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Zwiesel Bayerischer Wald: Ralf Bender-Preis 2017 vergeben






 

Zwiesel. Der Ralf Bender-Preis 2017, höchst dotierter Krimi-Kurzgeschichten-Wettbewerb im deutschsprachigen Raum, geht an Michael Thode.

„Ich bin heimgefahren mit einem Gefühl der Ermutigung und des: Ich mache weiter!“ und „Das ist ein toller Ansporn für weitere Geschichten“ – das sind die Reaktionen zweier Autorinnen, die am Samstagabend zur Verleihung des Ralf-Bender-Krimipreis 2017 nach Zwiesel ins Waldmuseum gekommen sind. Der Gewinner des begehrten und hochdotierten Preises ist Michael Thode, der in Salzhausen in der Lüneburger Heide lebt und arbeitet. Er durfte sich über ein Preisgeld von 1500 Euro und einen Wanderpokal freuen. Dach Buch „DoudnSuppn“ mit den 24 besten Geschichten aus dem Wettbewerb ist ab sofort überall im Buchhandel erhältlich.

Rund 100 Gäste, darunter Autorinnen und Autoren aus Deutschland und Österreich waren gekommen, um den Galaabend im Waldmuseum in vollen Zügen zu genießen. Für den musikalischen Rahmen sorgte die Familie Weiderer aus Regen – Jasmin, Fabian und Vater Walter glänzten mit heimatlichen Klängen.

Natürlich stand die Spannung im Mittelpunkt, wer nach Markus Muckenschnabl (2013) und Ruth Geiger (2015) – beide aus Passau – bei der dritten Auflage des höchstdotierten Krimi-Kurzgeschichtenpreises im deutschsprachigen Raum die Nase vorne haben, oder einen der drei Sonderpreise (jeweils 150 Euro) gewinnen würde. Alexander Frimberger und Lothar Wandtner, die Erfinder und Organisatoren dieses Literaturpreises, machten in der Einführung deutlich, dass sich der Ralf-Bender-Preis zu einem der wichtigsten Krimi-Literaturpreise im deutschsprachigen Raum entwickelt habe. Rund 350 Autorinnen und Autoren haben sich seit der Einführung des Preises im Jahr 2013 beworben, darunter viele bekannte Namen. „Doch wir legen Wert darauf, dass der Literaturwettbewerb nicht nur für Profis reserviert ist“, so die beiden Organisatoren.

Hausherr des Kulturzentrums, Bürgermeister Franz Xaver Steininger zeigte sich in seinem Grußwort hoch erfreut darüber, dass die Preisverleihung erstmals in Zwiesel stattgefunden hat. „Die Initiative für diesen Wettbewerb, der mit über 5000 Euro Geld- und Sachpreisen der höchst dotierte seiner Art im deutschsprachigen Raum ist, kann man über seinen literarischen Wert hinaus, durchaus auch als beachtliche Fremdenverkehrswerbung sehen“, ssagte Steininger. So hätten sich in diesem Jahr rund 110 Autorinnen und Autoren mit dem Bayerischen Wald gedanklich beschäftigt, der als einziges Wettbewerbskriterium zwingend Handlungsumfeld der Kurzgeschichten sein muss. Und die Anthologien, die jeweils zum Wettbewerb erscheinen, bezeichnete Steininger ebenfalls als großen Werbefaktor für den Bayerischen Wald.

Alexander Frimberger und Lothar Wandtner geht es genau darum: „Wir wollen Werbung für unsere Heimat machen – auf eine etwas andere, als die übliche Art“, sagt Alexander Frimberger. Den Bayerischen Wald über die Literatur bekannt zu machen, das sei ein guter Weg, ein neues, bislang vielleicht unbekanntes Bild der Heimat zu zeichnen. „Die Begeisterung der vielen Bewerber, ihre Reaktionen auf die Preisverleihung und eine gelungene Veranstaltung im Waldmuseum, zeigen uns, auf einem guten, richtigen Weg zu sein“, sagt Lothar Wandtner. „Es gab an diesem Abend nicht wenige, die uns versicherten, baldmöglichst in unserer herrlichen Gegend Urlaub zu machen“, ergänzt er. Literatur und Tourismus würden auf diese Weise eine wunderbare Verbindung eingehen, sind die beiden Verleger aus Schönberg überzeugt.

Das ist die eine Seite: Die andere, ebenso positive Seite ist die Begeisterung der teilnehmenden Autorinnen und Autoren. Michael Thode als Gewinner gab für den Rest des Abends im Waldmuseum seinen Wanderpokal nicht mehr aus der Hand, hielt ihn fest umklammert. „Es ist eine unglaubliche Freude“, sagte er und seine Frau, die ihn begleitete bedankte sich abschließend dafür, „dass Sie mir heute einen so wohlgelaunten Mann beschert haben! Obwohl, das ist er sonst ja auch…“.

Die weiteren Preise gingen an Stefanie Lasthaus aus Karlsruhe (interessanteste Hauptfigur), Klaus Schwarzfischer aus Regensburg (witzigste Geschichte) und Gerhard Goldmann aus Rudolstadt an der Saale (phantasievollste Geschichte).

Die 24 besten Wettbewerbsbeiträge wurden in einer Anthologie zusammengefasst, die den Titel „DoudnSuppn“ trägt – also Leichenschmaus. Das Buch mit der ISBN 978-3-943926163 ist überall im Buchhandel für 12,95 Euro erhältlich.

Bildunterschrift: Ruth Geiger, Siegerin des Ralf Bender-Preises 2015, gab den Pokal an Michael Thode weiter (re.). auch Markus Muckenschnabl, Ralf Bender-Preis Sieger im Jahr 2013 (li.) gratulierte. Mit im Bild: Die beiden Erfinder und Organisatoren des im deutschsprachigen Raum höchstdotierten Krimi-Kurzgeschichten-Preises, Lothar Wandtner (2. v. li.) und Alexander Frimberger (2. v. re.).

Kurz-URL: http://www.88news.de/?p=1545724

Erstellt von an 27 Okt 2017. geschrieben in Bilder, Kultur. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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