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Verwaltungsräte immer noch ohne ausreichende Schlüsselkompetenzen im Umgang mit der digitalen Disruption laut einer Studie von Amrop





Digitales Know-how hält zunehmend Einzug in die Führungsebenen
(CDOs, CIOs, CTOs). Vor diesem Hintergrund untersuchte Amrop die
digitalen Kompetenzen der Führungsebenen der 110 größten
börsennotierten Unternehmen aus 11 Ländern (in Europa und den USA)
sowie den professionellen Hintergrund von 1280 nicht am Management
beteiligten Direktoren (NED““s).

(Logo: http://photos.prnewswire.com/prnh/20160129/327323LOGO )

Hauptergebnisse

– 36 % der Verwaltungsratsmitglieder in technologischen Unternehmen
verfügen über digitale Kompetenzen. Finnland stellt den größten
Prozentsatz, Frankreich den geringsten. Die USA befinden sich an
drittletzter Stelle. „Arbeitnehmervertreter“ machen 23 % der
technischen/digitalen Kompetenzen aus.
– 5 % der Verwaltungsratsmitglieder in nicht technologischen
Unternehmen verfügen über digitale Kompetenzen. Dänemark und
Spanien belegen den letzten Platz (2 %), Schweden den ersten (8 %).
– Bereiche, in denen die Digitalisierung eine wesentliche Rolle
spielt, sind unzureichend ausgestattet. Konsumgüter und Handel (5
%), Finanzdienstleistungen (4 %) und Life Sciences (7 %) sind
auffallend gering mit digitalen Profilen in den Verwaltungsräten
vertreten.
– Finanzielle Kompetenzen treten dreimal häufiger auf als digitale
Kompetenzen. Außerhalb des Finanzdienstleistungssektors weisen 16 %
der Verwaltungsratsmitglieder finanzielle Kompetenzen auf.
– Nur vier börsennotierte Unternehmen haben ein offizielles Komitee
für technologische und digitale Belange. Nominierungsausschüsse
spielen eine wesentliche Rolle.

Die von Amrop mit ausgewählten Verwaltungsratsmitgliedern
durchgeführten Interviews ergaben folgende Einblicke:

Digitale Disruption und Innovation verlangen Vorbilder and
Katalysatoren

Digitale Verwaltungsratsmitglieder spielen genau diese Rolle. Sie
schaffen Innovation, neue Geschäftsmodelle sowie neue Partnerschaften
und bringen neues Führungstalent ein.

Digitale Transformation und Online-Sicherheitsrisiken gehen Hand
in Hand

Online-Sicherheit ist eine Priorität für Verwaltungsräte, ein
umfassendes Verständnis fehlt jedoch. Sicherheitslücken verursachen
Schäden an der IT-Infrastruktur, den Unternehmensfinanzen und dem Ruf
des Unternehmens, während schnelle Innovationen in den Bereichen
„Cloud Computing“, Datenaggregation, mobiler Technologie und in den
sozialen Medien stattfinden.

Digitalisierung und Disruption verlangen eine risikotolerante
Kultur

Wenn sie nicht an Bedeutung verlieren wollen, dann müssen
Verwaltungsräte Risikokultur und Risikobudget im Lichte der digitalen
Evolution beurteilen.

Der digitale Weg wird Schritt für Schritt verfolgt

Viele Verwaltungsratsmitglieder setzen ihre Prioritäten auf
Prozessvereinfachungen und die Optimierung von bestehenden
IT-Systemen. Einige, aber lange nicht alle, sind daran ihre
Strategien auf neue digitale Dienstleistungen und Produkte
auszurichten. Dabei sind eine effiziente Umsetzung und die
Interkation mit Kunden von grosser Bedeutung.

Verwaltungsräte erbringen nicht die erforderliche Leistung, so die
Verwaltungsratspräsidenten

Digitale Transformation wird häufig von unten durch die IT-
und/oder die Finanzabteilung vorangetrieben. Verwaltungsräte müssen
trotzdem die Führung übernehmen und die Strategieplanung, die
Unternehmensleitung und das operative Geschäft miteinander verbinden.

Digitale Investitionen sind ein Balanceakt

Unternehmen investieren sowohl in digitale Sicherheit als auch in
Serviceinnovation. Sicherheitsfragen beschäftigen viele
Verwaltungsratsmitglieder, wenn es um die digitale Transformation
geht. Entsprechende Chancen und Risiken werden einander
gegenübergestellt.

Digitale Verwaltungsratsmitglieder benötigen Legitimation

Die besten Player sind „erfahren in großangelegten IT- und
Kulturtransformationen und bringen internationale Führungsstärke und
ausreichend Verwaltungsratserfahrung mit, um den Status Quo
herauszufordern.

Niels Bentzen, Global Leader der Technology & Media Practice Group
von Amrop erklärt: „Die digitale Repräsentation in Verwaltungsräten
steckt noch in den Kinderschuhen. Wir erwarten einen erheblichen
Zuwachs in den nächsten drei Jahren. Die
Verwaltungsratszusammensetzung muss sich entwickeln und neue, oft
ungewöhnliche Profile integrieren.“

Über Amrop Amrop ist mit 83 Büros in 57 Ländern eine der weltweit
größten Executive Search Partnerschaften. http://www.amrop.com
Ansprechpartner: Niels Bentzen Global Practice Group Leader,
Technology & Media, Amrop Durchwahl: +45(0)33-14-01-55 Bericht
herunterladen http://www.amrop.com/thought_leadership

Kurz-URL: http://www.88news.de/?p=1325445

Erstellt von an 25 Feb 2016. geschrieben in Computer. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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