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BVR: Wirtschaftswachstum in Deutschland von mindestens 1,5 Prozent im Jahr 2015 möglich – Produktivitätsmängel beheben, Chancen wie Digitalisierung stärker nutzen





Die deutsche Wirtschaft wird in diesem Jahr
voraussichtlich um mindestens 1,5 Prozent und damit solide wachsen.
Auf Dauer wäre aber deutlich mehr Wachstum möglich. Zu diesem
Ergebnis kommt der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und
Raiffeisenbanken (BVR) in seinem aktuellen Konjunkturbericht.
BVR-Vorstand Dr. Andreas Martin: „Die Chancen der Digitalisierung
werden noch nicht gut genug genutzt. Gemessen am Technologieführer
USA hinkt Deutschland bei der Entwicklung der Produktivität
hinterher.“ Wäre die Produktivität in Deutschland in den vergangenen
zwanzig Jahren so stark gestiegen wie in den USA, wäre die
Wirtschaftsleistung heute pro Kopf um gut 10 Prozent höher. Richtig
sei es daher, dass die Bundesregierung dem Breitbandausbau eine hohe
Priorität einräume und mit ihrer digitalen Agenda den Wandel
konstruktiv begleite. Doch würden auch mehr Investitionen in Bildung
einen wichtigen Beitrag zum Wachstum leisten, da die Anforderungen im
Erwerbsleben mit den neuen Technologien weiter zunehmen.

Voraussetzung für das 2015 prognostizierte kräftige
Wirtschaftswachstum sei allerdings, dass sich die Erholung im
Euroraum fortsetze und der Reformkurs in allen Mitgliedsstaaten
beibehalten werde. Positiv auf die Konjunktur wirkten die
Abschwächung des Euro, die die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der
Exporte erhöhe, und der niedrige Preisanstieg, der die Kaufkraft der
privaten Haushalte stärke.

Beim Wirtschaftswachstum sei Deutschland ein Scheinriese, so der
BVR. Solide falle das Wirtschaftswachstum im Vergleich mit den
Nachbarstaaten im Euroraum aus, die seit Jahren große strukturelle
Schwächen zu bewältigen hätten. Gegenüber den USA falle Deutschland
hingegen beim Wirtschaftswachstum pro Kopf der Bevölkerung deutlich
zurück. Hatte Deutschland in den 1980er Jahren in der Spitze mehr als
95 Prozent des US-Niveaus erreicht, seien es heute weniger als 80
Prozent. Dies sei vor allen Dingen auf die schwache
Produktivitätsentwicklung zurückzuführen. In Deutschland wie auch bei
den meisten Staaten des Euroraums habe sie sich seit Mitte der 1990er
Jahre deutlich schwächer als in den USA entwickelt.

Durch ein stärkeres Produktivitätswachstum würde nicht nur das
materielle Wohlstandsniveau erhöht, sondern auch die Bewältigung
zukünftiger Herausforderungen wie etwa der demografischen Alterung
deutlich erleichtert. Investitionen in Informations- und
Kommunikationstechnik trügen überproportional zum Wirtschafts- und
Produktivitätswachstum bei.

Der aktuelle Konjunkturbericht des BVR ist im Internet unter
www.bvr.de, Publikationen, Konjunkturberichte abrufbar.

Pressekontakt:
Bundesverband der
Deutschen Volksbanken und
Raiffeisenbanken – BVR
Pressesprecherin:
Melanie Schmergal
Schellingstraße 4
10785 Berlin
Telefon: (030) 20 21-13 00
Telefax: (030) 20 21-19 05
Internet: www.bvr.de
E-Mail: presse@bvr.de

Kurz-URL: https://www.88news.de/?p=1177773

Erstellt von an 25 Feb 2015. geschrieben in Allgemein. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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