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Rheinische Post: Kommentar / Weils VW-Fiasko = Von Michael Bröcker





Dass ein Ministerpräsident seine
Regierungserklärung einem Vorstandschef eines Unternehmens vorab
schickt, ist erbärmlich und beschämend. Egal, ob VW-Manager an der
Rede etwas ändern konnten oder nicht. Allein der Vorgang zeigt, wie
sehr die SPD-Landesregierung mit dem Wolfsburger Skandalkonzern, der
Millionen Kunden sowie Behörden belogen und betrogen hat, verquickt
ist. Primat der Politik? Ein Witz. Stephan Weil sollte sofort
zurücktreten. Das niedersächsische Wahlvolk mag die plötzlichen
Gewissensbisse und den Übertritt einer Grünen-Abgeordneten zur CDU
als moralisch fragwürdig verurteilen. Ein Regierungschef ohne
Rückgrat dürfte viele noch mehr verärgern. Genosse der Bosse – selten
passte das Etikett besser als bei Weil. Eine neue Landesregierung,
egal welcher Couleur, sollte ernsthaft überlegen, ob es nicht an der
Zeit ist, die VW-Anteile des Landes zu verkaufen. Die Abhängigkeiten
sind zu groß. Und Niedersachsen ist mehr als VW. Nur so lässt sich
wohl wieder ein normales Verhältnis zwischen Politik und Autokonzern
entwickeln.

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Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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Erstellt von an 6 Aug 2017. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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