführen einer statischen Regeneration, sollen durch eine chemische Reaktion im Inneren des Rußpartikelilters, eingelagerter Ruß verbrannt und vorhandene Aschemoleküle soweit zerkleinert werden, dass diese durch den Abgasstrang aus dem DPF ausgetragen werden.

Wo ist hier nun der ursprüngliche Nutzen des Partikelfilters und was geschieht im Inneren des Filters?

Nicht selten, entstehen aufgrund der chemischen Reaktion im Filterkeramikkern, enorm hohe Temperaturen von weit über 1000°C, welche diesen letztendlich schmelzen lassen. Sie haben während der notwendigen Probefahrt, keine Kontrolle über die chemischen Prozesse im Dieselpartikelfilter und können diese damit auch nicht beeinflussen. Bei Motornah verbauten Rußpartikelfiltern kann es im schlimmsten Falle zu einem Fahrzeugbrand kommen.

Unser Fazit lautet.

Kraftstoffzusätze wirken unserer Meinung nach eher kontraproduktiv. Chemische Reinigungsflüssigkeiten können unter Umständen einen DPF dauerhaft zerstören. Ein DPF sollte deshalb für eine effektive Reinigung immer in professionelle Hände gegeben werden. In unserem neu eingeführten Techniklexikon, können weitere interessante Artikel rund um das Thema Diagnose und DPF reinigen nachgelesen werden.

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Erstellt von an 21 Okt 2017. geschrieben in Auto/Verkehr. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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