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ESPGHAN: Studie zeigt Irreführung der Verbraucher über glutenfreie Lebensmittel





Glutenfreie Lebensmittel können nicht als angemessener Ersatz für
ihre glutenhaltigen Versionen betrachtet werden. Wissenschaftler
fordern zu Rezepturänderungen von glutenfreien Lebensmitteln mit
gesünderen Rohstoffen auf, um eine gesunde Ernährung für Kinder zu
gewährleisten.

Laut den Studienergebnissen, die heute auf der 50. Jahrestagung
der Europäischen Gesellschaft für Pädiatrische Gastroenterologie,
Hepatologie und Ernährung präsentiert wurden, haben glutenfreie
Lebensmittel einen deutlich höheren Energiegehalt und weisen eine
andere Nährstoffzusammensetzung als die glutenhaltigen Versionen auf.
Darüber hinaus enthielten viele der glutenhaltigen Produkte,
insbesondere Brot, Pasta, Pizza und Mehl, bis zur dreifachen Menge an
Protein als die glutenfreien Ersatzprodukte.

(Photo:
http://mma.prnewswire.com/media/508078/Espghan_Infographic.jpg )

Das in der Studie aufgedeckte Ungleichgewicht kann sich nachteilig
auf das Wachstum von Kindern auswirken und das Risiko der
Fettleibigkeit im Kindesalter erhöhen.

Bei der Studie wurden mehr als 1.300 Produkte untersucht. Das
Ergebnis:

– Glutenfreies Brot hat einen deutlich höheren Gehalt an Lipiden und
gesättigten Fettsäuren
– Glutenfreie Pasta hat einen deutlich geringeren Gehalt an Zucker
und Protein
– Glutenfreie Brötchen haben einen deutlich geringeren Gehalt an
Protein und einen deutlich höheren Gehalt an Lipiden

Dr. Joaquim Calvo Lerma, ESPGHAN-Experte und Leiter der Studie,
erklärt: „Immer mehr Menschen stellen wegen einer Zöliakie auf eine
glutenfreie Ernährung um. Dabei ist von entscheidender Bedeutung,
dass die Rezepturen der Ersatzprodukte geändert werden, um
sicherzustellen, dass sie vergleichbare Nährtwerte bieten. Dies ist
insbesondere bei Kindern wichtig, deren gesundes Wachstum und
Entwicklung von einer ausgewogenen Ernährung abhängt.“

Experten warnen ebenfalls davor, dass Verbraucher aufgrund
mangelhafter Nährwertangaben auf den Produkten über diese ungesunden
Abweichungen hinweggetäuscht werden.

Dr. Martinez-Barona, zweiter Studienleiter, kommentiert: „Wenn die
Nährwerte glutenfreier Produkte signifikant von den glutenhaltigen
Versionen abweichen, muss dies auf der Produktkennzeichnung klar
ausgewiesen werden. Verbraucher sollten zudem Orientierungshilfe
erhalten, damit sie die Nährstoffzusammensetzung der Produkte besser
verstehen und sich als informierte Konsumenten gesünder ernähren
können.“

Daciana Sarbu MEP, zweite Vorsitzende des Ausschusses für
Umweltfragen, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit, fügt hinzu:
„Für glutenfreie Produkte, die nicht vorverpackt sind, gelten nicht
die gleichen Kennzeichnungsvorschriften wie für vorverpackte
Produkte. Dies bedeutet, dass Verbraucher möglicherweise nicht
ausreichend über die Nährwertunterschiede im Bilde sind, die sich
signifikant auf die Gesundheit auswirken können. Ich habe mich schon
immer für die ““Ampelkennzeichnung““ eingesetzt, um einen einfachen
Produktvergleich nach wichtigen Nährstoffen wie Protein, Fett und
Zucker zu ermöglichen.“

Weitere Informationen erhalten Sie per E-Mail unter
media@espghan.org der telefonisch von James M. Butcher unter
+44(0)1444-811-099.

Original-Content von: The 50th Annual Congress of the European Society for Paediatric Gastroenterology, übermittelt durch news aktuell

Kurz-URL: https://www.88news.de/?p=1489935

Erstellt von an 11 Mai 2017. geschrieben in Essen/Trinken. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

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