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Westfalen-Blatt: das Westfalen-Blatt (Bielefeld) zum Recht auf»kinderkrank«





Für jene, die heute Großeltern sind, war
dergleichen Utopie: Zu Hause bleiben, weil das Kind krank ist? Und
das bei teilweisem Lohnausgleich? Undenkbar! Dass sich die
Arbeitswelt diesbezüglich zum Besseren gewandelt hat, macht die
»Alten« gleichwohl nicht neidisch auf die aktuell schaffende und
Kinder großziehende Generation. Stress gab““s zwar auch früher genug
im Leben (insbesondere der Mütter) zwischen Haushalt, Kindern und
Arbeitsplatz. Doch waren oft helfende Großeltern im Haus oder in der
Nähe, wenn““s Kind plötzlich krank war und die Not groß. Gute
Ausbildung und hohe Flexibilität, auch örtliche – das sind heute die
Anforderungen an alle, die im Arbeitsleben erfolgreich sein wollen
und müssen. Zum Wohl des Unternehmens, und eben auch, damit die
eigene Miete bezahlt werden kann. Auf die aushelfende Großfamilie,
wenn es sie denn noch irgendwo gibt, kann da niemand mehr bauen. So
ist es nicht mehr als nur ein kleiner sozialer Ausgleich, dass
wenigstens »kinderkrank« für Eltern normal wird. Genug Stress bleibt
ihnen – und den Kindern – sowieso.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

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Erstellt von an 10 Okt 2017. geschrieben in Kultur. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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