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Rheinische Post: Kommentar: Panzer-Diplomatie





Vor einem Jahr hat der Westen, vor allem auch
US-Vertreter, dem russischen Präsidenten Wladimir Putin
Panzer-Diplomatie in der Ost-Ukraine vorgeworfen. Nun wollen die USA
Panzer in Osteuropa auffahren lassen. Die Sorgen der osteuropäischen
Alliierten sind nachvollziehbar. Aber muss das jetzt wirklich sein?
Angesichts des notwendigen Kampfes gegen den IS (und der Rolle
Russlands darin) und der fragilen Situation in der Ukraine sollte der
Westen einer Entspannungspolitik eine Chance geben, statt
militärische Stärke zu demonstrieren. Bei Putin geht es um verletzte
Eitelkeiten. Seine anti-europäische Haltung ist immer noch seiner
Verärgerung darüber geschuldet, dass die EU ihn bei den
Assoziierungsverhandlungen mit der Ukraine gar nicht konsultiert hat.
Aus russischer Sicht ist die Ukraine integraler Bestandteil ihrer
Identität. Das hätte der Westen zumindest wissen müssen. Der alte
Henry Kissinger hat recht, wenn er sagt, mit einer „Dämonisierung
Putins“sei niemandem geholfen. Mit einer Provokation Russlands in
dieser heiklen Situation erst recht nicht.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Kurz-URL: http://www.88news.de/?p=1339561

Erstellt von an 31 Mrz 2016. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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