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Rheinische Post: Piloten müssen ihre Machtposition nutzen Kommentar Von Florian Rinke





Wenn es günstiger ist, von Weeze nach Mailand
zu fliegen, als mit Bus und Bahn von Düsseldorf nach Essen zu fahren,
stimmt irgendetwas nicht. 9,79 Euro kostete zuletzt das Flugticket
bei Ryanair, während man für die Busfahrt 12,10 Euro zahlen muss.
Kein Wunder, dass die Fluggesellschaften versuchen, bei Gehältern
massiv zu sparen. Die Insolvenz von Air Berlin sorgt für eine
besondere Situation: Je länger deren Piloten sich Verträgen bei
anderen Fluglinien geschlossen verweigern, desto größer wird der
Druck der Airlines, Angebote nachzubessern, um übernommene
Air-Berlin-Flugzeuge aufs Rollfeld zu bringen oder neue Strecken zu
bedienen. Wie gefragt dabei spezialisierte Arbeitskräfte sind, zeigen
Prämien wie jene 20.000 Euro, die Eurowings nun an Piloten mit
Ausbildungslizenz zahlen will. Zum Kampf David gegen Goliath taugt
das Beispiel aber nur bedingt. Denn selbst Ryanair soll Kapitänen
zuletzt mehr als 150.000 Euro pro Jahr geboten haben. Ihre Macht
sollten die Piloten daher nicht nur für eigene Gehaltsverhandlungen
einsetzen – sondern auch für jene kämpfen – etwa das Kabinenpersonal
-, deren Zukunftsaussichten aufgrund der schlechteren
Verhandlungsposition düsterer sind.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

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Erstellt von an 22 Okt 2017. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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