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DOSB fordert Bundesförderprogramm für Sportinfrastruktur / Auf der FSB 2017 in Köln steht Sportstättensituation im Fokus





Deutschland hat neben Straßen, Brücken und
Schulen auch seine Sportstätten jahrelang vernachlässigt und fährt
seine Infrastruktur auf Verschleiß. Der Deutsche Olympische Sportbund
(DOSB) fordert ein Bundesförderprogramm, denn ohne den Bund ist die
marode Sportstätteninfrastruktur nicht zu modernisieren. Die
Situation der Sportstätten ist deshalb auch das Kernthema, das der
DOSB auf der Internationalen Fachmesse für Freiraum, Sport- und
Bäderanlagen (FSB) vom 7. bis 10. November in Köln in den Fokus
rückt.

Die (Teil-) Sperrungen von Autobahnbrücken werfen regelmäßig das
Scheinwerferlicht auf ein Thema, welches eigentlich viel größer ist,
denn nicht nur Straßen und Brücken sind marode, sondern auch weite
Teile der baulichen Infrastruktur für die Daseinsvorsorge der
Bürgerinnen und Bürger wie z.B. Versorgungsnetze, Schulgebäude und
eben auch Sportstätten. „Es ist erstaunlich, dass sich Deutschland
mit erheblichen Versäumnissen in einem Bereich abzufinden scheint,
welches das renommierte DIFU-Institut (Deutsches Institut für
Urbanistik) gar als `Leistungen zur Existenzsicherung´ definiert:
Schließungen von Schwimmbädern, Unterricht in Containern sowie
unzumutbare sanitäre Schulanlagen gehören zum Alltag“, sagt Walter
Schneeloch, DOSB-Vizepräsident Breitensport und Sportentwicklung.

Wie in anderen Bereichen der Daseinsvorsorge ist es vor allem eine
Aufgabe der Kommunen, Sportstätten zu sanieren bzw. zu modernisieren,
zu bauen und finanziell zu fördern. Doch die Kommunen sind
strukturell unterfinanziert – eine aufgabengerechte Anpassung der
Finanzverfassung lässt seit Jahren auf sich warten. „Schuldenbremsen
mögen verfassungsrechtlich sinnvoll sein, haben sich aber zu
Investitionsbremsen entwickelt. Haushaltssicherungskonzepte und die
staatliche Finanzaufsicht höhlen das kommunale
Selbstverwaltungsprinzip aus, zumal Sportstättenförderung als
freiwillige Aufgabe abklassifiziert und damit zur Disposition
gestellt wird“, sagt Andreas Klages, stv. Geschäftsbereichsleiter
Sportentwicklung im DOSB. Juristen in Regierungspräsidien würden
häufig nach dem Prinzip entscheiden: Ist das Pflichtaufgabe oder kann
das weg? Das Problem des Sanierungs- und Modernisierungsstaus im
Bereich der Sportstätten sei damit zu einer grundsätzlichen und
politischen Frage geworden.

Nationale Allianz notwendig

Es braucht eine nationale Allianz zur Verbesserung der
Modernisierung von Deutschlands Infrastruktur und hier insbesondere
seiner Sportstätten. Walter Schneeloch sagt: „Wenn selbst in Zeiten
einer soliden Wirtschaftsentwicklung und guter Steuereinnahmen,
geringen Zinsen und einer klaren Problemanalyse Bund und Länder sich
nicht zu einer nationalen Kraftanstrengung zur Förderung der
Sportinfrastruktur durchringen können, ist es schlecht um unser Land
bestellt. Man sollte sich schlicht nicht damit abfinden, dass unsere
Kinder in kaputten Schulturnhallen unterrichtet oder Schwimmbäder nur
deswegen geschlossen werden, weil kein Geld für die Sanierung
vorhanden ist!“

Dabei ist eins klar: Ohne ein nachhaltiges finanzielles Engagement
des Bundes, der wiederholt auf ungeplante Steuermehreinnahmen in
beträchtlicher Höhe blicken kann, sind die Engpässe nicht aufzulösen.
Es ist zu hoffen, dass der Bund in der Legislaturperiode 2017-2021
ein Bundesprogramm zur Förderung der Sportinfrastruktur im Umfang von
jährlich mindestens 500 Millionen Euro auflegt. Der DOSB hat hierzu
in seinen Wahlprüfsteinen ein eigenes Kapitel aufgenommen:
http://www.dosb.de/de/organisation/wir-ueber-uns/bundestagswahl-2017/

DOSB, Landessportbünde und DFB mit Thementagen auf der FSB

Am Messestand C 71 in Halle 10.2 der KölnMesse stellen neben dem
DOSB auch die Landessportbünde (LSB) aus Hessen, Nordrhein-Westfalen
und Württemberg sowie erstmals der Deutsche Fußball-Bund (DFB) ihre
Themen vor. Auch das Bundesinstitut für Sportwissenschaft und der
Deutsche Sportausweis sind dabei.

An allen vier Messetagen informiert der DOSB über die Vielfalt von
Sporträumen in Deutschland und wie Sportstätten durch Sanierungsstau
bedroht sind. Der Sportdachverband und die Landessportbünde zeigen
gute Beispiele wie Klima- und Ressourcenschutz bei Neubau,
Modernisierung und Sanierung von Sportstätten gelingen kann. Außerdem
präsentiert der DOSB das Internetportal für nachhaltige Sportstätten,
„Green Champion 2.0“. Jeder einzelne Messetag wird zudem ein
spezielles Sportstättenthema hervorheben und näher beleuchten; so
informieren die LSB aus ihrer Beratungspraxis und stellen gute
Beispiele vereinseigener Sportstätten vor. Das Programm am
DOSB-Messestand wird durch zahlreiche Fachveranstaltungen begleitet.

Der Deutsche Fußball-Bund stellt am Dienstag (7.11.) seine
Publikationen aus dem Sportstättenbereich vor: So veröffentlichte der
DFB kürzlich das aktualisierte Kompendium „Sportplatzbau &
-erhaltung“ in fünfter, komplett neu überarbeiteter Auflage. Die
Veröffentlichung bündelt das Fachwissen auf diesem Gebiet im
deutschsprachigen Raum auf einzigartige Weise.

Pressekontakt:
Deutscher Olympischer Sportbund e. V.
Medien- und Öffentlichkeitsarbeit
Otto-Fleck-Schneise 12
60528 Frankfurt am Main
T +49 69 6700-255
F +49 69 6702-317
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www.dosb.de

Original-Content von: Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB), übermittelt durch news aktuell

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Erstellt von an 6 Nov 2017. geschrieben in Sport/Fitness. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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