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Westfalen-Blatt: das Westfalen-Blatt (Bielefeld) zum»Tatort«:





Ein Swimmingpool voll mit Sperma – für Menschen
mit einem Rest an Schamgefühl war am Sonntagabend der »Tatort« mit
dem bezeichnenden Titel »Hardcore« eine Zumutung. Nackte Haut ist im
Fernsehen nichts Ungewöhnliches mehr, aber derart aufdringlich und
vulgär wurden Zuschauer selten mit Sex konfrontiert. Der Kriminalfall
ging in der Dauerpräsenz von Hintern und Busen unter. Regisseur
Philip Koch sollte sich zwei Dinge merken. Erstens: Man muss nicht
alles zeigen – es reicht aus, wenn etwas nur angedeutet wird. Das
gilt für einen »Tatort« selbst dann, wenn er sich mit der
Pornoindustrie befasst. Und zweitens: Plumpe Nacktheit ist nicht
erotisch, sondern ödet im Gegenteil an. Privatsendern wird
vorgeworfen, für hohe Einschaltquoten setzten sie schamlos auf das
Rezept »Sex sells«. Und dann dreht ausgerechnet der Bayerische
Rundfunk die Schraube weiter an. »Hardcore« kam teilweise wie ein mit
Rundfunkbeiträgen finanzierter Pornofilm daher – und das nicht um
23.30 Uhr, sondern zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr. Die
Senderverantwortlichen muteten den unappetitlichen Swimmingpool auch
noch Kindern zu.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

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Erstellt von an 9 Okt 2017. geschrieben in Kultur. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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