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Konjunktur bleibt solide aufwärtsgerichtet






 

Im IHK-Bezirk Heilbronn-Franken hat sich die Konjunktur im 2. Quartal 2016 weiter solide entwickelt. Die befragten Unternehmen schätzen sowohl ihre derzeitige Lage als auch ihre Geschäftsaussichten über die nächsten zwölf Monate besser als im Vorquartal ein. Während die Binnennachfrage weiter für konjunkturelle Zuversicht sorgt, bereitet momentan vor allem das internationale Umfeld Sorgen. Neben den ungeklärten Fragen in Europa prägen Rezessionen in Russland und Brasilien sowie die Wachstumsabschwächung in China das globale Bild. Der Blick in die Branchen zeigt entsprechend eine deutliche Lageverbesserung im Baugewerbe und im Handel. In der Industrie haben sich die Einschätzungen zur Geschäftslage hingegen nur geringfügig verbessert. Auf hohem Niveau nachgegeben haben die Lageurteile der Dienstleister.
Trotz konjunktureller Risiken zeigen sich die regionalen Unternehmen im 2. Quartal 2016 mit ihrer aktuellen Geschäftslage noch etwas zufriedener als im Frühjahr 2016. Die Hälfte (Vorquartal 48 Prozent) der Betriebe bezeichnet die aktuelle Lage als gut, während wie im Vorquartal nur 7 Prozent der Unternehmen mit dem Geschäftsverlauf unzufrieden sind. Das ist die beste Lageeinschätzung seit Herbst 2014.
Elke Döring, Hauptgeschäftsführerin der IHK Heilbronn-Franken: ?Die nach wie vor positive Konjunkturentwicklung ist erneut der guten Binnennachfrage geschuldet. Diese wird getragen von hohen Staatsausgaben, der Hochkonjunktur im Bausektor und kauffreudigen Verbrauchern, die von niedrigen Preisen, einer günstigen Arbeitsmarktlage und steigenden Löhnen profitieren. Schwer einschätzbar und fragil bleiben andererseits die Auslandsmärkte. Durch das Brexit-Votum der Briten werden diese Unwägbarkeiten noch erhöht. Befeuert von der guten Inlandsnachfrage und einer hohen Wettbewerbsfähigkeit setzt die regionale Wirtschaft jedoch weiterhin auf einen Fortgang der guten Konjunktur.?
Die Geschäftsaussichten der Betriebe für die kommenden zwölf Monate haben sich verbessert. Die Einschätzungen erreichen erneut den höchsten Stand seit gut zwei Jahren. 37 Prozent (Vorquartal 35 Prozent) der Unternehmen erwarten eine günstigere Geschäftsentwicklung, 7 Prozent (Vorquartal 9 Prozent) der Betriebe gehen von einem schlechteren Geschäftsverlauf aus.
Industrie erneut zugelegt
Die regionale Industrie zeigt sich mit der aktuellen Geschäftslage erneut etwas zufriedener als im Vorquartal. Während 49 Prozent (Vorquartal 46 Prozent) der Unternehmen von einer guten Geschäftslage sprechen, sind 7 Prozent (Vorquartal 6 Prozent) mit dem Geschäftsverlauf nicht zufrieden.
Aufgrund der derzeit geringen Dynamik der Weltwirtschaft gab es bei den Auftragseingängen aus dem Ausland einen Rückgang. 29 Prozent (Vorquartal 34 Prozent) der Betriebe melden steigende ausländische Auftragseingänge, 21 Prozent (Vorquartal 16 Prozent) klagen über Einbußen. Bei den Inlandsorders ist hingegen erneut ein Anstieg zu verzeichnen. 32 Prozent (Vorquartal 29 Prozent) der Unternehmen verweisen hier auf einen Zuwachs, nur 13 Prozent berichten wie im Vorquartal von einem Rückgang.
Die Geschäftsentwicklung in den nächsten zwölf Monaten wird so optimistisch wie zuletzt am Jahresbeginn 2014 eingeschätzt. 40 Prozent (Vorquartal 39 Prozent) der Industrieunternehmen erwarten einen günstigeren Geschäftsverlauf, 8 Prozent (Vorquartal 10 Prozent) blicken skeptisch in die Zukunft.
Hinsichtlich der zukünftigen Umsatzentwicklung kalkulieren 49 Prozent (Vorquartal 47 Prozent) mit einem Wachstum. Wie im Vorquartal erwarten 11 Prozent rückläufige Umsätze.
Angesichts der Aufwertung des Euro und der verhaltenen Wachstumsperspektiven der Weltwirtschaft erwartet jedoch nur noch ein Drittel (Vorquartal 38 Prozent) einen Anstieg der Exporte. 45 Prozent der Betriebe sehen in der Entwicklung der Auslandsnachfrage ein Geschäftsrisiko.
Bei den Investitionsplanungen ist hingegen eine deutliche Belebung festzustellen. 34 Prozent (Vorquartal 28 Prozent) der Betriebe planen steigende Inlandsinvestitionen.
Dienstleister geben nach
Die wirtschaftliche Lage der Dienstleister hat sich auf hohem Niveau verschlechtert. 51 Prozent (Vorquartal 56 Prozent) der Unternehmen bezeichnen die aktuelle Geschäftslage als gut, während 7 Prozent (Vorquartal 4 Prozent) der Dienstleister mit dem Geschäftsverlauf unzufrieden sind. Überdurchschnittlich gut fallen die Lageurteile in den Teilbereichen Arbeitnehmerüberlassung sowie Information- und Telekommunikation aus.
Die Auftragslage hat sich per saldo verbessert. 49 Prozent (Vorquartal 44 Prozent) melden steigende Auftragsvolumina.
Die Geschäftserwartungen fallen daher deutlich optimistischer als im Vorquartal aus. 41 Prozent (Vorquartal 34 Prozent) rechnen mit einem günstigeren Geschäftsverlauf, 3 Prozent (Vorquartal 13 Prozent) erwarten eine Verschlechterung.
Baugewerbe zieht weiter an
Die wirtschaftliche Lage im Baugewerbe hat sich auf hohem Niveau nochmals verbessert und jetzt den höchsten Stand seit beinahe vier Jahren erreicht. Während 73 Prozent (Vorquartal 68 Prozent) der Betriebe den Geschäftsverlauf als gut bezeichnen, sprechen nur 3 Prozent (Vorquartal 9 Prozent) von einer schlechten Geschäftslage.
46 Prozent (Vorquartal 30 Prozent) der Unternehmen melden gestiegene Auftragseingänge und wie bereits im Vorquartal musste kein Betrieb Rückgänge hinnehmen. Am besten ist die Auftragslage im Wohnungsbau. 39 Prozent der Betriebe verzeichnen einen höheren Auftragseingang. Auch im Straßen? und Tiefbau sowie im gewerblichen Hochbau berichten die Unternehmen per saldo von positiven Auftragseingängen. Dagegen überwiegen beim Auftragseingang im öffentlichen Hochbau die negativen Stimmen.
Die Geschäftserwartungen für die kommenden Monate haben sich leicht verschlechtert. Während nach wie vor kein Unternehmen mit einer ungünstigeren zukünftigen Geschäftsentwicklung rechnet, blicken nur noch 12 Prozent (Vorquartal 14 Prozent) optimistisch in die Zukunft.
Großhandel auf Zweijahreshoch
Die Hälfte (Vorquartal 47 Prozent) der Betriebe meldet eine gute Geschäftslage, lediglich 6 Prozent (Vorquartal 12 Prozent) der Großhändler sind mit dem Geschäftsverlauf unzufrieden. Sowohl im produktionsverbindenden als auch im konsumnahen Großhandel hat sich die aktuelle Geschäftslage gegenüber dem Vorquartal verbessert.
Kaum verändert haben sich die eingehenden Bestellungen. 36 Prozent (Vorquartal 35 Prozent) melden einen Anstieg der Bestellungen, während wie im Vorquartal 15 Prozent einen Rückgang anzeigen.
Die Einschätzung der weiteren Geschäftsentwicklung fällt deutlich pessimistischer aus. 43 Prozent (Vorquartal 52 Prozent) der Betriebe rechnen mit einem günstigen zukünftigen Geschäftsverlauf.
Einzelhandel zieht deutlich an
Die Lageurteile sind auf den höchsten Stand seit Herbst 2014 gestiegen. 44 Prozent (Vorquartal 22 Prozent) der Einzelhändler halten den Geschäftsverlauf nun für gut, während 14 Prozent (Vorquartal 19 Prozent) eine schlechte Geschäftslage melden. Ein Drittel (Vorquartal 19 Prozent) der Einzelhändler spricht von einer guten Ertragslage. Die günstige Arbeitsmarktlage und die verhaltene Preisentwicklung bilden gute Rahmenbedingungen für die Konsumnachfrage. Die Einschätzung des Kaufverhaltens der Kunden hat sich gegenüber dem Vorquartal deutlich verbessert und erreicht per saldo den höchsten Stand seit Jahresbeginn 2011. Ein Viertel (Vorquartal 24 Prozent) der Einzelhändler stuft das Kaufverhalten als kauffreudig ein. 42 Prozent (Vorquartal 32 Prozent) bezeichnen es als saisonüblich angemessen. Ein Drittel (Vorquartal 43 Prozent) spricht von einem zurückhaltenden Kaufverhalten. 47 Prozent (Vorquartal 30 Prozent) der Unternehmen rechnen mit steigenden zukünftigen Umsätzen, während 8 Prozent (Vorquartal 5 Prozent) von einem Rückgang ausgehen.
Mit einer günstigen Geschäftsentwicklung in den kommenden zwölf Monaten kalkuliert ein Drittel (Vorquartal 27 Prozent) der Unternehmen. 11 Prozent (Vorquartal 5 Prozent) der Betriebe erwarten eine schlechtere Geschäftsentwicklung.
Arbeitsmarkt weiterhin positiv
Die Beschäftigungsplanungen der Unternehmen für die nächsten zwölf Monate sind per saldo leicht gestiegen. 23 Prozent (Vorquartal 22 Prozent) der Betriebe planen neue Mitarbeiter einzustellen, während ein Zehntel (Vorquartal 11 Prozent) mit einem Personalabbau rechnet. Spitzenreiter bei den geplanten Neueinstellungen sind der Bau und die Dienstleister. Rund ein Drittel aller Betriebe in diesen Branchen planen einen Beschäftigungsanstieg.
An der aktuellen Konjunkturumfrage der IHK Heilbronn-Franken haben 374 Unternehmen mit insgesamt rund 88.000 Beschäftigten aus dem gesamten IHK-Bezirk teilgenommen.

Kurz-URL: http://www.88news.de/?p=1381781

Erstellt von an 20 Jul 2016. geschrieben in Bilder, Bildung/Job. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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