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Neue Liefertreue kommt gut an





(Ulm/Hamburg/Bolechowo, PL) – Auch auf dem Omnibusmarkt gibt es den Trend zum individuell ausgestatteten Produkt. Um seinen Kunden aus 32 Ländern „maßgeschneiderte“ hochwertige Busse auch in Zukunft termingerecht liefern zu können, hat der polnische Hersteller Solaris Bus & Coach S.A. die Ingenics AG mit der Entwicklung einer nachhaltigen Qualitätsstrategie beauftragt. Mit beeindruckenden Erfolgen.

Die Zahl der benötigten Omnibusse steigt sowohl in Großstädten und Ballungsräumen als auch im Fernreisesektor. Während die einen zunehmend auf Hybrid- und Elektrofahrzeuge setzen, kommen für die Langstreckenanbieter nach wie vor nur Modelle mit Verbrennungsmotoren infrage. Für alle Einsatzzwecke aber machen die Hersteller zunehmend die Erfahrung, dass die Kunden individuell konfigurierte Busse haben wollen. Nutzfahrzeuge „von der Stange“ sind dagegen kaum noch gefragt. Der Trend geht also eindeutig in Richtung „Stückzahl 1“. Für die Produktion bedeutet das erhebliche Herausforderungen bezüglich der Prozess- und Produktqualität. Umso mehr aber lohnen sich Investitionen in Effizienz und Qualität.

Auch der polnische Marktführer Solaris Bus & Coach S.A. beschloss, mit einem umfassenden Qualitätsverbesserungsprojekt auf die wachsenden Ansprüche an die Produktflexibilität zu reagieren. Für Ingenics Projektleiterin Joanna Abram setzen die Strategien zur Qualitätsverbesserung und Effizienzoptimierung sinnvollerweise bei der Analyse des IST-Prozesses an. „Wir kommen über die Ursachenanalyse zur Problemlösung und lernen im gemeinsamen Team mit den Solaris Mitarbeitern aus beobachteten Fehlern“, erklärt Joanna Abram. „Für Qualitätsverbesserung, Qualitätsmanagement, Fehlerreduzierung und Fehlerrückführungsprozesse wird ein Zielbild entwickelt. Aus diesem Zielbild lassen sich sinnvolle Maßnahmen zur Effizienzsteigerung ableiten.“

Intelligente Optimierung zahlt sich schnell aus

Nachdem der Handlungsbedarf erkannt und formuliert war, folgte zügig die Bearbeitung der wichtigsten Themen. „Um wiederkehrende Fehler in der Endkontrolle zu vermeiden, wurde eine systematische Fehlerbearbeitung etabliert, damit die Fehlerrückführung nun auch für präventive Maßnahmen genutzt werden konnte“, so Vertriebsvorstand Andreas Hoberg. „Auf diese Weise konnte die Termintreue bei den Auslieferungen verbessert werden.“ Eine konsequente Ursachenanalyse habe sich sehr positiv auf das Qualitätsbewusstsein der Mitarbeiter ausgewirkt.

Nach der Abstimmung des Zielbilds mit dem Vorstand und der Direktorenebene wurde die Entwicklung des neuen Qualitätssystems für den Fehlerrückführungsprozess einschließlich der Etablierung von Kontroll- bzw. Qualitätskreisen in Angriff genommen. Dazu mussten Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten definiert, die benötigten Dokumente entwickelt und ein regelmäßiges Berichtswesen für die Fehlervermeidung eingeführt werden. Erfahrungsgemäß wirke sich eine veränderte Wahrnehmung unmittelbar auf Verhalten und Engagement der Mitarbeiter aus, erklärt Andreas Hoberg.

Vor allem die Gestaltung und Etablierung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP) überzeugte das Management der Solaris Bus & Coach S.A. „Wir profitieren bereits erheblich von der intelligenten Optimierung, die Ingenics mit dem Solaris-Team initiiert hat“, sagt Dariusz Michalak, der Vizevorstandsvorsitzende von Solaris. „Das kommt uns natürlich nicht nur auf dem polnischen Markt zugute, sondern vor allem auch im Verhältnis zu unseren Kunden in Deutschland und anderen europäischen Ländern, die sehr positiv auf die neue Liefertreue der Solaris reagieren.“

Strukturierte Vorgehensweise überzeugt

Zu den wichtigsten Erfolgen des Projektes, das Anfang des Jahres gestartet wurde, zählen: die Reduzierung der Fehleranzahl in der Endkontrolle um 28 Prozent, die Reduzierung der Montagefehleranzahl im Produktionsprozess des Pilotbereiches um 25 Prozent sowie die allgemeine Verbesserung von Prozess-/Produktqualität und Kundenzufriedenheit. Das Projekt wird aktuell auf weitere Produktionsbereiche ausgerollt.

So ist es der eindeutig erkennbare Nutzen des Projekts, der das Solaris-Management unmittelbar überzeugt hat. „Die strukturierte Vorgehensweise zur Fehlerreduzierung ist nicht nur effektiv und zahlt sich schnell aus“, sagt Dariusz Michalak. „Sie ist auch jederzeit transparent und wird deshalb für die Mitarbeiter nachvollziehbar. Auf diese Weise konnten bereits nach kürzester Zeit erhebliche Verbesserungen in Qualität und dadurch in den Produktionsprozessen erzielt werden.“

Bei der Fehlerbeseitigung sei es eben entscheidend, nicht nur die Symptome zu bearbeiten, sondern sich mit den Ursachen zu beschäftigen und die Experten in den betroffenen Bereichen einzubeziehen, betont Andreas Hoberg. „Um die Ursachen zu analysieren, genügt es nicht, die Fehler an der Stelle zu bearbeiten, wo sie entdeckt wurden; vielmehr müssen sie an die Stelle zurückgeführt werden, wo sie entstehen. Nur da lässt sich zuverlässig ermitteln, was das Problem ist und wo man zu seiner Beseitigung ansetzen muss.“

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Erstellt von an 4 Sep 2017. geschrieben in Auto/Verkehr. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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