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Projektmesse zeigt Lösungen für morgen auf






 

enständige Lösungen für komplexe technische Fragestellungen pünktlich finden und erfolgreich umsetzen können.
30 Bachelor-Studierende der Medieninformatik, Technischen Informatik, Elektrotechnik, Elektrotechnik im Praxisverbund und Mechatronik haben im letzten Sommersemester vier praxisnahe Projekte bearbeitet. Rund 200 Stunden hat jedes Teammitglied in die Projektarbeit investiert. Am 17. August stellten die Studentinnen und Studenten ihre ?Lösungen für die Welt von morgen? auf der gleichnamigen Projektmesse der Hochschule Osnabrück vor. Die beiden Organisatoren, Prof. Dr. Winfried Gehrke und Prof. Dr. Frank M. Thiesing, zeigten sich zufrieden mit ?guten bis hervorragenden Ergebnissen? der Teams.
Verkaufsberatung auf Handy und Großbildschirm
Das erste vorgestellte Projekt haben drei Studentinnen und fünf Studenten der Medieninformatik in Zusammenarbeit mit der jungen Internet-Agentur für innovative Software-Lösungen Netrocks aus Osnabrück entwickelt. ?Wir bieten Verkaufsberatern und Messeteilnehmern eine Applikation für Beratungsgespräche an, die deren Kunden bei der Auswahl passender Produkte unterstützt?, berichtet der Entwicklungsleiter Malte Glüsenkamp. ?Doch die Inhalte der App sind nur für die Nutzer selbst auf deren iPads zu sehen: Das ist, gerade auf Messen und im Ladengeschäft, für Umstehende nur wenig beeindruckend.? Deshalb hat die von ihm betreute Projektgruppe unter der Leitung von Prof. Thiesing eine Anwendung entwickelt, mit der zusätzliche Informationen zu Produkten auf einem Großbildschirm aufbereitet und in Echtzeit präsentiert werden. Das neue System soll branchenübergreifend zum Einsatz kommen und in Produktberatungen mit der bereits bestehenden Applikation integriert werden können. Um diesen Prozess den Messegästen zu verdeutlichen, haben die Studierenden einen ?Studiengangsfinder? entwickelt: Mittels einer Beratung durch die neue App konnten Messebesucher einen oder mehrere Studiengänge der Hochschule Osnabrück finden, die ihren Interessen entsprechen. Während der Beratung konnten die Besucher selbst und auch Umstehende auf einem Großbildschirm zusätzliche Informationen zu den Studiengängen einsehen. Malte Glüsenkamp, selbst Absolvent der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik, war beeindruckt von der Arbeit des Teams: ?Durch den Kontakt zur Hochschule kommen wir in Kontakt zum talentierten Nachwuchs und erhalten zudem Einblick in aktuelle, praxisorientierte  Lehre.? Beides seien gute Gründe, auch weiterhin gemeinsam mit Informatik-Professoren studentische Projekte anzubieten, so Glüsenkamp.
Web-Anwendung zur Geräteausleihe im Medienlabor
Eines der Projekte haben sechs Informatik-Studenten ?für den Eigenbedarf? umgesetzt: Sie haben eine neue Version für eine Anwendung zur Geräteausleihe im Medienlabor der Hochschule geschaffen. ?Damit unsere Studierenden mit modernster Technik arbeiten können, leihen wir ihnen eine Vielzahl an neuen Foto- und Videokameras, Tablets, Blitzen und Handys aus. Dieses umfangreiche Ausleihsystem muss zuverlässig und benutzerfreundlich verwaltet werden?, so die beiden Projektbetreuer und wissenschaftlichen Mitarbeiter Stefan Altevogt und Björn Plutka. Das Team um Maximilian Hermes hat diese Aufgabe gemeistert: Ihre Weboberfläche unterstützt ein sogenanntes ?responsives? Design für eine optimale Darstellung auf mobilen Endgeräten wie Handys und Tablets. Zusätzlich entwickelten die Studenten eine App, die eine Übersicht ausgeliehener Geräte aus Nutzersicht bietet.
Intelligenter Kickertisch
Auch das dritte Projekt baute auf einer früheren Entwicklung auf: In den vergangenen Semestern hatten Elektrotechnik-Studierende einen Tischkicker-Roboter entwickelt, der von der Abwehr geschossene Bälle mit einem automatisierten Torwart halten kann. Gesteuert wird der Torwart durch einen Motor, der Anweisungen von einem Programm erhält. Das Programm ?sieht? den Ball dank einer Hochgeschwindigkeitskamera, die über dem Tisch montiert ist, und berechnet die aktuelle Ballposition. Im Zuge des aktuellen Projekts haben drei Studenten der Medieninformatik die  Ansteuerung der Abwehrspieler ergänzt, so dass diese jetzt zurückschießen können. Die zugrunde liegende Software hat das Team optimiert und neu strukturiert. Das Hauptaugenmerk lag dabei auf dem Design und der Modularisierung. Großen Wert haben die Studenten auch auf die Verständlichkeit des Programms gelegt: Schließlich soll den zukünftigen Projektgruppen, die Mittelfeld und Sturm ergänzen sollen, die Weiterarbeit vereinfacht werden. Das langfristige Ziel der Studenten ist es, einen vollautonomen Kickertisch zu entwickeln.
Selbstfahrendes Auto OsCar gibt Gas
Hochautomatisiertes Fahren soll in Zukunft das Straßenbild in Deutschland und der ganzen Welt bestimmen. Schon heute ist es durch den Autopiloten möglich, ohne weiteres Eingreifen auf der Autobahn zu fahren oder einen automatischen Spurwechsel durchzuführen.
Ein elfköpfiges Team aus Studenten der Elektrotechnik, Mechatronik und Informatik hat dieses hochaktuelle Thema aufgegriffen und ein eigenes autonom fahrendes Modellfahrzeugs im Maßstab 1:10 umgesetzt. Ziel dabei ist die Teilnahme am Carolo-Cup, einem internationalen studentischen Wettbewerb der TU Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig. Vollgestopft mit Elektrotechnik, Software und intelligenten Algorithmen sollen die Modellautos eigenständig einen Parcours durchfahren, der auf einem schwarzen Untergrund durch aufgeklebte Fahrstreifen markiert ist. In einer anderen Disziplin müssen die Roboter selbständig Parklücken finden und automatisch einparken.
Teams der Hochschule Osnabrück haben bereits dreimal erfolgreich am Carolo-Cup teilgenommen. Mit dem letzten Wettbewerb im vergangenen Februar sind Ideen entstanden, was alles am Modellauto verbessert werden kann. Diese Ideen wurden nun umgesetzt – mit Erfolg. Denn jetzt fährt das Osnabrücker Auto so schnell, wie nie zuvor: Über die kurvenreiche Teststrecke prescht es mit mehr als drei Metern pro Sekunde. ?Verglichen mit einem Auto im Maßstab 1:1 entspricht das rund 100 Stundenkilometern?, freut sich der studentische Projektleiter Marcel Flottmann. ?Ein beeindruckendes Ergebnis?, lobt Projektbetreuer Prof. Gehrke. ?Sehr ermutigend? findet er auch, dass erstmals einige Freiwillige mitgemacht haben, die dafür keine Noten bekommen. Diese Studenten, die jetzt in das dritte Semester kommen, wollen die Entwicklung des Modellautos weiterhin begleiten, um mit ihren Ideen bei den künftigen Wettbewerben ein noch besseres ?OsCar? vorzustellen und so der Zukunft eines vollautonomen Fahrzeugs näherzukommen.

Kurz-URL: http://www.88news.de/?p=1524296

Erstellt von an 29 Aug 2017. geschrieben in Bilder, Bildung/Job. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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