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„ttt – titel thesen temperamente“ (NDR) am Sonntag, 22. Januar 2017, um 23:05 Uhr





Geplante Themen:

Wohin steuert die Türkei? – Gespräch mit der regierungskritischen
Schriftstellerin Asli Erdogan Während Präsident Erdogan daran
arbeitet, das Präsidialsystem einzuführen, damit er noch mehr Macht
bekommt, wird es in der Türkei weiterhin schwieriger für kritische
Stimmen. Die Schriftstellerin Asli Erdogan, die mit dem Präsidenten
nicht verwandt ist, saß gerade einige Monate in Untersuchungshaft,
weil sie für die pro-kurdische Zeitung Özgür Gündem gearbeitet hat.
Offiziell werden ihr Mitgliedschaft in sowie Propaganda für eine
terroristische Vereinigung vorgeworfen. Sie ist jetzt frei, aber das
Verfahren gegen sie wird fortgesetzt, sie darf die Türkei nicht
verlassen, ihr droht lebenslange Haft. In „ttt“ spricht Asli Erdogan
über ihre Situation und die Perspektive eines Landes, das die Kurden
bedrängt, sich immer mehr in Richtung Diktatur bewegt und von den
laizistischen Ideen des Staatsgründers Atatürk entfernt.

Kampf der Frauen – Warum „Hidden Figures“ der Film zur Vereidigung
von Donald Trump ist Am Tag nach Donald Trumps Vereidigung zum
US-Präsidenten haben Frauen zum „March on Washington“ aufgerufen für
Gleichberechtigung und Vielfalt, in Anlehnung an den „March on
Washington“ 1963 gegen Diskriminierung von Schwarzen, bei dem Martin
Luther King seine berühmte „I have a dream“-Rede hielt. Zeitgleich
kommt jetzt ein Film in die Kinos, der daran erinnert, wie mühsam
diese Rechte erstritten werden mussten. „Hidden Figures – Unerkannte
Heldinnen“ erzählt die wahre Geschichte von drei afroamerikanischen
Mathematikerinnen, die Anfang der 60er, als es noch Rassentrennung
und keine Computer gab, die ersten NASA-Missionen möglich machten.
John Glenn – den Namen des ersten US-Astronauten, der die Erde
umrundet hat, kennt man. Die Namen der Mathe-Cracks dahinter (noch)
nicht: Katherine Johnson, Dorothy Vaughn und Mary Jackson. Der Film
würdigt ihren Beitrag zur Eroberung des Weltraums und ihren Kampf zur
Eroberung der gleichen Rechte, als Frauen und als Schwarze – damals
eine fast noch schwierigere Mission, als einen Menschen ins All zu
schießen. „Hidden Figures“ (Filmstart 2. Februar) ist gerade jetzt so
aktuell und wichtig, weil vieles von dem, was Amerika wirklich
„great“ macht, mit dem neuen Präsidenten auf dem Spiel steht.

Kunst gegen den Krieg – Der syrische Künstler Tammam Azzam Tammam
Azzam floh aus seinem Heimatland als er einen Einberufungsbefehl für
die syrische Armee bekam. Der Künstler wollte nicht auf seine
Landsleute schießen. Und plötzlich hatte er kein Atelier mehr, keine
Leinwände, keine Farben, nichts. Einzig ein Bildbearbeitungsprogramm
auf seinem Laptop – so kam er auf die Idee, digitale Collagen zu
entwerfen: Fotos von kriegszerstörten Häusern, auf deren ruinösen
Wände er Ikonen der Kunstgeschichte wie Gustav Klimts „Kuss“
montierte oder Piktogramme der olympischen Sportarten, die er auf die
Realität im syrischen Krieg übertrug. Mit diesen Arbeiten erregte
Azzam viel Aufmerksamkeit, sie wurden weltweit im Netz verbreitet.
Seitdem er in Deutschland ist, hat er einen Atelierraum zur Verfügung
und malt wieder. „ttt“ spricht mit Tammam Azzam über Kunst im Krieg –
und die Kunst des Collagierens.

Sex, Macht und Ohnmacht – Isabelle Huppert im preisgekrönten Film
„Elle“ Eine Frau wird von einem maskierten Täter in ihrem Zuhause
vergewaltigt, scheint danach zur Tagesordnung überzugehen und
bestellt erst mal Sushi. Sie meldet es nicht einmal der Polizei,
lässt sogar weitere Vergewaltigungen geschehen – genießt sie die
Demütigungen sogar? Die Story klingt nach einer frauenverachtenden
Altmännerfantasie. Doch der Film „Elle“ ist das Gegenteil: ein
unerträglich spannender, kunstvoll gemachter Rape-Revenge-Thriller,
der nicht nur in jeder Hinsicht unmoralisch und unerwartet ist,
sondern vor allem eine ungewöhnlich starke Heldin feiert. „Elle“
bekam den „Golden Globe“ als bester nicht-englischsprachiger Film,
Isabelle Huppert den „Golden Globe“ als beste Hauptdarstellerin.
„ttt“ trifft Isabelle Huppert und Regisseur Paul Verhoeven zum
Gespräch über Männer, Frauen, Sex und Macht.

„Let““s rethink“ – Die dänische Stadt Aarhus eröffnet ihr
Kulturhauptstadtjahr „Lasst uns neu denken“ oder auch „Lasst uns
umdenken“ – so lautet das Motto der Kulturhauptstadt Aarhus. Und weil
die Stadt nicht mehr viel in die Infrastruktur investieren musste,
konnte sie das umso mehr ins Programm. Nun soll sich ein Jahr lang
mit den drängenden Fragen auseinander gesetzt werden, die Europa
beschäftigen: die Lebensqualität in den Städten, Wirtschaftskrise,
Einwanderung und soziale Grenzen. Wie sehr das alles schon Thema in
Aarhus ist, erkundet „ttt“ bei einem Stadtspaziergang – und ist bei
der feierlichen Eröffnung des Kulturhauptstadtjahres mit dabei.

Moderation: Max Moor

Redaktion: Edith Beßling, Christine Gerberding, Niels Grevsen
(NDR)

Pressekontakt:
Agnes Toellner, Presse und Information Das Erste,
Tel: 089/5900 23876, E-Mail: agnes.toellner@DasErste.de
Fotos unter www.ard-foto.de

Original-Content von: ARD Das Erste, übermittelt durch news aktuell

Kurz-URL: https://www.88news.de/?p=1446826

Erstellt von an 20 Jan 2017. geschrieben in Kultur. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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