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Ratgeber: Das kleine Skihütten-Einmaleins





Hamburg, 19. Januar 2017 – Der Ferienhausspezialist Belvilla gibt Tipps für die Suche nach dem geeigneten Skiquartier

1. Erwartungen definieren

Was erwarte ich von meinem Skiurlaub? Was möchte ich unternehmen? Wer reist mit? Ob Appartement oder Hüttendorf – die Gruppenkonstellation entscheidet. Begleiten die Großeltern die Familie ist ein Chalet in einem belebten Skiort mit alternativen Freizeitangeboten empfehlenswert. Familien mit kleinen Kindern sind in einer Ferienanlage mit schneller Anbindung und Schwimmbad gut aufgehoben. Abenteuerlustige verbringen ihren Skiurlaub am besten in einer Berghütte direkt an der Piste.

2. Abseits der Hotspots 30 Prozent sparen

Kappl statt Sankt Anton, Längenfeld statt Sölden – in weniger prominenten Skiorten sparen Wintersportfreunde bis zu 30 Prozent bei der Miete des Feriendomizils. Eine Unterkunft gibt es dann schon für 85 Euro pro Person/Woche. Die Wahl des Skigebiets wirkt sich ebenfalls kostengünstig aus: Die Preise für den Skipass liegen in den Tiroler Superskigebieten wie Brixen oder Ischgl zwischen 220 und 250 Euro pro Erwachsenen und Woche, in Hohentauern sind es 177 Euro für die aktuelle Saison. „Die Steiermark hat kleine, aber feine Skiregionen, die sich für Familien prima eignen“, sagt Pepijn Zijsling, Österreich-Experte von Belvilla. Auf Familien mit Kindern spezialisiert, gibt es auch dort Skischulen, Schwimmbad sowie Hüttendörfer mit Chalets für bis zu zehn Personen.

3. Die Lage macht den Unterschied

Mehr noch als bei anderen Urlauben zählt in den Skiferien die Lage. Eine Unterkunft nahe der Liftanlagen ist für Skifreunde ein Muss: „Ein Drittel unserer Ferienhäuser sind maximal 500 Meter vom nächsten Lift entfernt, die Pisten damit fußläufig erreichbar“, sagt Zijsling. Ski-Busse sorgen alternativ für den Transfer. Ferienobjekte direkt an der Piste sind dagegen selten und schnell ausgebucht. Für Familien hat die Infrastruktur Priorität: Ärzte, Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten und Rodelbahnen müssen gut erreichbar sein. Der Lagencheck über Google-Earth kann helfen, Vermieter geben zusätzlich darüber Auskunft.

4. Die Tücken der Anreise beachten

Die allein gelegene Hütte direkt am Berg ist für skiverrückte Gruppen ideal, für Familien mit Kindern ungeeignet. „Hütten, die nur mit dem Lift zu erreichen sind, haben ihre Nachteile“, weiß Zijsling. „Reizvoll ist es schon, morgens der Erste auf der Piste zu sein. Aber um 16.00 Uhr fährt der letzte Lift. Wer bis dahin nicht alles erledigt hat, muss bis zum nächsten Morgen warten. Bei einem akuten Notfall hilft nur der Helikopter.“ Urlauber sollten sich vom Vermieter genau erklären lassen, wie sie das Objekt erreichen. 90 Prozent der Unterkünfte verfügen über eine Autozufahrt. Ist dies nicht der Fall helfen Vermieter auch mit Skidoo beim Gepäcktransport.

5. Kostenfallen vermeiden

Gemäß Preisangabenverordnung müssen Ferienhausvermieter pauschale Nebenkosten für Strom und Wasser in den Gesamtmietpreis einbeziehen, es sei denn der Verbrauch wird via Zähler abgerechnet. „Interessierte Gäste sollten sich vorab eine Beispielabrechnung vorlegen lassen, damit sie von den Nebenkosten nicht überrascht werden“, empfiehlt Zijsling. Es lohnt sich, Vermieter von Skiunterkünften nach Sonderkonditionen zu fragen: „Viele Vermieter haben mit ansässigen Anbietern spezielle Kooperationen geschlossen. So winken Rabatte für nahegelegene Freizeiteinrichtungen.“ Wer selbst kocht, spart zusätzlich. Die Skiunterkünfte verfügen über vollausgestattete Küchen, die nichts vermissen lassen. Günstige Einkaufsmöglichkeiten, die am Wochenende geöffnet haben, gibt es in allen beliebten Skiorten.

6. Wie wird geheizt?

Fernwärme, Erdgas oder Öl sind in den Skihütten üblich. Läuft die Heizung über Strom, kann das ziemlich teuer werden. Kachel- und Kaminöfen sparen Heizkosten und sorgen für eine behagliche Atmosphäre. Das Anheizen will allerdings gelernt sein, denn ein unsachgemäßer Umgang kann zu Verpuffungen und Unfällen führen. Wer nur ab und an den Kamin als Wärmequelle nutzen möchte, sollte auf eine Kombination aus Heizung und Ofen setzen. Vermieter stellen dafür gern Brennmaterial und Zubehör bereit. Gäste sollten allerdings vorab nachfragen, ob das Feuerholz im Mietpreis enthalten ist.

7. Je nach Anlass rechtzeitig buchen

In XXL-Selbstversorgerhäusern ab 20 Personen sind große Gruppen unter sich. Einige Vermieter haben dafür ehemalige Pensionen zu großzügigen Ferienhäusern umgebaut. Andere setzen direkt auf moderne Holzchalets. Um eines der begehrten Gruppenhäuser zu ergattern, müssen Urlauber rechtzeitig in die Planung einsteigen und bis zu einem Jahr im Voraus buchen. Die geräumigen Chalets verfügen über einige Extras wie eine Hausbar und eine Profiküche. Die gezielte Suche nach Heimkino, Billardtisch oder Wellness-Bereich lohnt ebenfalls. Auch zu beliebten Anlässen wie Silvester, Fasching und Ostern ist kurzfristig kaum etwas zu bekommen. An den Weihnachtsfeiertagen dagegen gibt es immer noch freie Unterkünfte. „Die verbringen deutsche Familien gerne in den eigenen vier Wänden“, sagt Zijsling. Kleine Familien und Paare, die kurzfristig in den Winterferien für eine Woche ein Ski-Appartement suchen, haben ebenfalls gute Chancen.

8. Ausstattung und Service prüfen

Bei den Skiunterkünften handelt es sich in den meisten Fällen um Selbstversorgerhütten. „Bettwäsche ist häufig im Mietpreis enthalten – Handtücher müssen Gäste mitbringen“, sagt Zijsling. Ebenso wie Grundnahrungsmittel und Hygieneartikel. Erreichbarkeit am Berg ist in den meisten Unterkünften inklusive: „80 Prozent der Skihütten verfügen über WLAN, davon bieten etwa 90 Prozent der Vermieter den Service kostenlos an.“ Auf Ausstattungsdetails achten: Das richtige Bettenmaß, Spielgeräte für die Kids und eine zusätzliche Ski- und Rodelaufbewahrung können maßgeblich für einen entspannten Skiurlaub sein.

9. Klassifizierungen, Bewertungen und Fotos inspizieren

Sterne-Zertifizierungen geben einen objektiven Orientierungsrahmen: Über welche Ausstattungsmerkmale verfügt die Skiunterkunft, in welcher Lage findet sich das Objekt? Bewertungen der Vormieter liefern ergänzend subjektive Hinweise auf die Wohlfühlqualität vor Ort. Urlaubsgäste sollten auch Fotos genau inspizieren und für sich abwägen, ob die Skiunterkunft den eigenen Wünschen entspricht. Wirkt ein Raum auf dem Foto schlicht, wird er auch beim Betreten nicht durch extravagantes Ambiente auffallen. Für beide Varianten gibt es allerdings passende Interessenten.

Kurz-URL: http://www.88news.de/?p=1446238

Erstellt von an 19 Jan 2017. geschrieben in Reise/Touristik. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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