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Die Bundesliga macht sich bereit für den Winter – So sind auch Sie sicher vor Schneeschimmel & Co





Der Winter steht vor der Tür und das bedeutet: Alle Schäfchen ins Trockene bringen, bevor Kälte und Niederschläge ihr Haus und den Garten in die Mangel nehmen.
Doch nicht nur Sie haben einige Vorkehrungen zu treffen. Auch die 1. und 2. Bundesliga haben mit den Widrigkeiten des Wetters zu kämpfen.

Erstaunlich viele Parallelen zwischen einem Bundesligastadion und Ihrem Privathaushalt lassen sich herstellen! Weissmaler hat mit zwei Experten besprochen, was getan werden muss, damit Rasen und Stadion unbeschadet durch den Winter kommen, wenn die Temperaturen sinken und Niederschläge fallen.
Für das Thema Rasenpflege haben wir uns dafür mit Herrn André Kastigen von der Firma Heiler und Henry Lipp, dem Greenkeeper des FC Ingolstadt 04, zusammengesetzt und ein paar interessante Informationen für Ihren heimischen Rasen gesammelt. Schon mal vorweg: Wenn Sie im heimischen Garten eine Rasenheizung haben, sind Sie klar im Vorteil!

Die Firma Heiler arbeitet mit Vereinen wie dem FC Bayern München, dem HSV, dem 1. FC Köln, dem 1. FC Mainz 05, sowie zahlreichen weiteren, zum Teil auch Amateurvereinen, zusammen.
In der Vollpflege sind das vor allem der 1. FSV Mainz 05, Darmstadt, Bielefeld und Wehen-Wiesbaden. “Die Vollpflege beansprucht gleiche mehrere Mitarbeiter”, erzählt uns Herr Kastigen. “Drei Mitarbeiter sind ständig vor Ort und kümmern sich um den Rasen der Trainingsplätze, aber eben auch um das heilige Grün in den Stadien.”

“Hier wird täglich gemäht”

Tägliche Arbeiten umfassen das Mähen (ja, es wird täglich gemäht!) und die Ausbesserung von Schäden nach dem Training. “Nach Spieltagen, zum Beispiel in Mainz, werden kleinere Stopfen eingesetzt und beschädigte Areale besonders gepflegt.” Kastigens Team setzt kleine Rasenteile individuell ein und ersetzt so zerstörte Bereiche.

“Aerifizieren, Vertikutieren, Tiefenbelüften, Besanden, Striegelen – das sind nur einige der Zauberwörter für eine gelungene Rasenpflege”

Doch hiermit nicht genug. “Weitere Arbeiten, die in einem wöchentlichen Turnus anfallen sind zum Beispiel Düngen und Pflanzen”, berichtet Kastigen. Und weiter “Arbeiten wie Striegeln und Besanden sind alle vier bis sechs Wochen zu erledigen.” Darunter versteht man das gezielte Auftragen von Sand zur besseren Belüftung sowie das Kämmen des Rasens, um abgestorbene Rasenreste an die Oberfläche zu befördern.

“Im Winter sind wir froh, wenn wir überhaupt was haben.”

“Alles ist Natur und die unterliegt Schwankungen.”, gibt Herr Kastigen von der Firma Heiler zu. Dennoch gibt es einige Tricks, um den Rasen sicher über den Winter zu bringen. “Im Sommer düngen wir stickstofflastiger, um das Wachstum des Grüns anzufeuern. Im Winter liegt der Fokus auf kalireicher Düngung, um dem Rasen eine Art “Wintermantel” anzuziehen.”
Henry Lipp vom Greenkeeping des FC Ingolstadt arbeitet vor dem ersten Frost mit Folien: “Im Winter ist der rechtzeitige Einsatz von Beleuchtung und Wachstumsfolien sehr wichtig für uns, und zwar rechtzeitig vor der Bildung von Frost.”
Auch für Ihren heimischen Rasen sind solche Folien geeignet. Sie verhindern die Austrocknung und halten die Temperatur in Bodennähe angenehm. So können Samen früher keimen. Auch lästige Vögel, die die Samen picken, werden so abgehalten.

“Im Süden geht schon mal früher die Heizung an”

“Unser großer Vorteil gegenüber einem privaten Rasen ist natürlich die Rasenheizung, die auch bei Schnee und Eis für eine gleichmäßige Temperatur von 12 Grad sorgt.”

Dabei gibt es deutliche Nord-Süd-Unterschiede. “In München geht die Heizung schon mal früher an, als im Norden”, dies sei dem frühen Frost zuzuschreiben, so André Kastigen.

In Ingolstadt sieht das Ganze ähnlich aus: “Mit der Rasenheizung halten wir unsere Bodentemperaturen bei über neun Grad plus, um das Wurzelwachstum zu erhalten. Wichtig ist dabei, die Feuchtigkeit im Boden im Auge zu halten. Die Verdunstung durch die Heizung ist wesentlich höher, aber um Wachstum zu gewährleisten, benötigen wir Wasser. Dementsprechend wird beregnet, Ausnahme sind sehr kalte Nächte. Hier drohen Frostschäden.”, berichtet Henry Lipp.

“Schneeschimmel ist ein großes Problem”

Da wir davon ausgehen müssen, dass Sie nicht über eine Rasenheizung verfügen, haben wir uns bei Herrn Kastigen über die Maßnahmen für den privaten Rasen informiert.
“Für den Haus- und Hofrasen gilt dasselbe wie bei den Amateuerplätzen, die wir betreiben: Geben Sie dem Rasen im Oktober genügend Kali! Das stärkt den Rasen, macht ihn resistent gegen Kälte und Krankheiten wie Schneeschimmel.” Kali ist ein kaliumreiches Mineralsalz, das in speziellen Düngern enthalten ist.
Sobald die Temperaturen bei -3° C und tiefer liegen, “den Rasen nicht mehr betreten! Sonst brechen die einzelnen Halme und Sie haben nichts weiter als einen braunen Schuhabdruck hinterlassen”, warnt Kastigen. In der Frost-Tau-Periode ruhe schließlich auch der Amateurbetrieb in den unteren Ligen “Alles ein Schutz für den Rasen.”

“Beim Herausnehmen der Tore kann es zu Schäden am Rasen kommen”

“Wir schauen im Winter, dass kein Tor dauerhaft auf dem Platz stehen bleibt. Sonst kann es beim Herausnehmen zu Schäden am Rasen kommen.“, erklärt Herr Lipp die Frage nach dem Verbleib der Tore auf dem Platz. Für Sie persönlich bedeutet das, Ihren Pavillon in die Garage zu bringen und nicht erst auf den Frost zu warten, wenn Sie Ihren Rasen schützen wollen. Allgemein gilt: Der Rasen braucht im Winter Ruhe. Auch den Sonnenschirm sollten Sie nicht erst im Januar aus dem Boden ziehen – Ihr Rasen wird es Ihnen nicht verzeihen!

“Arbeiten in den Winter mitzunehmen erscheint wenig sinnvoll, denn der Winter ist eh eine arbeitsintensive Zeit.”

Sorgen Sie rechtzeitig vor dem ersten Frost für eine gute Vorbereitung. “In Sachen Wasser gilt es, Frostschäden zu vermeiden.”, schließt Henry Lipp ab. Außenwasserhähne sollten Sie auch zu Hause abdrehen. In modernen Fußballstadien sorgen Dehnungsfugen dafür, dass die Struktur Platz zum Ausdehnen bzw. Zusammenziehen hat. Sind solche Fugen auch an Ihrem Haus zu beobachten, so müssen sie immer frei liegen und ständig kontrolliert werden, um Schäden am Mauerwerk vorzubeugen.
Zum Schluss noch ein Rat von vom Greenkeeper des FC Ingolstadt 04: “Erledigen Sie alles im Oktober. Arbeiten in den Winter mitzunehmen ist wenig sinnvoll, denn der Winter ist eh schon eine arbeitsintensive Zeit.”

Kurz-URL: https://www.88news.de/?p=1552369

Erstellt von an 16 Nov 2017. geschrieben in Sport/Fitness. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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