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Rheinische Post: Gefährliches Spiel eines blutigen Anfängers Kommentar Von Frank Herrmann





In amerikanischen Denkfabriken hält sich
hartnäckig die These, dass Donald Trump der „Madman“-Theorie folgt,
um Nordkorea zum Einlenken zu bewegen. Zum ersten und für lange Zeit
letzten Mal angewandt von Richard Nixon gegen Russland, besteht ihr
Kern darin, den Gegner mit allem rechnen zu lassen – und dadurch zu
Zugeständnisse zu bewegen. Trump, glauben manche Experten, folgt dem
Beispiel seines Vorvorgängers, um das Regime in Pjöngjang zur
Einstellung der Raketentests zu zwingen. Um obendrein China die
möglichen Konsequenzen vor Augen zu führen, damit es den Druck auf
Kim Jong Un erhöht. Was für ein Vabanquespiel! Ein blutiger Amateur
der Politik setzt sich ans geostrategische Schachbrett. Ein Mann, der
im Immobiliengeschäft mit harten Bandagen und Bluffs zu kämpfen
verstand, und der nun glaubt, Gleiches ließe sich in der Weltarena
problemlos wiederholen. Erklärtermaßen stolz auf seine
Unberechenbarkeit, führt sich der US-Präsident auf, als wäre nichts
dabei, eben mal mit der totalen Zerstörung eines ganzen Landes zu
drohen. Sicher, die Provokateure sitzen in Pjöngjang, nicht in
Washington. Nur ist dies gewiss nicht der Ton, mit dem sich eine
akute Krise entschärfen lässt.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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Erstellt von an 19 Sep 2017. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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