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Bildungsempfehlung: Der sichere Weg ins Handwerk






 

Morgen erhalten 30.411 sächsische Grundschüler der 4. Klassen eine Bildungsempfehlung für eine der weiterführenden Schularten. Das sind 124 mehr als vor einem Jahr. Bei der Frage „Oberschule oder Gymnasium?“ wird aus Sicht des Handwerks das Gymnasium zu sehr in den Vordergrund gerückt als karrierefördernder Bildungsweg. Dr. Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden: „Wir sind der Auffassung, dass insbesondere praktische Talente durch die einseitige Ausrichtung auf das Gymnasium in die Irre geführt werden. Die hohe Zahl der Studienabbrecher bestätigt das. Im Interesse ihrer Kinder sollten die Eltern daran denken, dass für den einen oder anderen die Oberschule genau der richtige Weg ist, um anschließend eine berufliche Ausbildung abzuschließen und somit auf eigenen Beinen zu stehen. Einem späteren Meisterkurs, Fach- oder Hochschulstudium steht auch bei dieser Variante nichts im Wege – hier hat sich die Durchlässigkeit entscheidend verbessert.“
Auch die Aufwertung der beruflichen Abschlüsse legt nahe, dass es vernünftige Alternativen für das Gymnasium gibt. So sind laut Deutschem Qualifikationsrahmen (DQR) berufliche und akademische Ausbildung in einigen Bereichen gleichgestellt. Berufliche Abschlüsse, die drei oder dreieinhalb Jahre dauern, sind mit dem Abitur vergleichbar – so wie in den meisten anderen europäischen Ländern auch. Der Meistertitel ist sogar auf der Stufe 6 im DQR eingeordnet – ebenso wie der Bachelor. „Das Problem ist nur: Die meisten Eltern wissen gar nicht, dass eine berufliche Ausbildung nicht nur Sicherheit für die künftige Planung bringt, sondern auch alle Möglichkeiten für die Zukunft offen hält“, so Dittrich.
Von „A“ wie Augenoptiker über „K“ wie Kraftfahrzeugmechatroniker bis „Z“ wie Zweiradmechaniker bietet das Handwerk in Deutschland über 130 Ausbildungsberufe. Allein im Kammerbezirk Dresden sind es mehr als 80 Ausbildungsberufe, die mit einem Haupt- oder Realschulabschluss erlernt werden können. Selbstverständlich stehen diese Berufe auch für Abiturienten offen.
Zurzeit bieten mehr als 550 Handwerksbetriebe in der Lehrstellenbörse der Handwerkskammer unter www.hwk-dresden.de/lehrstellen freie Lehrstellen an. Die Chancen, über eine Berufsausbildung im Handwerk einen krisensicheren Arbeitsplatz zu bekommen, gelten auch in den kommenden Jahren als ausgezeichnet.

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Erstellt von an 26 Feb 2015. geschrieben in Bilder, Bildung/Job. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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