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Offene Innovation / Unser Internet können wir gestalten






 

Ich nahm am Open Innovation-Kongress Baden-Württemberg 2017 als Leiter der Übersetzungs- und Dolmetscheragentur TT&I teil. Warum eigentlich? Diese Frage hat sich bereits am Anfang erübrigt: Erwartet wurden anscheinend um die 200 Teilnehmer, tatsächlich meldeten sich wohl 500 Teilnehmer aus diversen wissenschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Gebieten, Kreisen, Initiativen und Unternehmen sowie Freiberufler an. Ich sprach mit einem Teilnehmer aus dem Bereich Städteplanung, der den Grund dieser hohen Anwesenheit nach meiner Überzeugung gut formulierte, dass sich die Europäer nach Trump und Brexit neu orientieren und die Zukunft in Kleinem und Großem verstärkt selbst in die Hand nehmen wollen und sogar müssen.

Es wurde über die Zusammenarbeit von verschiedenen Akteuren in Clustern, Vereinen, offenen innovativen Werkstätten, Innovationsplattformen, Inkubatoren, Makerspaces, FabLabs etc. gesprochen, aber auch über Nutzen und Gefahren (Kostenersparnis, Ideen, frische Branchen verzahnende Denkweisen, Ideenklau), Perspektiven, über geistiges Eigentum, Patentrechte, innovative Produkte …

In den kommenden Jahren wird sich vieles ändern, was die Automatisation, künstliche Intelligenz, Arbeitsplätze, Produkte und Soziales betrifft. Besonders ansprechend fand ich den Vortrag des Herrn Peter Fatelnig, Europäische Kommission, dass wir das heutige Internet eigentlich durch unser persönliches Verhalten nach unseren eigenen Werten, Maßstäben und Bedürfnissen beeinflussen, da das Internet nichts tatsächlich Vordefiniertes ist, sondern wir es gestalten können: Dies wird/will für uns niemand in USA oder in Asien machen, wenn wir es nicht selbst tun.

Wie soll das zukünftige Internet aussehen und was soll es können? Das ist die gute Frage, deren Antwort alle Internetnutzer durch ihr Verhalten mitgestalten werden.

Das Bild zu diesem Artikel zeigt die wichtigen Schwerpunkte des gewünschten oder erwarteten zukünftigen Internets, wo uns als Übersetzungsdienstleister und kulturell sowie sprachlich bewusst Handelnde ein sehr grundlegendes Thema noch besonders betrifft und freut: Die europäische Sprachenvielfalt wird erhalten bleiben und vielleicht auch noch vertieft werden. Eigentlich auch praktisch logisch: Nicht jeder weiß und wird es auf Anhieb wissen, wie man im Englischen z. B. Paprikalyoner oder Gemüsesülze sagt, wenn der intelligente Kühlschrank (IoT bzw. Internet der Dinge) diese beim Metzger um die Ecke bestellen will oder vielleicht auch eine Delikatesse direkt aus Italien in den Gefrierfach kommen sollte. Daher wird der Kühlschrank mit uns in unserer Sprache kommunizieren und über seine „Kollegen“ letztendlich auch mit dem Produzenten oder Lieferanten die benötigten Informationen austauschen. Das wiederum wird auch die Sprachen bereichern und verändern und in jedem Fall erhalten. Europa ist reich an Sprachen, die wir pflegen sollen und müssen, denn das ist unsere Kultur, damit artikulieren wir unsere Werte.

Kurz-URL: http://www.88news.de/?p=1479462

Erstellt von an 12 Apr 2017. geschrieben in Allgemein, Bilder. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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