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KfW-Anleihen auch im aktuellen Zinsumfeld weltweit stark nachgefragt





– Refinanzierungsbedarf für 2016 unverändert bei 70-75 Mrd. EUR
– Hohe Nachfrage nach liquiden EUR-Anleihen – selbst bei negativer
Rendite
– Hervorragender Marktzugang auch im USD ermöglicht die Emission
von liquiden Globalanleihen
– Anleihen in Britischen Pfund Sterling weiter stark nachgefragt
– 23 Uridashi-Anleihen in Japan platziert

Die KfW hat im ersten Halbjahr 2016 42,4 Mrd. EUR bzw. 58 % des
für dieses Jahr angestrebten Refinanzierungsvolumens an den
internationalen Kapitalmärkten aufgenommen. Der Zielkorridor für das
gesamte Jahr bleibt mit 70-75 Mrd. EUR unverändert.

Der globale Marktauftritt der KfW, der sowohl den Zugang zum EUR-
als auch zum USD-Markt sowie anderen Fremdwährungsmärkten
sicherstellt, ermöglicht es der KfW, gleichermaßen auf die aktuelle
Marktlage als auch auf das Investoreninteresse einzugehen. Auch in
einem Umfeld niedriger und negativer Zinsen hatte die große Nachfrage
Bestand.

Das erste Halbjahr 2016 zeichnete sich durch eine anhaltende
Unsicherheit in Bezug auf die wirtschaftliche Entwicklung in Europa
und weltweit aus. Zur Marktvolatilität erheblich beigetragen haben
insbesondere die anhaltenden Diskussionen über die
Zentralbankenpolitik sowie das Referendum in Großbritannien über
einen Verbleib in der Europäischen Union.

Auf die herausfordernden Marktbedingungen reagierte die KfW
abermals sehr flexibel. So weist das Refinanzierungsergebnis in der
ersten Jahreshälfte erneut einen höheren Anteil an USD (umgerechnet
rd. 20 Mrd. EUR, 47 % der gesamten Mittelaufnahme) auf als die
Heimatwährung EUR (rd. 16,5 Mrd. EUR, 39 %). Die Nachfrage nach
USD-Anleihen lag dabei schwerpunktmäßig auf kurzen bis mittleren
Laufzeiten. Dies ermöglichte eine erfolgreiche Platzierung von
insgesamt fünf USD-Globalanleihen mit Laufzeiten zwischen 2 und 5
Jahren. EUR-Anleihen der KfW wurden dagegen besonders stark in
mittleren und langen Laufzeiten nachgefragt; es wurden drei
EUR-Benchmarkanleihen mit Laufzeiten zwischen 5 und 10 Jahren
emittiert.

Die im EUR begebenen Anleihen sind Abbild der Investorenpräferenz:
auf der Suche nach Rendite werden immer längere Laufzeiten
nachgefragt – so hat die KfW Anfang des Jahres erneut eine
EUR-Anleihe mit einer Laufzeit von 20 Jahren begeben.

Aber selbst negative Renditen schreckten Investoren nicht ab: bei
einer EUR-Benchmarkanleihe mit einer Laufzeit von 5 Jahren und einer
negativen Rendite von -0,19 % p. a. übertraf die Nachfrage mit über 8
Mrd. EUR das Emissionsvolumen von 5 Mrd. EUR deutlich.

Erfreulich ist, dass sich die Diskussionen im Vorfeld des
Referendums in Großbritannien über einen Verbleib in der Europäischen
Union nicht negativ auf die Nachfrage nach KfW-Anleihen in GBP
ausgewirkt haben. Im Gegenteil: in der ersten Jahreshälfte wurde mit
insgesamt neun Transaktionen Anleihen mit einem Gegenwert von rd. 2,9
Mrd. EUR emittiert.

Die Nachfrage nach Anleihen für japanische Privatanleger
(Uridashi), die die KfW seit 2002 begibt, ist weiterhin sehr rege.
Sie ermöglichte im ersten Halbjahr 2016 eine Mittelaufnahme von mehr
als 1 Mrd. EUR Gegenwert aus dreiundzwanzig Transaktionen,
überwiegend denominiert in japanischen Yen. Angesichts anhaltend
guter Nachfrage ist ein Übertreffen des Vorjahrsergebnisses in Höhe
von 1,4 Mrd. EUR nicht ausgeschlossen.

Aus ihrem Greenbond-Programm hat die KfW im ersten Halbjahr
Anleihen in SEK und EUR mit einem Volumen von insgesamt 1,1 Mrd. EUR
platziert. Weitere Aktivitäten sind für die zweite Jahreshälfte in
diesem Segment geplant.

Auch für die zweite Jahreshälfte erwartet die KfW außergewöhnliche
Marktgegebenheiten. Die politischen und ökonomischen Nachwirkungen
der Volksbefragung im Vereinigten Königreich werden die Märkte weiter
beeinflussen, ebenso die anstehenden Präsidentschaftswahlen in den
USA. Darüber hinaus wird die Zentralbankpolitik der führenden
Notenbanken weiterhin starken Einfluss auf die Kapitalmärkte haben.
Die internationale Kapitalmarktaufstellung der KfW hat sich auch in
unsicheren Zeiten stets bewährt, und durch ihr flexibles Handeln ist
die Förderbank gut gerüstet für die Refinanzierung in der zweiten
Jahreshälfte.

Zahlen und Fakten zur Refinanzierung der KfW finden Sie unter:
http://ots.de/m46jK

Pressekontakt:
KfW, Palmengartenstr. 5 – 9, 60325 Frankfurt
Kommunikation (KOM) Nathalie Cahn
Tel. +49 (0)69 7431 2098, Fax: +49 (0)69 7431 3266,
E-Mail: Nathalie.Cahn@kfw.de, Internet: www.kfw.de

Kurz-URL: http://www.88news.de/?p=1379827

Erstellt von an 14 Jul 2016. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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