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Rheinische Post: Kommentar / Migranten in der Defensive = Von Kirsten Bialdiga





Beinahe jeder fünfte Nordrhein-Westfale hat
ausländische Wurzeln. Viele von ihnen leben schon länger hier, haben
aber trotzdem kaum Möglichkeiten politischer Mitsprache. Ein Gremium,
das auf kommunaler Ebene dazu beiträgt, dass auch die Interessen von
Migranten gehört werden, ist der Integrationsrat. Nicht überall
funktioniert die Zusammenarbeit reibungslos, manch eine Gemeinde hat
durchaus schlechte Erfahrungen damit gemacht. Aber es war
beispielsweise der Duisburger Integrationsrat, der die Abschiebung
des nepalesischen Mädchens Bivsi als Erster zum Thema machte. Indem
die neue Landesregierung es nun aber den Städten und Gemeinden
überlassen will, ob sie einen Integrationsrat einrichten wollen,
schwächt sie die Position der Migranten. Bei Kontroversen im Stadtrat
schwingt unausgesprochen künftig immer die Drohung mit, dass die
Kommune den Integrationsrat ja auch einfach abschaffen kann, wenn er
ihr zu unbequem wird. Dies macht eine konstruktive Zusammenarbeit auf
Augenhöhe in Zukunft sicher nicht leichter. Wer aber das Gefühl hat,
nicht mehr gehört zu werden, ist für radikale Botschaften
möglicherweise eher empfänglich.

www.rp-online.de

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

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Erstellt von an 10 Aug 2017. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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