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Rheinische Post: Kommentar: Die lange To-do-Liste der Schulministerin





Die neue Schulministerin in Nordrhein-Westfalen
hat eine große Aufgabe übernommen. Mit keinem Ressort waren die
Bürger zu Zeiten von Rot-Grün so unzufrieden wie mit der Schul- und
Bildungspolitik. Am Ende forderten sie mehrheitlich das Ende des
Turbo-Abiturs und die Rückkehr zur neunjährigen Gymnasialzeit. Das
ist aber nur eine der großen Herausforderungen, die auf
Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) warten. Die anderen sind die
Umsetzung der Inklusion und die genaue Erfassung des
Unterrichtsausfalls. Vor allem aber muss sie den Lehrermangel schnell
und wirksam bekämpfen. In der Regierungserklärung zur Schulpolitik
allerdings waren diese Mega-Themen nur vier unter vielen anderen. Ob
Ethik-Unterricht und Programmieren an Grundschulen, Digitalisierung,
gerechtere Bezahlung und Weiterbildung von Lehrern, Berufsschulen –
kaum ein Bereich, mit dem sich die Ministerin nicht schon beschäftigt
hätte. Das deutet zwar nach nur 100 Tagen einerseits auf ein
beträchtliches Pensum hin. Auf der anderen Seite aber birgt es die
Gefahr, dass die Ministerin in der Komplexität ihres Ressorts die
wesentlichen Aufgaben aus den Augen verliert. Sonst ist am Ende sie
es, die sich übernimmt.

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Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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Erstellt von an 4 Okt 2017. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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