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Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zu Bereitschaftspraxen: Ein Trostpflaster von Christian Kucznierz





Die Entscheidung ist so nachvollziehbar wie
falsch: Wer nicht weiß, an wen er sich wenden soll, wenn er einen
Arzt braucht, fährt in die Klinik – um dort festzustellen, dass er
oft stundenlang warten muss, weil echte Notfälle eben vorgehen. Das
führt bei den Patienten zu Frust und beim Personal zu Überlastung.
Wer sich an den Bereitschaftsdienst wendet, muss oft ebenfalls
warten, wenn der Arzt große Bereiche abdecken und viele Patienten
versorgen muss. Zudem ist den Ärzten, die nachts und an den
Wochenenden dann in der Tür stehen, oft anzusehen, dass der
Bereitschaftsdienst ihnen einiges abverlangt. Der Ausbau von
Bereitschaftspraxen und Fahrdienste sind daher richtig und wichtig.
Sie sind aber Trostpflaster. Denn niemand kann es einem jungen
Mediziner verdenken, wenn er es scheut, aufs Land zu gehen, weil
Arbeitsbedingungen und Karrierechancen in Städten wesentlich besser
sind. Hier ist auch eine neue Bundesregierung gefragt, Dinge zu
ändern. Eines aber kann jeder selbst dazu beitragen, dass die
Situation besser wird: Nicht jede Erkältung ist ein Fall für die
Notaufnahme.

Pressekontakt:
Mittelbayerische Zeitung
Redaktion
Telefon: +49 941 / 207 6023
nachrichten@mittelbayerische.de

Original-Content von: Mittelbayerische Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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Erstellt von an 29 Okt 2017. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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