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Sondergutachten zum Morbi-RSA: AOK sieht gute Basis zur Weiterentwicklung





Als eine gute Basis für die Weiterentwicklung des
morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs (Morbi-RSA)
bezeichnet der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Martin
Litsch, das Sondergutachten zum Morbi-RSA: „Endlich verfügen wir über
eine aktuelle und umfassende Expertenmeinung. Auf dieser Basis lässt
sich die teils hitzige Debatte um eine zweckmäßige Weiterentwicklung
des Morbi-RSA wieder versachlichen.“

Der Wissenschaftliche Beirat des Bundesversicherungsamts hat am
Donnerstag in Bonn die Ergebniszusammenfassung seines
Sondergutachtens zu den Wirkungen des Morbi-RSA vorgestellt, mit dem
er im Dezember 2016 vom Bundesgesundheitsminister beauftragt worden
war.

Dabei machten die Wissenschaftler deutlich, dass der
Finanzausgleich in der gesetzlichen Krankenversicherung schon heute
gut funktioniere, es also keinen akuten Handlungsbedarf gebe.
„Gleichzeitig beschreiben sie einen Reformpfad, wie der Morbi-RSA
noch zielgenauer gemacht und Anreize zur Benachteiligung bestimmter
Versichertengruppen weiter abgebaut werden können. Diesen Weg sollten
die künftigen politischen Entscheidungsträger nun konsequent
weitergehen“, betont Litsch. Wichtig sei auch, die Langfassung des
Gutachtens genauer zu studieren. Weiterer wissenschaftlicher Input
sei dann mit Vorliegen des zweiten Sondergutachtens Ende April 2018
zu erwarten. Dieses soll Fragen einer immer wieder geforderten
Umverteilung von Beitragsgeldern zwischen den Regionen beantworten.
„Die Politik wird dann in der Lage sein, über mögliche Anpassungen
des Morbi-RSA fundiert zu entscheiden“, so Litsch.

In einem Punkt kann eine neue Koalition nach Meinung des
Verbandschefs aber gleich loslegen: „Die Politik muss sich trauen,
den Kassen mehr Gestaltungsspielräume zu eröffnen und dafür wirksame
Vertragsinstrumente an die Hand zu geben. Denn durch die Beseitigung
von Risikoselektionsanreizen schafft der Morbi-RSA schon jetzt die
Voraussetzungen für einen Kassenwettbewerb um die beste Versorgung.“

Die nun vorliegende wissenschaftliche Analyse zur
Weiterentwicklung des Morbi-RSA stützt sich auf Daten aller
Krankenkassen und Erfahrungen seit Einführung des Morbi-RSA im Jahr
2009. Sie war zuvor von allen Krankenkassen und Kassenverbänden
gefordert worden. Im Rahmen eines Anhörungsverfahrens hatten sie
dabei Gelegenheit, Vorschläge zur Evaluation des Morbi-RSA
einzubringen, wovon auch umfassend Gebrauch gemacht wurde. Erstellt
wurde das Sondergutachten vom Wissenschaftlichen Beirat beim
Bundesversicherungsamt. Dieser wurde hierfür um zwei Experten
erweitert, darunter auch der Vorsitzende der Monopolkommission
Professor Achim Wambach, ausgewiesener Experte für Wettbewerbsfragen.

An die Redaktionen:

Weitere Informationen zum Morbi-RSA finden Sie auf www.aok-bv.de.

Pressekontakt:
Ihr Ansprechpartner in der Pressestelle
Dr. Kai Behrens

Telefon: 030 / 34646-2309
Mobil: 01520 / 15603042
E-Mail: presse@bv.aok.de

Original-Content von: AOK-Bundesverband, übermittelt durch news aktuell

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Erstellt von an 19 Okt 2017. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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