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Über 200.000 Stimmen für den Schneeleopardenschutz – Gipfeltreffen in Bischkek ist gestartet





Die zwölf
Schneeleoparden-Verbreitungsstaaten treffen sich am 25. August im
kirgisischen Bischkek zum zweiten Weltgipfel des
Schneeleopardenschutzes (Global Snow Leopard & Ecosystem Protection
Program, kurz: GSLEP). Veranstaltet und organisiert wird das
Gipfeltreffen von dem Präsidenten und der Regierung der Kirgisischen
Republik mit organisatorischer und finanzieller Unterstützung der
Global Tiger Initiative, des Entwicklungsprogramms der Vereinten
Nationen (UNDP), des NABU und weiterer Nichtregierungsorganisationen
für den Schneeleoparden-Schutz. Das gemeinsame Ziel ist die Erhaltung
der letzten Schneeleoparden der Welt und ihres Lebensraumes, der
Berg-Ökosysteme.

„Die internationale Schutzkonferenz bringt Staaten und
Naturschutzorganisationen an einen Tisch und ist damit ein
Meilenstein im Schutz für den Schneeleoparden. Als Initiator des
Gipfeltreffens freuen wir uns besonders über diese grenzübergreifende
Kooperation“, sagte NABU-Vizepräsident Thomas Tennhardt. Es ist das
zweite Mal, dass die Staaten zusammenkommen, um die Tierart vor dem
Aussterben zu bewahren. Das erste Gipfeltreffen fand im Oktober 2013
statt. Die damals erfolgreich verabschiedete „Bischkek-Deklaration“
hat zum Ziel, 20 Schneeleoparden-Landschaften bis zum Jahre 2020 zu
schützen und damit das Überleben der verbliebenen 4.000 bis 6.4000
Schneeleoparden zu sichern. Der NABU drängt zur Eile: „Die Hälfte der
Zeit bis 2020 ist verstrichen und noch ist zu wenig passiert. Immer
noch werden Schneeleoparden illegal gewildert oder sterben durch
Vergeltungsakte von Hirten, während ihr Lebensraum weiter schrumpft“,
so Tennhardt.

Gemeinsam mit dem WWF und dem Snow Leopard Trust fordert der NABU
die Staatschefs der Schneeleopardenländer auf, Lippenbekenntnisse zu
unterlassen und stattdessen endlich zu handeln. „Es geht besonders
darum, effektiv gegen Wilderei und illegalen Handel vorzugehen und
die ausgewählten Schneeleoparden-Schutzgebiete nachhaltig zu
sichern“, sagte Tennhardt. Dies sei ein besonders akutes Thema, da
die Zerschneidung der Habitate aktuell in vollem Gange sei: „Große
Infrastrukturprojekte, wie beispielsweise der Bau der sogenannten
““Neuen Seidenstraße““, gefährden wertvolle Lebensräume des scheuen
Hochgebirgsbewohners und bedürfen dringend der genauen Überprüfung“,
so Tennhardt.

Ihre Forderungen haben die Verbände in einem Petitionsschreiben
zusammengefasst und, mit prominenter Unterstützung unter anderem
durch Schauspieler Leonardo DiCaprio, 202.881 Stimmen gesammelt.
Diese werden den verantwortlichen Staats- und Regierungschefs auf dem
Gipfeltreffen überreicht.

Schneeleoparden gelten als stark gefährdet und kommen in
Afghanistan, Bhutan, China, Indien, der Mongolei, Nepal, Pakistan,
Russland, Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan und Usbekistan vor.
Der NABU engagiert sich bereits seit 1998 für den Schutz der
Schneeleoparden und ist mittlerweile in Kirgistan, Tadschikistan und
Pakistan für den Schneeleopardenschutz aktiv. Als Initiator des GSLEP
setzt sich der NABU aktiv dafür ein, dass vereinbarte
Schneeleoparden-Schutzprogramme umgesetzt werden und kümmert sich
beispielsweise um eine Region im Nord-Tian-Shan-Gebirge, die als
eines der 20 Schutzgebiete identifiziert wurde. In vier
grenzüberschreitenden Naturschutzgebieten – drei auf kasachischer und
eines auf kirgisischer Seite – verbessert der NABU seit 2013 das
Management und schafft die Basis für eine grenzübergreifende
Zusammenarbeit. Das Projekt wird vom Bundesministerium für
wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert.

Informationen zur Schneeleoparden-Schutzarbeit des NABU und zur
Bischkek-Deklaration: www.schneeleopard.de

Mehr zum Tian-Shan-Projekt des NABU: http://ots.de/6Uk8r

Pressefotos zum Schneeleoparden:
www.NABU.de/pressebilder_schneeleopard

Website des Globalen Forums zum Schutz der Schneeleoparden:
http://forum.globalsnowleopard.org/

Der Schneeleopard bei Facebook: www.facebook.com/Schneeleoparden

Ansprechpartner vor Ort:

Boris Tichomirow
Leiter des NABU-Mittelasienprogramms
Tel. 00 996-776 88 87 42

Britta Hennigs
Leiterin internationale Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und
NABU-Pressestelle
Tel. 00 996-776 88 87 43

Irina Muschik
NABU-Referentin Schneeleopardenschutz
Kontakt über Britta Hennigs und Boris Tichomirow

NABU-Pressestelle
Kathrin Klinkusch | Iris Barthel | Britta Hennigs | Nicole Flöper
Tel. +49 (0)30.28 49 84-1510 | -1952 | -1722 | -1958
Fax: +49 (0)30.28 49 84-2000 | E-Mail: presse@NABU.de

Original-Content von: NABU, übermittelt durch news aktuell

Kurz-URL: http://www.88news.de/?p=1523188

Erstellt von an 24 Aug 2017. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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