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Einblicke in Denken, Leben und Arbeit eines Ausnahmeschriftstellers (FOTO)





90-minütiger Dokumentarfilm „Peter Handke: Bin im Wald. Kann sein,
dass ich mich verspäte“ / Donnerstag, 7. Dezember 2017, 23:45 Uhr,
SWR Fernsehen

In den Sechzigern zeigte Peter Handke als einer der ersten, wie
das geht: der Schriftsteller als „angry young man“ und Popstar des
Literaturbetriebs, kompromisslos in seiner Sprache und der Vielfalt
seines Schreibens. Kaum war er auf den Bestsellerlisten, kehrte er
dem Rummel den Rücken. Er ging auf Reisen, und immer nahm er seine
Leser mit in den Rhythmus seiner Sprache, in seine langen,
schwingenden Sätze. Corinna Belz hat mit „Peter Handke: Bin im Wald.
Kann sein, dass ich mich verspäte“ einen Film geschaffen, der
überraschende Einblicke in das Denken, die Arbeit und das Leben des
Schriftstellers Peter Handke eröffnet. Die TV-Erstausstrahlung ist am
7. Dezember 2017 um 23:45 Uhr im SWR Fernsehen.

Geflügelte Titel und genaue Beobachtungen Viele seiner Buchtitel
klingen wie die Titel aus einer Jukebox und wurden zu Losungen
mehrerer Generationen von Lesern, etwa: „Publikumsbeschimpfung“, „Die
Angst des Tormanns beim Elfmeter“, „Wunschloses Unglück“, „Der kurze
Brief zum langen Abschied“. Seit vielen Jahren lebt und arbeitet
Peter Handke zurückgezogen in seinem Haus in einer Pariser Vorstadt,
ein stiller, gastlicher, von Leben und Schreiben, Sprachlichem und
Nicht-Sprachlichem aufgeladener Ort – „eine Rettung“, wie Handke
einmal sagt. Hier beginnt der Film von Corinna Belz, von hier aus
bricht der Autor auf zu seinen mal hoch konzentrierten, mal fast
beiläufigen, immer aufmerksamen Erkundungen und Begegnungen. Peter
Handkes genauer, freier Blick wird spürbar in seinen Texten, den
Gesprächen, dem Kosmos seiner Notizbücher, den zahlreichen bisher
unveröffentlichten Polaroids.

Fragen zum Sein

Nach ihrem vielfach preisgekrönten Kinoerfolg „Gerhard Richter
Painting“ (u. a. Deutscher Filmpreis/ Bester Dokumentarfilm)
porträtiert Corinna Belz nun einen Schriftsteller. Entstanden ist ein
Film über das Schreiben, über die Wahrnehmung der Wirklichkeit und
ihre Verwandlung in Kunst, über die Kunst des Erfindens – und nicht
zuletzt über die großen, unverzichtbaren Fragen, die Peter Handke
eindringlich und zuweilen unerwartet liebevoll stellt: „Was ist
jetzt? Wie soll man leben?“

Sendung

„Peter Handke: Bin im Wald. Kann sein, dass ich mich verspäte“
wird am Donnerstag, 7. Dezember 2017 um 23:45 Uhr im SWR Fernsehen
gezeigt. Der Film ist eine Produktion von zero one film mit
Unterstützung von Film- und Medienstiftung NRW, BKM, DFFF, MEDIA und
SWR.

Akkreditierte Journalisten können ihn vorab sehen unter
www.presseportal.swr.de. Fotos über www.ARD-foto.de Pressekontakt:
Daniela Kress, Tel. 07221 929 23800, Daniela.Kress@SWR.de

Original-Content von: SWR – Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

Kurz-URL: https://www.88news.de/?p=1550769

Erstellt von an 13 Nov 2017. geschrieben in Kultur. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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