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Westfalenpost: Nie wieder!





Der Umgang mit der eigenen Geschichte ist ein
Prüfstein weniger für Demokratie, denn für Zivilisation. Fassungslos
haben wir beobachtet, wie die IS-Terroristen die unwiederbringlichen
Zeugnisse der antiken Hochkulturen im Irak und in Syrien pulverisiert
haben. Die Geschichte umzuschreiben und zu überschreiben, ist häufig
ein Bedürfnis von Extremisten und Fanatikern. Doch Erinnern ist
lästig, weil es weh tut. Gerade in Deutschland ist es nicht mehr so
einfach, Schülern zu erklären, warum das jährliche Gedenken an die
Opfer des Nazi-Regimes wichtig ist. Die Opfer sind längst tot, die
Täter fast alle ebenfalls. Macht man sich da als Land, gar als
Nation, nicht selber klein, wenn man immer wieder vergangene Schuld
thematisiert? Haben nicht andere Länder ebenfalls Schuld auf sich
geladen? Solche Theorien buhlen derzeit um Salonfähigkeit. Sie gehen
zwangsläufig einher mit der Tendenz, Schuld zu relativieren, aus
Tätern irgendwie auch Opfer zu machen, die Leiden der Opfer
abzuwerten sowie die historische Forschung zum Thema zu
disqualifizieren. Dahinter steckt natürlich politisches Kalkül.
Deshalb ist Geschichtsvergessenheit so gefährlich. Wir erinnern uns
ja nicht ohne Grund. Wir wollen aus der Geschichte lernen, damit sie
sich nie wiederholt.

Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion

Telefon: 02331/9174160

Original-Content von: Westfalenpost, übermittelt durch news aktuell

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Erstellt von an 27 Jan 2017. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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