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Zum 50. Geburtstag: „Boris Becker – Der Spieler“






 


Zum 50. Geburtstag: „Boris Becker- Der Spieler“ 90-minütige Doku
von Hanns-Bruno Kammertöns und Michael Wech / Sendung am Montag, 20.
November 2017 um 20:15 Uhr im Ersten

Im Juli 1985 reckt ein Siebzehnjähriger seine Fäuste in den Himmel
über London. Boris Becker, der rotblonde Junge aus Leimen, hat
Wimbledon gewonnen, das bedeutendste Tennisturnier der Welt. 15.000
Menschen jubeln im Stadion, Millionen vor den Fernsehschirmen. Es ist
die große Zäsur im Leben von Boris Becker, die alles verändern soll.
Dieser Sieg ist erst der Anfang. Dreimal gewinnt Boris Becker
Wimbledon, holt insgesamt sechs Grand-Slam Titel. Der Film „Boris
Becker – Der Spieler“ blickt aus Anlass seines 50. Geburtstages im
November noch einmal zurück auf die unvergessenen Auftritte des
Leimeners auf den Tennisplätzen dieser Welt. Die Dokumentation widmet
sich aber auch den Nachrichten zur Pleite Beckers, die seit Monaten
die Schlagzeilen bestimmen. Der Film von Hanns-Bruno Kammertöns und
Michael Wech wird am Montag, 20. November 2017 um 20:15 Uhr im Ersten
ausgestrahlt.

Leben in der Öffentlichkeit

Seine erste Million macht er mit 18, spielt insgesamt 25 Millionen
an Preisgeldern ein. Sein Name wird zur Marke und sorgt für noch mehr
Millionen in den Kassen der Werbeindustrie. Es folgen Einladungen von
Präsidenten, Königshäusern, vom Weißen Haus und vom Papst. Er löst in
Deutschland eine Beckermania aus, wird rumgereicht und vereinnahmt.
Becker, dem es doch nur um seinen Tennissport geht, ist zu jung, um
auf ein Leben in Öffentlichkeit vorbereitet zu sein. Mit dem Ruhm
kommen die Erwartungen und die ganze Welt schaut zu. Bis heute. „Seit
über 30 Jahren lebe ich öffentlich. Dafür zahlt man einen Preis.“

Wer ist Boris Becker?

Die Autoren begleiten seit Ende 2016 die öffentlichen Auftritte
Boris Beckers, der sie als einziges Fernsehteam mit in sein Haus nach
London nimmt und in die Ferien nach Ibiza. Kammertöns und Wech
beobachten ihn bei einem nächtlichen Pokertur-nier in Tschechien und
folgen ihm zu einem Auftritt in die englische Eliteuniversität
Cambridge. Die Kamera ist dabei, wenn Becker sich einer längst
überfälligen Operation am Sprunggelenk unterzieht. Bei all den
Begegnungen macht Becker keinen Hehl aus seiner inneren Verfassung.
Seine Verletzlichkeit ist zu spüren, sein Siegeswille und manchmal
auch sein Einzelkämpfertum: „Den einen besten Freund habe ich nicht.
Es gibt keinen Menschen, der alles von mir weiß.“

Ein Mann der Schlagzeilen Das Team reist mit ihm nach Monte Carlo
und Paris – und ist mit der Kamera dabei, als Ende Juni die ersten
Schlagzeilen über seine Schulden die Runde machen. Die erste Reaktion
Beckers vor der Kamera ist die entrüstete Frage „Was habe ich den
Redakteuren getan? Was den Herausgebern?“. Er empfindet die
Veröffentlichungen als „Rufmord“, sogar als „Totschlag“. Den Autoren
des Films gegenüber ist Becker völlig offen. Er lässt sie teilnehmen
an seiner Verzweiflung und an seiner Siegesgewissheit. Zum ersten Mal
äußert er sich im Fernsehen zu seiner Finanzsituation und den
Zusammenhalt in seiner Familie. Er vergleicht Tennis mit dem Leben,
das er jetzt führt: „Das Ziel ist immer das Gleiche: Das Spiel zu
gewinnen“.

„Ich bin nicht euer Boris“

Die Erkenntnis, niemals wieder etwas so gut zu können wie
Tennisspielen, kann tragische Züge haben. Wie andere Ausnahmeathleten
auch hat Becker manchmal Mühe, den Erfolg und den guten Stil
unbeschadet in den Alltag zu retten. In das zweite Kapitel seines
Lebens. Über Jahre vertraut er auf den Rat von eigennützigen
Beratern, von denen viele sein Licht suchen. Und der Boulevard findet
in ihm eine offenbar nie versiegende Quelle für Lob oder Häme. Gegen
eine übergroße Vereinnahmung in seiner Heimat wehrt sich Becker: „Ich
bin nicht Euer Boris.“

“ … weil er sich nicht unterkriegen lässt“

Über Boris Becker sprechen seine Ehefrau Lilly, seine Ex-Frau
Barbara, seine Mut-ter Elvira, seine Schwester Sabine. Ehefrau Lilly
fasst ihre Erfahrungen so zusam-men: „Wenn Du mit Boris Becker
zusammenlebst, dann hast du ihn in guten und in schlechten Tagen,
aber ich liebe ihn, weil er sich nicht unterkriegen lässt.“ Zu Wort
kommen sein langjähriger Manager Ion Tiriac, sein Trainer Günther
Bosch sowie ehemalige deutsche Tennisprofis wie Michael Stich und
Carl-Uwe Steeb. Tiriac erinnert sich an den jungen Boris, dem er
beigebracht habe, nach seinen, Tiriacs Regeln zu leben und zu
spielen: „Er war ja noch so ein Baby. Was immer ich sagte, war
Gesetz“. Bosch vergisst nicht den Kampfgeist seines Schützlings:
„Manchmal tropfte Blut durch seinen Schuh“. Steeb weiß noch: „Boris
ging beim Gegner dahin, wo es wehtut“.

Sendung:

„Boris Becker – Der Spieler“ ist eine Produktion der C-Films
(Deutschland) GmbH in Koproduktion mit Wild Bunch Germany, SWR und
WDR für Das Erste. Die Ausstrahlung ist am Montag, 20. November um
20:15 Uhr im Ersten.

Der Film wird erst wenige Tage vor Ausstrahlung fertig sein und
voraussichtlich ab 16. November für akkreditierte Journalisten zu
sehen sein unter https://presse.daserste.de und
www.presseportal.swr.de.

Pressekontakt:
Daniela Kress, Tel. 07221 929 23800, Daniela.Kress@SWR.de

Original-Content von: SWR – Das Erste, übermittelt durch news aktuell

Kurz-URL: http://www.88news.de/?p=1544167

Erstellt von an 24 Okt 2017. geschrieben in Bilder, Sport/Fitness. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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