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Ratenzahlung bei der Kfz-Versicherung kostet Autofahrer mehr als 590 Millionen Euro im Jahr





Viele Autofahrer in Deutschland könnten deutlich
sparen. Denn knapp jeder zweite Fahrzeughalter zahlt seine
Kfz-Versicherung in Raten, wie eine aktuelle Studie des
Verbraucher-Ratgebers Finanztip zeigt. Allein dadurch landen
hochgerechnet jährlich mehr als 590 Millionen Euro zu viel in den
Kassen der Versicherer. Noch mehr sparen kann, wer seine
Auto-Versicherung regelmäßig überprüft und wechselt. Laut Studie hat
jedoch einer von drei Autofahrern noch nie seine Versicherung
gewechselt.

Dem Kraftfahrt-Bundesamt zufolge fahren aktuell mehr als 41
Millionen private Pkw auf Deutschlands Straßen. Für die dafür nötige
Kfz-Versicherung geben Autofahrer durchschnittlich 420 Euro aus. Etwa
jeder zweite überweist die Versicherungsprämie in Raten – und zahlt
damit drauf. Denn eine Untersuchung des Verbraucher-Ratgebers
Finanztip zeigt: Monatlich, quartalsweise oder halbjährlich zahlen
verteuert die Kfz-Versicherung deutlich. „Am teuersten ist die
monatliche Überweisung“, sagt Annika Krempel, Versicherungsexpertin
bei Finanztip. „Im Schnitt kostet das Autofahrer satte 9 Prozent
mehr.“ Hochgerechnet auf das ganze Jahr zahlen Autofahrer nur durch
Ratenzahlung mehr als 590 Millionen Euro zu viel Versicherungsprämie.

Jeder Dritte hat noch nie gewechselt

Doch nicht nur die Ratenzahlung kann den Geldbeutel belasten:
„Unsere Studie zeigt, dass jeder dritte Autofahrer noch nie seine
Kfz-Versicherung gewechselt hat“, sagt die Finanztip-Expertin. Auch
das kann teuer werden: Durch die jährliche Neueinstufung der Typ- und
Regionalklassen ändern sich für Millionen Autos die Beiträge. Das
kann dazu führen, dass die Risikoeinschätzung anderer Anbieter
günstiger ausfällt als die der eigenen Versicherung. „Wir empfehlen,
Kfz-Tarife regelmäßig im Oktober zu vergleichen, denn dann gibt es
die Tarife für das neue Jahr und man hat bis Ende November Zeit zu
wechseln“, sagt die Expertin. Dabei ist es ratsam, die bisherigen
Vertragsdetails zu überprüfen: „Wer beispielsweise weniger fährt als
bislang angenommen, kann durch Reduzierung der Fahrleistung nochmals
deutlich sparen.“

Nicht nur auf eine Quelle verlassen

Bei der Suche nach einer günstigen Versicherung sollten sich
Verbraucher nicht auf eine Quelle verlassen, denn nirgendwo gibt es
alle Tarife. „Wir haben anhand von 32 Musterprofilen verschiedene
Portale und Anbieter miteinander verglichen“, erklärt Krempel. Das
Ergebnis: „Verbraucher sollten entweder auf zwei Portalen suchen oder
ein Portal und einen Versicherer, der nicht auf den Portalen ist,
miteinander kombinieren.“ In der Untersuchung von Finanztip konnte
mit dieser Strategie die durchschnittliche Abweichung vom besten
Preis auf deutlich unter 4 Prozent reduziert werden. „Das beste
Ergebnis bei unseren Profilen war die Kombination von Check24 und
Verivox“, so Krempel. Dennoch seien auch mit anderen Kombination
durchaus vergleichbare Ergebnisse erzielt worden.

Trend: Einzelne Anbieter verlassen Portale

Im Hinblick auf den Gesamtmarkt setzt sich ein Trend fort, der vor
zwei Jahren mit dem Rückzug des Direktversicherers Huk24 von den
Portalen begonnen hat. „Seit vorigem Jahr finden Verbraucher auch
keine Tarife der Hannoversche Direkt mehr auf den Portalen“, sagt
Krempel. Diese Woche hat die Huk-Coburg angekündigt, die Portale
komplett zu verlassen. Folgen weitere große Anbieter diesem Beispiel,
wird der Vergleich von Tarifen für Verbraucher deutlich schwieriger.
Die Finanztip-Expertin rät: „Wenn noch mehr Anbieter die Portale
verlassen, sollten Verbraucher zusätzlich immer auch auf den Seiten
günstiger Anbieter schauen. Als Orientierungshilfe sind Portale
jedoch unerlässlich.“

Weitere Informationen http://www.finanztip.de/kfz-versicherung/

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Erstellt von an 28 Sep 2017. geschrieben in Auto/Verkehr. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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