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Personalauswahl nach Zahlen: „Passt“ oder „Passt nicht“ – Algorithmen bilden Teams






 

Dieser Eindruck entsteht nach Auffassung des Management- und Generationenexperten Ralf Overbeck, weil computergestützte Rechenvorgänge nach einem bestimmten Muster – kurz Algorithmen – für die meisten Chefinnen und Chefs perfekt geeignet ist, um noch effizienter und innovativer zu werden. „Menschen nur auf den „Kopf“ zu reduzieren und den „Bauch“ zu ignorieren ist zu kurz gesprungen, so Overbeck, und wird den Potenzialen der vorhandenen Mitarbeiter und neuen Mitarbeiter nicht gerecht.“

In den Medien werden immer mehr sogenannte „Tools“ gehypt, die Unternehmen künftig in die Lage versetzen sollen, bei der Personalauswahl noch mehr Zeit und Kosten zu sparen. Der alte Grundsatz „den richtigen Mitarbeiter zur rechten Zeit am rechten Ort zu platzieren“ wurde vor Jahren schon ergänzt durch „zu den richtigen Kosten“ und wird nun nochmals erweitert um den Zusatz „mit den richtigen Zahlen“!

Der Algorithmus als Menschenkenner.

Der Wunsch nach solchen „Tools“ ist in den Chefetagen vieler Unternehmen mittlerweile sehr groß, da die Zeit drängt und der Kostendruck steigt. Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels, der Globalisierung und steigender Komplexität scheinen binär-basierte IT-Lösungen der perfekte Weg zu mehr Effizienz und höheren Renditen zu sein.

Der Algorithmus als Menschenkenner oder gar Menschenkönner. Da stellt sich die Frage, ob wir künftig überhaupt noch einen Personalbereich oder gar Führungskräfte brauchen? Was ist in diesem Zusammenhang wirklich wichtig. Menschen lernen und entwickeln sich – mehr oder weniger – immer. Tag für Tag bauen sie ihre Lebens- und Berufserfahrung aus und spüren was ihnen Spaß oder nicht. Prognosen über die zukünftige Leistungsfähigkeit und Entwicklung von Menschen sind bis heute kaum möglich, da Menschen komplex sind und die Welt um sie herum immer komplexer wird. Personalauswahl und -entwicklung auf „Knopfdruck“ ist ein Wunsch – stets eine Momentaufnahme.

Mehr um Mitarbeiter kümmern, statt Algorithmen programmieren!

Die meisten Menschen wollen auch im Beruf respektiert und wertgeschätzt werden. Übrigens die perfekte Basis für mehr Effizienz und Innovation. Laut Overbeck kommen wir an das Wissen in den Köpfen der Menschen aber nur über den Bauch. Der Einsatz von „Tools“ kann dazu führen, dass sich insbesondere Chefetagen und Führungskräfte von einer ihrer wesentlichen Aufgaben nach und nach verabschieden: Sie sollen sich um die Mitarbeiter kümmern. D. h. auf sie zugehen, ihnen zu hören und gemeinsam mit ihnen an den jeweiligen Fragestellungen arbeiten. Das ist ein Prozess – keine Momentaufnahme.

Nur der intensive und kontinuierliche Austausch über alle Hierarchieebenen, alle Geschlechter sowie alle Generationen hinweg, sichert die bestmögliche Lösung und Transformation. „Wir müssen uns mehr um die Menschen in den Unternehmen kümmern, um so die Angst vor Veränderungen zu reduzieren und künftige Herausforderungen besser zu meistern“, sagt Overbeck. Algorithmen können Transparenz schaffen, aber nicht Komplexität lösen.

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Erstellt von an 7 Sep 2017. geschrieben in Bilder, Bildung/Job. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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