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Würzpaste als Wirtschaftsfaktor





Berlin, 22.09.2017 – Tunesien entwickelt sich zum wichtigen Exporteur landwirtschaftlicher Produkte nach Europa, wovon nicht zuletzt der einheimische Agrarsektor profitieren soll. Beispiel dafür ist die tunesische Spezialität Harissa, eine für die nordafrikanische Küche typische scharfe Würzpaste. Das tunesische Ministerium für Industrie und Handel in Zusammenarbeit mit dem tunesischen Verband der Lebensmittelkonservenindustrie (GICA) hat für besonders hochwertiges Harissa die Zertifizierung „Food Quality Label Tunisia“ entwickelt. Diese steht für einen streng kontrollierten Herstellungsprozess und soll Chilibauern höhere Erlöse sichern. Europäischen Verbrauchern garantiert das Label, das im Oktober auf der Anuga in Köln einem Fachpublikum vorgestellt wird, die Herstellung nach tunesischem Originalrezept.

Das gelbe Logo mit roter Sonne, das für das „Food Quality Label Tunisia“ steht, kennzeichnet nach traditionell tunesischem Rezept hergestelltes Harissa aus mindestens 85 Prozent roten Chilischoten – eine unverzichtbare Zutat der lokalen Küche und ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Tunesien. Mit rund 10.000 Tonnen ins Ausland verkauften Produkten jährlich ist das 11-Millionen Einwohner zählende Land Harissa-Exportweltmeister. Über 25.000 Tunesier sind an der Wertschöpfungskette rund um Harissa beteiligt. Tunesische Bauern, die Chilischoten für zertifiziertes Harissa anbauen, profitieren dabei besonders von dem Label. In den vergangenen Jahren konnten sie einen durchschnittlichen Preisanstieg von 25 Prozent im Vergleich zu sonstigen Chiliverkäufen verzeichnen. Said Majbri, Chilibauer aus Zaafrana, berichtet von einer Verdreifachung seiner Anbauflächen: „Früher musste ich meine Chilischoten zu ungünstigen Konditionen an Zwischenhändler verkaufen. Mein neuer Vertrag mit einem Hersteller von zertifiziertem Harissa ermöglicht den Anbau besonders hochwertiger Sorten und die Steigerung der Profitabilität meines Betriebes.“

Europäische Verbraucher können die Kennzeichnung, die durch das Projekt PAMPAT – eine Kooperation der Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (UNIDO) und dem Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) – gefördert wird, als Orientierungshilfe für ein hochwertiges Produkt nutzen. Zertifiziertes Harissa unterliegt besonders strengen Anforderungen an Zusammensetzung, Frische und Verarbeitung der Zutaten. Neben scharfen Chilischoten kommen nur Knoblauch, Koriander, Kümmel und Salz in die Dose. Die Herkunft der verwendeten Rohstoffe ist transparent und ebenso nachvollziehbar wie die gesamte Herstellungskette der Gewürzpaste, die in der Küche vielfältig eingesetzt wird; zum Beispiel zum Würzen von Gemüse, Suppen, Saucen und Pastagerichten. Interne und staatlich organisierte externe Kontrollen sichern eine gleichbleibend hohe Produktqualität.

Vom 07. bis 11. Oktober 2017 wird Harissa mit dem „Food Quality Label Tunisia“ gemeinsam mit vielen weiteren tunesischen Produkten auf der Anuga in Köln (Halle 11.3), der weltweit größten Fachmesse für Lebensmittel und Getränke, vorgestellt.

Kurz-URL: https://www.88news.de/?p=1533056

Erstellt von an 22 Sep 2017. geschrieben in Essen/Trinken. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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