Home » Allgemein » Rheinische Post: Kommentar: Freigebiger Sozialstaat

Rheinische Post: Kommentar: Freigebiger Sozialstaat





Die Freizügigkeit ist ein hohes Gut in der
Europäischen Union. Wer im EU-Ausland mehr verdienen kann als zu
Hause, ist ausdrücklich eingeladen zu kommen. Für Sozialsysteme gilt
das nicht. Deshalb stößt sich der Grundsatz der Freizügigkeit so
häufig am Sozialstaatsprinzip. Die Arbeitgeber liegen richtig, wenn
sie jetzt fordern, diesen Konflikt endlich zu lösen. Wer in unseren
Arbeitsmarkt einwandert, hat nicht automatisch das Recht auf alle
Sozialleistungen, die inländischen Arbeitnehmern zustehen. Diesen
Anspruch müssen sich Migranten aus dem EU-Ausland erwerben. Intensive
Arbeitssuche oder minimale Aktivitäten allein reichen dafür nicht
aus. Den Arbeitgebern schweben allerdings komplizierte Regeln vor.
Ist es nicht einfacher, den Anspruch an eine Wartezeit zu binden? Wer
eine bestimmte Zeit hier gearbeitet hat, erwirbt den Zugang zu allen
Sozialleistungen, die auch den Inländern zustehen. Das ist eine klare
Ansage und knüpft an das Modell an, das die Briten ausgehandelt
haben. Freizügigkeit und Sozialstaatlichkeit wären versöhnt.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Kurz-URL: http://www.88news.de/?p=1338529

Erstellt von an 29 Mrz 2016. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

Ihre Meinung dazu

LifeStyle TV

Sponsored

Weitere News gibt es auf Zeilengeist.de

Archiv

Facebook

© 2017 88news. All Rights Reserved. Anmelden - Copyright by LayerMedia


Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de Blog Top Liste - by TopBlogs.de