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Weser-Kurier: Kommentar von Nikolai Fritzscheüber TV-Gelder für Traditionsvereine





Worum geht““s im Fußball, um den Sport oder um die
Kohle? Die Debatte um die Verteilung der TV-Gelder berührt eine
Grundfrage des Sports im Zeitalter seiner großflächigen Vermarktung.
Es mag Spieler geben, die auch für 8,50 Euro die Stunde
Berufsfußballer wären. Und vielleicht gibt es auch Spieler, die
Fußball blöd finden und viel lieber Ruderer geworden wären, aber
unbedingt Millionen verdienen wollten. Aber die meisten Kicker lieben
das Spiel und finden es gut, reich zu sein. Fußball ist weder nur
Sport noch ausschließlich (Show-)Geschäft, und deshalb könnten die
Klubs, die überproportional zur Attraktivität der Show beitragen,
ruhig ein bisschen mehr Geld bekommen als die, die zu Auswärtsspielen
nicht mal 500 Fans mobilisieren. In anderen Ländern ist das längst
so. Besonders schwer haben es Emporkömmlinge in Italien: Ein Zehntel
des TV-Erlöses wird nach der „Ewigen Tabelle“ verteilt. In der
Bundesliga würde das für Bremen (Rang 2) und Hamburg (3) massive
Zuverdienste bedeuten, für Wolfsburg (16) oder Hoffenheim (27)
Einbußen. Was einige deutsche Traditionsklubs nun fordern, ist also
halb so wild.

Pressekontakt:
Weser-Kurier
Produzierender Chefredakteur
Telefon: +49(0)421 3671 3200
chefredaktion@Weser-Kurier.de

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Erstellt von an 30 Mrz 2016. geschrieben in Sport/Fitness. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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